Mit einem vielseitigen Programm erlebten die Besucher beim Doppelkonzert im Birndorfer Bürgersaal abwechslungsreiche Unterhaltung. Dabei standen der Musikverein Oberlauchringen und der Musikverein Birndorf nicht in Konkurrenz zueinander, sondern boten gemeinsam eine Auswahl an anspruchsvollen und unterhaltsamen Stücken aus der Blasmusikliteratur.

Jahrelange Kontakte

Lang anhaltend sind die Kontakte zwischen beiden Vereinen. Diese waren einst zustande gekommen, als der heutige Ehrendirigent der Birndorfer Musiker, Wolfgang Weber, dort 30 Jahre den Ton angegeben hatte und in der gleichen Zeit 26 Jahre Dirigent der Oberlauchringer Musiker war.

So freuten sich seine früheren Kollegen, dass auch er unter den vielen Gästen war, die den ehemaligen Pfarrsaal restlos füllten. Vorsitzende Vanessa Mülleck dankte den Mitgliedern für das besondere Engagement beim Umbau des Probenlokals, sodass in optimalen räumlichen Verhältnissen die Konzertvorbereitung vonstatten gehen konnte.

1350 Arbeitsstunden waren geleistet worden und hatten dank der Unterstützung von Senior-Ortsbaumeister Walter Hausin und der örtlichen Handwerksbetriebe zum Ziel geführt.

Die Begeisterung der Akteure vom Musikverein Oberlauchringen für die Blasmusik war nicht nur bei Patricia Schmidt (rechts) spürbar, die mit ihrem Solo auf dem Vibraphon einen besonderen Akzent setzte.
Die Begeisterung der Akteure vom Musikverein Oberlauchringen für die Blasmusik war nicht nur bei Patricia Schmidt (rechts) spürbar, die mit ihrem Solo auf dem Vibraphon einen besonderen Akzent setzte. | Bild: Doris Dehmel

Erinnerungen an James Bond

Unter der Leitung von Dirigent Jürgen Röhrig eröffnete der Musikverein Oberlauchringen mit dem Stück „Sedona“ den Abend. Wechselweise dominierten die einzelnen Instrumentalisten in „Latin Pop Special“ ehe sich Augen und Ohren des Publikums in „A Tribute to Lionel“ auf Patricia Schmidt und ihr Solo am Vibraphon richteten. Nach dem Medley „Earth, Wind and Fire“ wurden „50 Jahre James Bond“ erlebbar ehe mit „Olypiada“ das Ausrufezeichen offiziell hinter den ersten Part gesetzt wurde.

Solo für 13 Trompeten

Besondere Akzente setzten die Gastgeber nach dem Konzertmarsch „Abel Tasmann“ und „Mystery Of Atlantis“ mit „Dreaming Trumpets“ und dem Solo für 13 Trompeten. Melanie Bächle bereicherte mit ihrer Stimme in „Band of Brothers“ die Leistungen des Musikvereins Birndorf. Als Gegenstück zu den Akteuren auf der Bühne hatten sich die zehn Posauen in „Lassus Trombone“ im Saal platziert und so einen besonderen Hingucker zelebriert.

Am Ende des offiziellen Teils hatte sich Dirigent Hansjörg Bollinger für „Eloise“ entschieden und so nach dem das sehr gelungene Doppelkonzert erneut viel Lob und Anerkennung erfahren, was, wie schon vom Musikverein Oberlauchringen, mit weiteren Zugaben honoriert wurde.