Seit 40 Jahren gibt es in Albbruck „Kunst im Rathaus“. Viele Künstler hatten in dieser Zeit hier ihre Werke präsentiert und unzählige Besucher kamen bei den verschiedenen Ausstellung schon während der Eröffnung mit den Künstlern in Kontakt. Ganz anders war dies bei der Vernissage zur 61. Ausstellung.

Erklang bislang eher klassische Musik zur Einstimmung, so entwickelte sich durch den Auftritt der Band "Roaring Tomtits" eine andere Atmosphäre. Die drei Musiker und ihre Sängerin machten den Abend mit ihrer Musik zu etwas Besonderem. Neu war auch, dass die Kunstschaffende nicht anwesend war und noch bemerkenswerter, dass sie auf eigene Einnahmen verzichtet und so mit den Erlös aus dem Verkauf ihrer Bilder ein Schulprojekt in Indien unterstützt werden kann.

Ungewöhnlicher Verlauf des Abends

Ähnlich wie die Anstrengungen der IG Eine Welt-Gruppe oder dem Engagement junger Leute in Tansania oder Uganda Hilfsdienste zu leisten oder die Menschen in Belarus zu unterstützen, sei diese Ausstellung ein weiteres Projekt als Zeichen für das Engagement vieler Menschen, so Bürgermeister Stefan Kaiser bei der Eröffnung der Ausstellung. Anders war auch der weitere Verlauf des Abends.

Viele Gespräche mit der Künstlerin

Organisatorin Elke Rienecker ging weniger auf die Kunstwerke ein, als vielmehr auf die Begegnung mit der Malerin Sathyadeppa, einer 39-jährigen gestandenen Frau und auf all die Menschen, die hier dazu beigetragen hatte, dass es überhaupt zur Ausstellung kommen konnte. „Es ist kein Zufall, dass die Ausstellungseröffnung am Weltfrauentag stattfinden konnte“, versicherte Elke Rienecker. Sie möchte mit ihrem Engagement die Künstlerin motivieren ihre Talente weiter auszuleben und gleichzeitig in Anbetracht der Umstände in Indien sich weiter sozial zu Engagieren.

„Mit jedem verkauften Bild können wir die Lerninitiative für Kinder unterschiedlichster Herkunft und geistiger und körperlicher Voraussetzungen unterstützen“, versicherte Elke Rienecker, die selbst davon überzeugt ist, dass es auch in einem Land wie Indien möglich sein muss zumindest aus kleinen Anfängen und Privatinitiativen heraus ein System für kreatives Lernen und den liebevollen Umgang untereinander zu schaffen.

Die Ausstellung: Die Werke der Malerin Sathyadeppa ist in den kommenden drei Wochen während der üblichen Öffnungszeiten des Albbrucker Rathauses zu sehen.