„Wir haben spannende Jahre vor uns“, das sagte Bürgermeister Stefan Kaiser bei der Hauptversammlung des Abwasserzweckverbandes Vorderes Albtal, die im Albbrucker Rathaus stattfand. Er selbst wurde im Rahmen der Sitzung wieder einstimmig für weitere drei Jahre als Verbandsvorsitzender bestätigt.

Für Spannung werde der Spitalbau auf dem benachbarten Gewann Bannhag sorgen, so der Vorsitzende, das neue Wohngebiet auf dem gegenüberliegenden Areal der ehemaligen Papierfabrik und der Beschluss der Gemeinde Görwihl, künftig ihre gesamten Abwässer der Kläranlage Albbruck zuzuführen.

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Ein Mitarbeiter des Ingenieurbüros Weber, Pforzheim, das mit der Planung beauftragt wurde, stellte in der Sitzung die erforderlichen Anpassungs- und Ertüchtigungsmaßnahmen vor. Erste Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden, so wurden die beiden Tropfkörper zurückgebaut, um Platz für eine neues Betriebsgebäude zu schaffen.

Wegen der Hochspannungsleitungen, die das Gelände queren, muss das alte Betriebsgebäude aufgegeben werden. Durch den Bau des Klinikums stünden erhebliche Belastungssteigerungen und steigende Anforderungen bei der Abwasserbehandlung an. Aufgrund der Zuwächse stimmten die Verbandsmitglieder seinem Vorschlag zu, die Einwohnerwerte für die Anlage von bisher 13.500 auf 22.000 aufzustocken.

Das ist geplant

Um die Anlage für die neuen Anforderungen fit zu machen, sind unter anderem die folgenden Maßnahmen geplant: die Stabilisierung und Reduzierung des Klärschlammes, die Nutzung des Faulgases zur Stromerzeugung für den Eigenbedarf und der Einsatz modernster Techniken. Weitere Ziele seien die Verringerung der geruchsbildenden Stoffe, die Inaktivierung von Krankheitserregern und die Nutzung der Abwärme zur Beheizung des Betriebsgebäudes. Die Kosten bezifferte der Planer mit knapp 3,3 Millionen Euro, dem stünden jährliche Einsparungen bei den Betriebskosten gegenüber. Die Investitionen werden vom Land mit 20 Prozent gefördert.

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Zustimmung fand der Vorschlag des Verbandsvorsitzenden Stefan Kaiser, vor Beginn des nächsten Bauabschnittes ein weiteres Gutachten erstellen zu lassen, um auf dieser Basis die notwendigen Entscheidungen treffen zu können. Die Kosten bezifferte er mit 30.000 Euro. „Ich denke aber, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, sagte er.

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„Das Landratsamt Waldshut und das Regierungspräsidium Freiburg gehen diesen Weg mit, so dass ich davon ausgehen kann, dass wir auch die notwendigen Zuschüsse erhalten“. Auf die Frage nach eventuellen Geruchsbelästigung, vor allem in Hinblick auf das neue Kreiskrankenhaus und die benachbarten Wohngebiete, stellte der Planer klar: Geruchsbelästigungen wird es nicht geben, wenn wir die vorgeschlagenen Techniken und Maßnahmen, die sich schon vielerorts bewährt haben, zum Einsatz bringen.“