Gleich zweimal war beim Jahreskonzert des Musikvereins der Birndorfer Bürgersaal voll besetzt. Ebenso war die Bühne bis auf den letzten Zentimeter belegt, wo die 85 Akteure mit ihren Instrumenten zusammenrücken mussten, ehe sie ihre musikalische Reise in Richtung Afrika starten konnten. Damit hatte sich Dirigent Hansjörg Bollinger wieder etwas Besonderes einfallen lassen, was beim Publikum begeistert aufgenommen und von den Musikern mit hoher Leistungsbereitschaft erfüllt wurde.

Talentierter Nachwuchs: Der Birndorfer Jugendmusik entwachsen, bewiesen Lena Bold mit ihrem Piccolo-Solo und Philipp Leber als Posaunensolist beim Jahreskonzert ihr Können.
Talentierter Nachwuchs: Der Birndorfer Jugendmusik entwachsen, bewiesen Lena Bold mit ihrem Piccolo-Solo und Philipp Leber als Posaunensolist beim Jahreskonzert ihr Können. | Bild: Doris Dehmel

Eröffnet wurde der Abend mit dem Auftritt der Birndorfer Jugendmusik. Einmal mehr bewiesen die Jungen und Mädchen unter der Leitung von Matthias Binkert, dass sie auf einem guten Weg in die Reihen der Aktiven sind. Hatten doch in diesem Jahr sieben Jugendliche das Leistungsabzeichen in Bronze, zwei in Silber und Lena Bold das Leistungsabzeichen in Gold erreicht. Langfristig könnte es auch am Dirigentenpult Nachwuchs geben, wo aus den eigenen Reihen Hanna Binkert an diesem Abend ihren ersten Auftritt hatte.

Niemand hätte den Einstieg in den Flug nach Afrika besser kommentieren können als Peter Schubert, der als Pilot diese Strecken persönlich kennt und an diesem Abend mit den drei weiteren Solisten auf der Trompete, Noah Binkert, Daniel Eckert und Georg Ebner, das Konzertpublikum auf den musikalischen Genuss einstimmte. Als „Air Estelberg“ starteten die Akteure auf der Bühne ihre Reise quer durch Afrika. Bekannte Melodien, anspruchsvolle Stücke oder am Ende das von Jay/R.Spillmann arrangierte Stück „Afrika“ begeisterten das Publikum, dessen Beifall schließlich mit drei Zugaben belohnt wurde.

Auf dem Weg auf den schwarzen Kontinent erklang der „Triumph-Marsch“ aus der Oper „Aida“, ehe das Stück „The Lion Sleeps Tonight“ gespielt wurde. Die Solisten Lena Bold (Piccolo) und Philipp Leber (Posaune) vereinten beim Titel „Elefant und Mücke“ die besondere Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich. Immer wieder wurde das musikalische Geschehen aus der Bühne mit tänzerischen Einlagen bereichert oder, wie in Teilen von „König der Löwen“, mit Gesang ergänzt.