Ab 1. April gelten neue Benutzungsgebühren für das Albbrucker Schwimmbad. Der Gemeinderat stimmte in seiner jüngsten Sitzung einer moderaten Erhöhung zu, wie sie von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen wurde. „Es geht uns darum, das jährliche Defizit, durchschnittlich 200.000 Euro, um ein paar Prozentpunkte zu verringern“, so Bürgermeister Stefan Kaiser.

Natürlich hängt das Ergebnis auch von den Besucherzahlen ab, die wiederum stark vom Wetter beeinflusst sind. Die letzte Gebührenerhöhung wurde vor neun Jahren vorgenommen. Ergänzend zum bisherigen Angebot wird eine Tageskarte für zwölf Euro für Familien, also Eltern mit zwei Kindern, angeboten. Dabei ist jedes weitere Kind frei. 2018 wurde ein Besucherrekord mit 66.850 Personen erzielt, 2014 waren es nur 34.150 Euro. Trotzdem betrug das Defizit 2018 über 192.000 Euro.

„Andererseits wurde verhältnismäßig gut gewirtschaftet, im Vergleich zu den Freibädern in Lauchringen, Laufenburg und Murg lag das Defizit, in absoluten Zahlen gerechnet, in Albbruck am niedrigsten“, betonte Bürgermeister Stefan Kaiser. Legt die Gemeinde die Besucherzahlen von 2019 zugrunde, würde sich ein Plus bei den Einnahmen von 21.960 Euro ergeben.

Helga Dietenberger (SPD) erklärte: „Die Preiserhöhung fällt moderat aus, sofern die Öffnungszeiten eingehalten werden“. Kürze Öffnungszeiten könne er nicht mit Sicherheit ausschließen, so Bürgermeister Stefan Kaiser, da der Spielraum durch die knappe Personaldecke stark eingeengt werde. Es könne durchaus sein, dass es in den Randzeiten zu Einschränkungen komme.

Franz Brüstle (FWV) empfahl, die Tageskarte für Familien von zwölf auf zehn Euro zu senken. Claus Schlachter (CDU) bezeichnete die neuen Preise als angemessen und familienfreundlich. Alois Eckert (CDU) lobte das umsichtige Personal: „An der Kasse wird immer der günstigste Preis in Rechnung gestellt.“ Helmut Pfeiffer (FWV) bemängelte die sprachliche Formulierung: Bei der Tageskarte für Familien klinge es so, als handle es sich um ein Sonderangebot, „das muss anders formuliert werden“. Britta Ebner (SPD) fragte nach einen Frühschwimmertarif. Die neuen Tarife wurden ohne Gegenstimmen beschlossen.