Die auf den heutigen Montag, 30. März, angesetzte Gemeinderatssitzung in Albbruck findet nicht statt. Denn auch das Albbrucker Rathaus muss sich den Zwängen fügen, die durch die Corona-Krise ausgelöst wurden und seine Terminpläne den neuen Gegebenheiten anpassen. „Die Sitzung am 27. April ist noch nicht abgesagt, muss aber Anfang April unter Berücksichtigung der aktuellen Lage bewertet und entschieden werden“, erklärte Hauptamtsleiter Ralf Kuhlmey auf Anfrage dieser Zeitung.

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„Solange keine zwingenden Gründe vorliegen, sehen wir auch kein Problem darin, Termine längere Zeit vor uns herzuschieben.“ Der Betrieb im Rathaus, so Kuhlmey, laufe ohnehin im Notfallmodus. Es wurde ein Krisenstab gebildet, der die Lage fortlaufend beobachtet, neu bewertet und entsprechende Schritte einleitet.

Bis auf Weiteres bleibt das Rathaus für den Publikumsverkehr geschlossen. Empfohlen wird, stattdessen über Telefon oder E-Mail mit den Mitarbeitern in Kontakt zu treten. So könnten bereits vereinbarte Termine ausgeführt und auch neue Termine vereinbart werden. „Es geht darum, soziale Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren“, so Ralf Kuhlmey. „Termine werden zwar nach Absprache vergeben, allerdings in sorgfältiger Abwägung des Sachverhalts.“ Aufschiebbare Angelegenheiten sollten in Anbetracht des Ziels, Kontakte zu vermeiden, auch tatsächlich aufgeschoben werden.

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Die Besuche von Alters- und Ehejubilaren sind eingestellt, und auch die Gemeindebücherei bleibt zu. Unvermeidlich war, dass mit der Schließung von Kindergärten und Schulen viele, vor allem berufstätige Eltern, vor große Herausforderungen gestellt wurden.

Bürgermeister Stefan Kaiser hatte angekündigt, Notgruppen einrichten zu wollen, um die Eltern zu entlasten. Aber er sagte auch: „Die Voraussetzungen sind im Einzelfall zu prüfen und werden streng gehandhabt.“ Inzwischen wurde je eine Notgruppe in der Schule Unteralpfen und im Kindergarten Alb eingerichtet. Nur wenige Kinder werden dort betreut. Ein paar wenige Anfragen auf Aufnahme in die Notbetreuung mussten wegen fehlendem Anspruch abgelehnt werden.

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Für die Gemeindeverwaltung haben die Aufrechterhaltung und die Funktionalität des Rathauses und die Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter hohe Priorität. Daher wurden die Hygiene-Standards im Hause erhöht, Desinfektionsmittel-Spender wurden beschafft und das persönliche Verhalten den Erfordernissen angepasst. Wo möglich, wird die Personaldichte verringert, etwa durch den Abbau von Überstunden oder Urlaub.

Auch in den Außenstellen der Gemeindeverwaltung, etwa am Bauhof und im Klärwerk, wird versucht, durch Personalreduzierung Kontakte zu vermeiden und die Handlungsfähigkeit aufrecht zu erhalten. Ralf Kuhlmey: „Mundschutz tragen wir jedoch nicht.“ Der Hauptamtsleiter betont, dass in Albbruck das Versammlungsverbot im öffentlichen Raum eingehalten werde. Und auch die Betriebe, die geschlossen bleiben müssen, würden sich daran halten.