9,6 Millionen Euro will die Gemeinde Albbruck in den nächsten Jahren in die Sanierung und Erweiterung der Grund- und Gemeinschaftsschule investieren. Erste Landeszuschüsse in Höhe von 1,2 Millionen Euro wurden bereits zugesagt. Ausgeführt wurden auch schon die erforderlichen Voruntersuchungen durch das Büro Harter & Kanzler aus Freiburg.

Der Albbrucker Gemeinderat bei einem Besuch der Gemeinschaftsschule Albbruck, links Bürgermeister Stefan Kaiser, vorne rechts Schulleiter Klaus Tritschler, ganz rechts Ortsbaumeister Rainer Fechtig.
Der Albbrucker Gemeinderat bei einem Besuch der Gemeinschaftsschule Albbruck, links Bürgermeister Stefan Kaiser, vorne rechts Schulleiter Klaus Tritschler, ganz rechts Ortsbaumeister Rainer Fechtig. | Bild: Manfred Dinort

Zuvor hatte das Regierungspräsidium Freiburg, auf der Grundlage einer angenommenen und dauerhaften Zweizügigkeit der Grundschule und einer 1,5-Zügigkeit der Gemeinschaftsschule, die Förderfähigkeit des Projekts bestätigt.

Zusätzlicher Raumbedarf

Gefördert wird die Schaffung neuer Schulräume, wie sie für die Erweiterung und Fortentwicklung der Gemeinschaftsschule erforderlich sind, darunter Räume für den allgemeinen und fachspezifischen Unterricht, für Lehrer und Verwaltung, für Inklusion und Gemeinschaft. Betroffen von den Baumaßnahmen ist in erster Linie der weiter oben liegende Gebäudekomplex der Grundschule. Nach den Voruntersuchungen des Planungsbüros entsteht ein zusätzlicher Raumbedarf von 600 bis 800 Quadratmetern.

Planungsaufträge vergeben

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurden die ersten Planungsaufträge vergeben. Mit der Tragwerksplanung wurde das Büro Rotkamm, Birkingen, beauftragt, die Planung für Heizung, Lüftung und Sanitär ging an das Büro Binkert, Birndorf, die Elektroplanung an das Büro TET Elektrotechnik, Birkingen. Die jeweilige Kostenhöhe, so erklärte Bürgermeister Stefan Kaiser, könne erst nach einem fortgeschrittenen Planungsstand beziffert werden.

Frage zur Statik

Den Zuschlag für die Erstellung eines Brandschutzkonzeptes für knapp 17.000 Euro erhielt das Planungsbüro Dekra, Freiburg. Für Irritationen sorgte Gemeinderat Josef Tröndle (CDU), der in der Sitzung einen Schulneubau auf dem Gewann „Rohr“ beim Schwimmbad ins Spiel brachte. Er stellte die Frage, ob eine Sanierung der 35 Jahre alten Gebäude, allein schon aus statischen Gründen, überhaupt noch einen Sinn mache. Dazu Bürgermeister Stefan Kaiser: „Einen neuen Campus zu schaffen, halte ich weder für sinnvoll noch für realistisch. Wir können es uns nicht leisten, in etwas zu investieren, was eigentlich schon da ist“, so der Bürgermeister. Er verwies darauf, dass auf dem jetzigen Schulareal genügend Flächen für jede Form der Erweiterung zur Verfügung stünden. „Wenn die Statik gravierende Mängel aufweist, dann müssen wir eben neu bauen, aber auf dem gleichen Gelände.“