Beim Unteralpfener Pfarrheim wird am Montag, 22. August, um 13.05 Uhr ein zehn mal zehn Zentimeter großer Stolperstein zur Erinnerung an den ehemaligen Pfarrer Max Graf verlegt. Er kam als Opfer der Nationalsozialisten am 25. April 1945 im Konzentrationslager Dachau ums Leben. Das Verlegen des Stolpersteins durch den Kölner Künstler Gunter Demnig, dem Initiator der Stolpersteinaktion, und das anschließende Gedenken werden nur knapp 20 Minuten dauern.

Die Patenschaft für den Stein übernimmt Pfarrer Klaus Fietz. Hans Göppert berichtet über das Leben des Unteralpfener Seelsorgers und über die Umstände, die zu seiner Festnahme durch die Nationalsozialisten und zu seinem Tod führten. Gegen das Vergessen heißt die Aktion, die von Gunter Demnig ins Leben gerufen wurde. Mit dem europaweitem Projekt Stolpersteine wurde im September 2012 begonnen. Inzwischen gibt es Stolpersteine in mehr als 500 Orten Deutschlands und in mehreren Ländern Europas.

"Die Aktion Stolpersteine bietet die Möglichkeit, die Absicht der Nationalsozialisten zunichte zu machen und diejenigen, die der fanatische Hass damals von uns genommen hat, wieder in unsere Mitte zurückzuholen", so heißt es in der Broschüre des Freundeskreises Jüdisches Leben, das für die Umsetzung des Projekts in der Region Waldshut-Tiengen gesorgt hat. So wurden in Tiengen bereits 20 Stolpersteine verlegt, in Waldshut sieben. Am gleichen Tag werden auch je ein Stolperstein in Dogern und Nöggenschwiel verlegt. (tao)