Seit weit mehr als einem Jahrzehnt gibt es den Verein Zukunft für Ritschow. Zahlreiche Projekte konnten in dieser Zeit bereits umgesetzt werden und immer wieder aufs Neue den Menschen geholfen werden, die noch heute unter den Folgen der Tschernobyl-Katastrophe leiden müssen. Wie in all den Jahren zuvor wird es auch in diesem Jahr wieder die Kindererholung geben. Von 14. Juli bis 10. August sollen Kinder im Alter zwischen neun und zwölf Jahren in der Region ihren Erholungsurlaub verbringen.

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Voraussetzung dafür ist jedoch, dass sich ausreichend Familien finden, die bereit sind, ein oder zwei Kinder für diese Zeit bei sich aufzunehmen, oder sich mit einer anderen Familie den zeitlichen Aufenthalt teilen. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, besuchen manche Gastkinder bis zu Beginn der hiesigen Sommerferien auch gerne den deutschen Schulunterricht, was vorher allerdings mit der Schule vor Ort abzuklären ist. Familien, die bereit sind, ein Kind aus Weißrussland für die Zeit der Erholung aufzunehmen, tragen wesentlich zur gesundheitlichen Stabilität der kleinen Gäste bei, ist der Verein überzeugt. Gleichzeitig wird mit dem Aufenthalt in der „gesunden Umgebung“ auch das Interesse an Sprachen und fremden Kulturen geweckt.

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Seitens des Vereins sind gemeinsame Veranstaltungen angedacht. In Planung ist ist das Familienfest, das wieder am letzten Sonntag vor der Abreise stattfindet und den Kontakt auch zwischen den gastgebenden Familien stärkt. „Die Kinder freuen sich schon heute auf den Aufenthalt und sind emsig dabei, auch Deutsch zu lernen“, stellte die Vereinsvorsitzende Hedi Müller bei ihrem jüngsten Besuch fest.

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Dabei konnte sie sich mit einigen Vorstandsmitgliedern des hiesigen Vereins über die Nachhaltigkeit der angestoßenen Projekte überzeugen. Vor allem die Situation im Kinderkrankenhaus in Shitkowitschi habe sich sicht- und spürbar verbessert, hatten Hedi Müller und die sie begleiteten Vereinsmitglieder festgestellt. Erfreulich entwickelt hat sich auch die Zahl der Stipendiaten. Seit Beginn des Projekts konnten 88 junge Menschen in praktischer Ausbildung oder Studium gefördert werden. Wichtig ist dabei vor allem auch der direkte Kontakt zwischen den Spendenempfängern und den Spendern. „Sie werden laufend über den Einsatz der von Mentorinnen verwalteten Spenden informiert und über die einzelnen Lernerfolge auch unterrichtet“, sagt die für die Ausbildungsförderung zuständige Projektleiterin Zita Müller-Mokinski.

Gastfamilien: Für den Aufenthalt der Kinder aus Weißrussland werden dringend weitere Familien gesucht. Kontakt mit Projektleiterin Lena Epple (schnellst möglich) unter Telefon 07742/978 01 30 oder 0162/883 74 45 sowie per E-Mail (epplelena@gmx.de).