Mit 27 Kandidaten gehen die Freien Wähler bei den Kommunalwahlen am 26. Mai an den Start. Im Clubheim des SV Albbruck stellten sie sich vor. Vorsitzende Lothar Schlageter nannte als progammatische Schwerpunkte die Bereiche Arbeit und Umwelt, Infrastruktur, Wohnen und Leben. Wichtig seien die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze, der vorgezogene Bau der Abfahrt Hauenstein, Lärmschutzmaßnahmen entlang der B 34 und die Wiedereröffnung der Albtalstraße.

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Zum geplanten Kreis-Klinikum in Albbruck sagte er: „Nach der Schließung der Papierfabrik ist das für die Gemeinde eine tolle Fügung. Aber ein Kreisspital mit 400 Betten ist zu wenig. Die Zukunft gehört den großen Häusern, wie das gerade im Kreis Lörrach praktiziert wird.“ In der Diskussionsrunde forderte ein Bürger eine bessere ärztliche Versorgung: „Ich will hier ein Ärztehaus, macht Euch dafür stark!“ Weiter bedauerte er den Abbau von Arbeitsplätzen. „Wir waren einmal ein starker Industriestandort!“, heute setze die Gemeinde einseitig auf neue Wohngebiete.

Drei Kandidaten bewerben sich für einen Sitz im Kreistag: Franz Brüstle, Lothar Strittmatter und Norbert Hosemann (von links).
Drei Kandidaten bewerben sich für einen Sitz im Kreistag: Franz Brüstle, Lothar Strittmatter und Norbert Hosemann (von links). | Bild: Manfred Dinort

Auch Lothar Schlageter setzte sich dafür ein, mehr Gewerbegebiete auszuweisen. „Es ist aber sicherlich nicht möglich, in jedem Ort ein Ärztehaus zu realisieren.“ Die Gemeinde besitze im Seniorenwohnheim zwei Wohnungen, die als Arztpraxen genutzt werden könnten. Karl Haas wies auf die vielen Neubaugebiete und den Zuzug junger Familien hin. Schon jetzt würden viel zu viele Sportstunden ausfallen, da die Gemeindehalle nicht über die erforderlichen Kapazitäten verfüge.

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„Albbruck braucht unbedingt eine reine Sporthalle“, forderte Haas. Stefan Späth erinnerte daran, dass dafür schon seit Jahren ein großes Gelände beim Schwimmbad reserviert sei. Rosi Fehrenbacher klagte: „Die Kinder werden immer dicker, da ist es wichtig, dass in der Schule regelmäßig Sport getrieben wird.“ Dazu erklärte Gemeinderat Norbert Hosemann, dass gerade erst die Hallen in Birndorf und Unteralpfen saniert wurden und die Sanierung der Halle Schachen in Planung sei. „Da können wir nicht mit einer neuen Halle kommen.“ Zur Verkehrsmisere im Raum Waldshut sagte Franz Brüstle: „Wir brauchen eine gut ausgebaute B 34 mit Tunnel im Bereich Waldshut. Eine A 98 über den Berg zu führen, macht für mich keinen Sinn.“