Um über zwei Bauanfragen zu entscheiden, führte der Technische Ausschuss des Gemeinderates zwei Ortsbesichtigungen durch. Im ersten Fall ging es um einen Antrag zum Bau einer Doppelgarage im Ortsteil Albert, Dorfstraße 46, an einer unübersichtlichen Stelle. Festgestellt wurde, dass der Abstand der geplanten Garage zur Straße drei Meter beträgt, aber die Sicht durch das anliegende Wohnhaus stark eingeschränkt wird. "Eigentlich kein Problem", so Architekt Johann Kaiser.

Der Bauherr könnte zwar die Garage noch weiter wegrücken, aber dann würde er dem Nachbarn die ganze Sicht verbauen. Auch Bürgermeister Stefan Kaiser sah es ähnlich und befürwortete das Bauvorhaben. Bei drei Enthaltungen stimmte der Technische Ausschuss in der anschließenden Sitzung im Rathaus dem Bauantrag zu.

Blick aufs Neubaugebiet "Breitmoos"

Der zweite Besuch galt dem Neubaugebiet "Breitmoos" am oberen Ortsrand von Albbruck. Hier möchte ein Bauherr auf dem Grundstück "Im Breitmoos 16" ein Wohnhaus mit Doppelgarage errichten. Weil aber das Grundstück unterhalb der Straßenböschung liegt und dazu noch ein Gefälle aufweist, möchte er das Gelände auffüllen, im unteren Bereich bis 2,20 Meter. Nach dem Bebauungsplan wäre jedoch nur ein Meter zulässig. Den gleichen Zuschnitt haben auch die noch unbebauten Nachbargrundstücke.

Bürgermeister Stefan Kaiser erklärte, dass der Bauherr mit den Umständen klar kommen müsse, da er sich das Grundstück ja sicherlich vorher genau angeschaut hätte. Zudem würde das eine Kettenreaktion bei den benachbarten Bauherren auslösen, die vom Gelände her in der gleichen Situation wären. Stefan Kaiser: "Wir können uns nicht bei jedem Projekt nach dem Architekten und den Sonderwünschen des Bauherrn richten, da würden wir kein Ende finden." In der anschließenden Sitzung wurde der Änderungsantrag einstimmig abgelehnt.

Grünes Licht für Wohnhausbau in Buch

Grünes Licht gab es für den Antrag zum Bau eines Wohnhauses mit Garage im Ortsteil Buch, Haideweg 29, obwohl der Bebauungsplan, der im Mai öffentlich ausgelegt war, noch nicht rechtskräftig ist. Zustimmung fand auch der Antrag der Firma Gäng im Ortsteil Schachen, Hochsaler Straße 47, auf eigenem Gelände vierzehn Hochseecontainer für Lagerzwecke aufzustellen. Da auch seitens des Landratsamtes keine baurechtlichen Einwände geltend gemacht wurden, stimmte der Ausschuss zu. "Über Schönheit haben wir ja nicht zu befinden", so Gemeinderat Klaus Hügle (SPD).

Keine Einwände gab es gegen die Pläne in Unteralpfen, Lehhalde 15, in der Produktions- und Lagerhalle Büro- und Sozialräume einzubauen. Des Weiteren stimmte der Ausschuss der Auftragsvergabe der Elektroarbeiten für den Kindergarten Alb zu. Der Auftrag ging für 11 700 Euro an die Albbrucker Elektrofirma Buck. Die Mängel wurden im Sommer 2017 von der Firma Denny Murrer, Elektroprüfungen Weilheim, festgestellt. Inzwischen wurden die dringlichsten Arbeiten bereits von der Firma Buck ausgeführt.