Aufgrund der laufenden Kanalarbeiten, die seit September 2018 im Gange sind, ist die Durchfahrt Kiesenbach-Ost noch immer gesperrt. Wer die Ortsverbindungsstraße nach Dogern nutzen möchte, muss den Umweg über das Gewerbegebiet südlich der Bahnlinie in Kauf nehmen oder gleich die B 34 ansteuern. Ursprünglich war geplant, die Arbeiten bis zur Mitte dieses Jahres abschließen zu können.

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Für die Kanalarbeiten hat die Gemeinde ein Investitionsvolumen von 1,7 Millionen Euro eingeplant. Gleichzeitig wird die übrige Infrastruktur erneuert, Wasserleitungen und Straßenbeleuchtung, und es werden Leerrohre für die Breitbandversorgung verlegt. Die Kanalbauarbeiten werden vom Land mit 729 000 Euro bezuschusst. „Da die Vergabe der Zuschüsse an Fristen gebunden ist, müssen die Arbeiten zügig in Angriff genommen werden“, hatte sich Bürgermeister Kaiser im Gemeinderat geäußert. Die Arbeiten wurden an die Bau GmbH aus Herrischried vergeben. In einem ersten Abschnitt wurden die Kanäle vom Bahnwärterhäuschen am ehemaligen Kiesenbacher Bahnübergang bis zur Einmündung in den Hattelweg, der Ortsverbindungsstraße nach Dogern, verlegt.

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Dann folgte der Ausbau entlang der Kiesenbacher Straße bis in die Ortsmitte, Abzweigung Birndorfer Straße/Birkinger Weg. Dieser Streckenabschnitt musste während der Bauarbeiten für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Nur den Anliegern, darunter ein Gewerbebetrieb, wurde eine Zufahrt zu ihren Grundstücken ermöglicht.

Verzögerungen

Nach der ursprünglichen Planung sollten die Arbeiten bis Mitte dieses Jahres abgeschlossen sein. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die Bahndurchpressung am ehemaligen Bahnübergang. Diesen Auftrag hat der Gemeinderat an die Firma Bau GmbH in Wehr für 253 032 Euro vergeben. Der Anteil der Gemeinde liegt bei 170 000 Euro, den Rest übernimmt der Energiedienst, der dort Kabel verlegen will.

Im Rahmen der Kanalarbeiten in Kiesenbach ist auch eine Bahndurchpressung in Vorbereitung. Ziel der Baumaßnahme ist, die Abwässer auf der anderen Seite des Bahndammes in den Schmutzwasserkanal des Gewerbegebietes einzuleiten.
Im Rahmen der Kanalarbeiten in Kiesenbach ist auch eine Bahndurchpressung in Vorbereitung. Ziel der Baumaßnahme ist, die Abwässer auf der anderen Seite des Bahndammes in den Schmutzwasserkanal des Gewerbegebietes einzuleiten. | Bild: Manfred Dinort

Zweck der Baumaßnahme ist, die Abwässer aus Kiesenbach auf der anderen Seite des Bahndamms in den Schmutzwasserkanal des Albbrucker Gewerbegebiets einzuleiten. Des Weiteren muss die Ufermauer des Mühlebachs in Kiesenbach saniert werden. Den Zuschlag erhielt die Firma Bombardi GmbH aus Titisee-Neustadt für 146 891 Euro. Wichtig sei, so Bürgermeister Stefan Kaiser im Gemeinderat, dass die Maßnahme bis 1. Oktober, dem Beginn der Fischschonzeit, erledigt wird. Mit der Baumaßnahme soll im September begonnen werden, teilte Sabrina Munoz-Gerteis, Mitarbeiterin im Bauamt, auf Anfrage dieser Zeitung mit.