In einer spannenden Phase befindet sich die Schule Albbruck, die seit September 2015 als Gemeinschaftsschule geführt wird. Damals wurde die ehemalige Grund- und Werkrealschule aufgehoben und als Gemeinschaftsschule weitergeführt. Mit der neuen Schulform kann ein Realschulabschluss angeboten werden, zum ersten Mal im nächsten Schuljahr.

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„Wir freuen uns, dass wir den Zuschlag für eine Gemeinschaftsschule bekommen haben“, hatte im Juni 2015 Rektor Klaus Tritschler im Gemeinderat erklärt. Sie biete heute die beste Möglichkeit, Bildung in zeitgemäßer Form zu vermitteln, den Schulstandort Albbruck attraktiv zu halten und einer Abwanderung vorzubeugen.

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Eines der wesentlichsten Merkmale der Gemeinschaftsschule ist der stetige Wechsel zwischen individuellem Arbeiten und dem Lernen in Gruppen, mal in Ruheräumen, mal in Ateliers. Dabei ist der Einsatz von Lernampeln ein wichtiges Hilfsmittel. Ist die Ampel auf Rot gestellt, bedeutet das: „Ich komme nicht alleine weiter, ich brauche Hilfe“. Voraussetzung für das Gelingen einer Gemeinschaftsschule ist allerdings eine Mehrzuweisung an Lehrern der neuen Generation und ein Ausbau der Räume. Zum Konzept der Gemeinschaftsschule gehört auch ein Ganztagsbetrieb im Grundschulbereich, der allerdings erst ein Jahr später realisiert werden konnte.

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Noch in diesem Jahr soll der Ausbau der Schule in Angriff genommen werden. Geplant ist ein Anbau an der östlichen Seite des Grundschulgebäudes mit sechs Klassenräumen und diversen Ateliers für Coaching und Kleingruppen. Auf der Nordseite ist eine neue Aula für 200 Personen geplant.

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Auf der Westseite, über dem Heizungskeller, entsteht eine neue Mensa. „Ich habe gegen die Preiserhöhung gestimmt, die in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats beschlossen wurde“, sagt Klaus Tritschler, „weil ich abwarten wollte, bis die neue Mensa, die auch diesen Namen verdient, fertig ist.“ Gegenwärtig wird der Mensabetrieb, eher provisorisch, im Eingangsbereich der benachbarten Mehrzweckhalle abgewickelt. An drei Wochentagen herrscht an der Schule Ganztagsbetrieb und an diesen Tagen wird auch ein Mittagstisch angeboten, an dem durchschnittlich 91 Schüler teilnehmen.

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Die Kosten für die Erweiterungsbauten werden auf zehn Millionen Euro veranschlagt, für dieses Jahr ist im Gemeindehaushalt eine Million Euro im Plan. Wichtig ist an der Schule auch das Thema Inklusion, die gegenwärtig in den Klassen eins, vier und fünf umgesetzt wird. Dabei würden, so Klaus Tritschler, gute Erfolge erzielt und auch die anderen Kinder würden davon profitieren. Das Fazit des Schulleiters: „Ich denke, wir haben es geschafft, die Grundidee der Gemeinschaftsschule erfolgreich umzusetzen.“

Der Albbrucker Gemeinderat auf Besichtigungstour vor der Gemeinschaftsschule Albbruck. Links Bürgermeister Stefan Kaiser, vorn, rechts Schulleiter Klaus Tritschler.
Der Albbrucker Gemeinderat auf Besichtigungstour vor der Gemeinschaftsschule Albbruck. Links Bürgermeister Stefan Kaiser, vorn, rechts Schulleiter Klaus Tritschler. | Bild: Manfred Dinort