In der Grundschule Buch sind umfangreiche Sanierungsarbeiten im Gange. In der jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Albbruck über Möglichkeiten beraten, eine zentrale Energieerzeugung für den gesamten Gebäudekomplex mit Schule, Gymnastikhalle und Kindergarten zu realisieren. Vorgestellt hat das Projekt der frühere Bauamtsleiter Walter Hausin.

Der Kindergarten und die Gymnastikhalle hatten demnach bisher eine separate Heizzentrale, mit einem technischen Stand von 2004. Der Fußbodenbereich der beiden Gebäude wird über eine Wärmepumpe beheizt und die Lüftungsanlage der Gymnastikhalle wird über einen Gasbrennwertkessel versorgt. Beim Neubau der Gymnastikhalle wurde bereits vorsorglich eine Querverbindung zwischen dem Heizraum der Halle und der Schule geschaffen, da schon damals eine Anbindung der Schule an die Heizungszentrale der Halle angedacht war.

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2010 wurde bei der Außensanierung der Schule eine Wärmedämmung angebracht, wodurch der Energieverbrauch um etwa 40 Prozent gesenkt werden konnte. Steuerungstechnisch, so erklärte Hausin, habe die Schule allerdings den Nachteil, dass nicht bedarfsorientiert geheizt werden könne, da der gesamte Schulkomplex mitbeheizt werden müsse, auch wenn außerhalb der Schulzeit nur einzelne Räume genutzt werden.

Dann gibt es auf dem Dach der Halle eine Photovoltaikanlage, die laut Hausin aber nicht zur Deckung des Eigenbedarfs genutzt wird, die Energie werde in das Stromnetz eingespeist. Die jetzt in der Heizzentrale Halle/Kindergarten installierten Heizaggregate würden den Heizbedarf der drei Gebäude nur zu 80 Prozent decken. Daher war geplant, den vorhandenen Heizkessel durch ein größeres Aggregat zu ersetzen. Jetzt ergab sich laut Hausin eine neue Alternative: Der Betreiber einer oberhalb liegenden Biogasanlage teilte der Gemeindeverwaltung mit, er sei in der Lage, die erforderliche Energie für den gesamten Komplex zu liefern.

Der Biogasbetreiber wurde daraufhin gebeten, der Gemeinde ein Angebot zu unterbreiten. Nach vorläufigen Berechnungen durch die Gemeinde wurde dann auch festgestellt, dass die Bereitstellung der erforderlichen Energie durch eigene Anlagen nur geringfügig höher ausfallen würde als wenn die Energie vom Betreiber der Biogasanlage bezogen würde. In der Biogasanlage wird über ein Blockheizkraftwerk Strom und Wärme erzeugt.

Der Strom wird in das Netz eingespeist, die entstehende Wärme wird allerdings überwiegend in die Atmosphäre abgegeben. Hausin sagte dazu: „Eine solche Anlage ist ökologisch aber erst stimmig, wenn auch die Wärme sinnvoll genutzt wird.“ Würde die Gemeinde dem Betreiber die Wärme abnehmen, wäre das ein großer Gewinn für den Betreiber. Aus diesem Sachverhalt heraus schlug Walter Hausin dem Gemeinderat vor, mit dem Anbieter neu zu verhandeln. Aus ökologischer Sicht sei es jedenfalls sinnvoll, die Energie aus der Biogasanlage zu beziehen.

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