Längst nicht immer kann sich aus der ersten Begegnung zwischen zwei Menschen eine Freundschaft entwickeln. Ganz anders hat dies der frühere Rektor der Albbrucker Schule, Hugo Lauber, erlebt. Jetzt freut er sich, dass sein junger Freund Charles Rubaza aus Tansania in den nächsten Tagen sein Gast sein wird.

Rubaza wurde im Juli in seiner Heimat zum Priester geweiht. Jetzt traf er sich mit Senioren aus der Albbrucker Kirchengemeinde und der Interessengemeinschaft „Eine Welt“. Als im Jahr 2015 der von den Albbrucker „ehrenamtlichen Entwicklungshelfern“ unterstützte Pater Aidan aus Tansania wieder einmal in der Gemeinde war, wollte er, begleitet von Hugo Lauber und Helga Bernauer, die ebenfalls aus Tansania stammende Schwester Regina im Kloster Maria Bronnen besuchen. Diese weilte allerdings für die Verlängerung ihres Visums in Berlin. Dafür lernten die Besucher den damaligen Theologiestudenten Charles Rubaza kennen, der während einem dreimonatigen Klosteraufenthalt seine Deutschkenntnisse verbessern wollte.

Rasch waren die Kontakte zwischen Hugo Lauber und dem heute 32 Jahre alten Gast aus Tansania hergestellt. Während der Reise des Albbrucker Kirchenchores war es in Rom zu einem Wiedersehen gekommen. „Ich freute mich, dass ich im Mai 2017 an der Diakonweihe in Rom teilnehmen konnte“, versicherte Hugo Lauber, für den der Festakt ein besonderes Erlebnis war.

Immer intensiver wurden die gegenseitigen Kontakte. Wann immer der junge Gast in die Region kommt, wohnt er wie auch an Weihnachten 2017 oder im Frühjahr bei Hugo Lauber, der versichert: „Wir sind Freunde geworden“. Immer besser sei die Verständigung, zumal Charles Rubaza neben seiner Heimatsprache Suaheli, neben Französisch und Englisch auch Deutsch spricht, das für ihn notwendig war um die kirchliche Literatur lesen und verstehen zu können.

Hugo Lauber freut sich, dass der mit fünf Geschwistern aufgewachsene Sohn eines Arztes, der seinen Vater früh verloren hat, so zielstrebig seinen Weg, Priester zu werden, verfolgt habe. „Charles größter Wunsch ist es, in der Heimat eine eigene Pfarrei aufbauen oder übernehmen zu können.“ Für den in Rom studierten Neupriester, der auch Kirchenrecht studiert und alle Prüfungen summa cum laude absolviert hat, ist die Zukunft noch ungewiss: Sein Bischof entscheidet, wo er letztlich eingesetzt wird.