Auf eine gute Jahresbilanz 2017 verwies Bürgermeister Stefan Kaiser in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats: Laut Rechnungsamtsleiterin Sonja Dahlmann fiel das Ergebnis für das vergangene Jahr „sehr zufriedenstellend“ aus. Zwei Zahlen sind besonders beeindruckend: Vom Verwaltungshaushalt konnten 3,6 Millionen Euro an den Vermögenshaushalt überwiesen werden und der Rücklagenbestand kletterte auf 12,3 Millionen. „Ich denke aber, dass wir den größten Teil davon bis Ende 2019 verbraucht haben werden“, sagte Stefan Kaiser.

Große Bautätigkeit

Das Jahr 2017 war geprägt von der Erschließung des Baugebiets „Breitmoos II“ in Albbruck und Sanierungsmaßnahmen im Bereich Kleinfeld/Hochsaler Straße in Schachen. Ein Großprojekt bei den Hochbaumaßnahmen war die Sanierung der Halle Unteralpfen, die auf 1,6 Millionen veranschlagt war. Finanzierungshilfen gab es aus dem Landessanierungsprogramm und der Sportstättenförderung. Zusätzlich wurde von der Gemeinde ein Darlehen über 400 000 Euro aufgenommen. Der Schuldenstand erhöhte sich auf 2,1 Millionen Euro, die Pro-Kopf-Verschuldung lag bei 298 Euro und damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Derzeit laufen die Umstrukturierung der Abwasserbeseitigung und der Wasserversorgung sowie der Umbau der Kläranlage Unteralpfen in ein Pumpwerk. Daneben enthält der Bericht zahlreiche statistische Daten.

  • Geburten und Sterbefälle: 2017 hielt sich die Zahl der Geburten mit 74 auf dem Niveau der vergangenen zehn Jahre, aber mit leicht steigender Tendenz. Die Sterbefälle lagen mit 77 leicht darüber, wohl eine Folge des neuen Pflegeheims. Bestattet wurden im vergangenen Jahr 63 Mitbürger auf den drei Friedhöfen der Gemeinde. Davon 15 mit Sarg und 48 mit Urne. Die Tendenz zur Urnenbestattung sei überall die gleiche, auch in den Bergdörfern. „Unsere Friedhöfe leeren sich“, so Stefan Kaiser.
  • Kostendeckungsgrade: Friedhöfe 73 Prozent, Freibad 55 Prozent, Kindergärten 45 Prozent. Schlusslicht ist, wie jedes Jahr, die Tiefgarage beim Rathaus mit 36 Prozent. Das Freibad erreicht mit 55 Prozent einen neuen Höchststand. Die Kindergärten haben einen Zuschussbedarf in Höhe von 1,2 Millionen Euro, „ein stolzer Betrag, den die Gemeinde jedes Jahr für die Kinderbetreuung aufbringt“, sagte Stefan Kaiser.
  • Einwohnerzahlen: Die Zahlen erreichten 2004 mit 7450 Einwohnern ihren Höchststand. Im vergangenen Jahr waren es nur noch 7198, Tendenz sei, so Stefan Kaiser, dass in den Ortsteilen die Zahlen sinken, im Kernort die Zahlen steigen. Größter Ortsteil ist Buch mit 877 Einwohnern, gefolgt von Unteralpfen (765), Schachen (746), Birndorf (603) und Birkingen (405).
  • Steuereinnahmen: 2017 waren deutliche Anstiege zu verzeichnen, bei der Gewerbesteuer (plus 701 000 Euro), bei den Einkommensteueranteilen (plus 131 000) und bei den Schlüsselzuweisungen vom Land (plus 65 000). Mehreinnahmen gab es auch bei der Hundesteuer, die von 23 264 auf 25 480 Euro anstieg, ein Plus von 2216 Euro.