Ein heißes Programm bot der Musikverein Unteralpfen bei seinem Jahreskonzert in der Leiterbachhalle. Unter der Leitung von Gottfried Hummel präsentierten die Musiker ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm. Zu einem Höhepunkt wurde der Abstecher auf die Reeperbahn, in die „heiße Ecke, nachts um halb zehn“. Als Vorlage diente das erfolgreiche Musical „Die heiße Ecke“, arrangiert von Gottfried Hummel.

Brillante Klangfarben

Der Vorsitzende Daniel Ebner freute sich, viele Gäste begrüßen zu können. Topp war auch wieder Monika Studinger, die mit großem Einfühlungsvermögen durch das Programm führte. Gleich zu Beginn begeisterten die mehr als 70 Musikerinnen und Musiker mit einem exzellenten Spiel, brillanten Klangfarben und virtuosen Solo-Einlagen das Publikum. Zum Auftakt spielte das Orchester den Titel „Straight Fit“, ein Stück mit einem gradlinigen und kompakten Sound.

Zum zweiten Mal dirigierte Gottfreid Hummel das Jahreskonzert des Musikvereins Unteralpfen.
Zum zweiten Mal dirigierte Gottfreid Hummel das Jahreskonzert des Musikvereins Unteralpfen. | Bild: Manfred Dinort

In dem zweiten Stück „Flight of the Piasa“ richtete das Orchester den Fokus auf die Ureinwohner Amerikas und ihre Mythen, in denen der Drache Piasa eine besondere Rolle spielte. Mit dem Stück „Allegro“, arrangiert von Gottfried Hummel, wechselte das Orchester in die Welt der Klassik, zu Wolfgang Amadeus Mozart.

Luisa Kaiser spielte das anspruchsvolle Solo auf der Querflöte. Dann wechselte Gottfried Hummel ans Keyboard und Vizedirigent Nico Albiez trat ans Pult, um die bekannte „Forest Gump Suite“ mit ihren einfühlsamen Passagen und dem kraftvollen Finale zu dirigieren. In „The singing Sisters in Concert“ präsentierten die Geschwister Marleen und Tamara Hoppe rassige Songs und bekannte Evergreens, arrangiert von Gottfried Hummel.

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Der zweite Teil begann mit dem Titel „Bella Cioa“, dem Sommerhit des Jahres 2018. Dann rückte die „heiße Ecke“ in den Mittelpunkt, mit Ausschnitten aus dem bekannten Musical von Martin Lingnau. Es kam zu spektakulären Szenen mit flotten jungen Damen, die im gewagten Outfit ihre Dienste anboten, Szenen mit frechen Liedern und frivolen Sprüchen.

The singing Sisters, die singenden Schwestern: Marleen (links) und Tamara Hoppe.
The singing Sisters, die singenden Schwestern: Marleen (links) und Tamara Hoppe. | Bild: Manfred Dinort

Dann tauchte auch noch ein schwuler Typ auf, Ehrendirigent Markus Hoppe, um sich in einem Kostüm à la Reeperbahn in das Milieu einzubringen. Mit „Burning Love“ von Elvis Presley und „Mit Schwert und Lanze“ von Hermann Starke endete das Programm. Dann kam nochmals Hochstimmung auf, als das Orchester zwei Zugaben spielte, eine Polka und einen Marsch.