In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat Albbruck dem aktualisierten Brandschutzbedarfsplan zugestimmt, der den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Schachen und die Anschaffung neuer Fahrzeuge vorsieht. Die Planung soll, so Bürgermeister Stefan Kaiser in der Sitzung, in den nächsten drei bis vier Jahren umgesetzt werden: „Bei der Feuerwehr Schachen besteht ein erheblicher Nachholbedarf“, betonte er.

Neues Gebäude und neues Gefährt

Die baulichen Anlagen, so wurde in der Arbeitsgruppe Feuerwehr festgestellt, seien längst nicht mehr bedarfsgerecht und auch das Löschfahrzeug vom Typ LF8, 41 Jahre alt, sei nicht mehr den heutigen Anforderungen gewachsen. Ursprünglich wurden Überlegungen angestellt, die Abteilungen Schachen und Albbruck am Standort des Feuerwehrhauses Albbruck zusammenzulegen, um die Kosten für ein neues Gerätehaus zu sparen.

Spezialisten stellen Bedarf fest

Im Februar 2015 wurde die Spezialfirma Forplan, die im Brandschutz und Rettungswesen tätig ist, beauftragt, den Brandschutzbedarfsplan der Gemeinde aus dem Jahr 2006 zu überarbeiten. Im April 2018 wurde eine „Arbeitsgruppe Feuerwehr“ mit Vertretern des Gemeinderats und der Feuerwehr gebildet, die unter dem Vorsitz von Bürgermeister Stefan Kaiser zweimal tagte.

Das könnte Sie auch interessieren

Aufgrund der Forplan-Analysen kam die Arbeitsgruppe zu dem Ergebnis, die Abteilung Schachen zu erhalten und dem Gemeinderat den Bau eines neuen Gerätehauses zu empfehlen, weil die vorgegebenen Hilfsfristen von maximal zehn Minuten sonst nicht gewährleistet werden könnten. Weiter wurde darauf hingewiesen, dass es voraussichtlich zu personellen Verlusten käme, wenn die Abteilung, die derzeit 18 Aktive zählt, nicht mehr im Ort stationiert wäre.

Hier, am südlichen Ortseingang von Schachen könnte das neue Gerätehaus der Feuerwehrabteilung Schachen entstehen.
Hier, am südlichen Ortseingang von Schachen könnte das neue Gerätehaus der Feuerwehrabteilung Schachen entstehen. | Bild: Dinort, Manfred

Als neuer Standort käme ein Grundstück am südlichen Ortseingang infrage. Der Besitzer habe bereits signalisiert, das erforderliche Gelände zur Verfügung stellen und verkaufen zu wollen. Bis Ende dieses Jahres sollte die Architektenplanung abgeschlossen sein, um zu Beginn des nächsten Jahres die Zuschussanträge stellen zu können. Baubeginn, so Stefan Kaiser, könnte 2020 sein, sofern die Zusage für die Zuschüsse rechtzeitig erfolge.

Das könnte Sie auch interessieren

In einem weiteren Punkt beschloss der Gemeinderat, die Entschädigungssätze für die ehrenamtlich Tätigen der Feuerwehr zu aktualisieren, „auch als Zeichen dafür, dass wir Ihren ehrenamtlichen Dienst wertschätzen“, sagte der Bürgermeister. So erhalten beispielsweise die Abteilungskommandanten, je nach Größe der Abteilung, eine Entschädigung, die zwischen 400 und 1000 Euro liegt. Auch die Stellvertreter erhalten erstmals eine Vergütung zwischen 100 und 200 Euro. Entschädigungen gibt es auch für den Jugendwart, den Kassierer, die Gerätewarte und den Leiter der Altersabteilung der Feuerwehr. Deutlich heraufgesetzt wurde auch die Vergütung für den Gesamtkommandanten. Die Satzungsänderung tritt rückwirkend zum 1. Januar 2018 in Kraft.