Wenn Elias Binkert am Freitag um 19.30 im Birndorfer Bürgersaal über seinen dreimonatigen Arbeitseinsatz im „Lebenshaus“ in der Region Kyato in Uganda einen Vortrag hält, dann gehen seine Gedanken vor allem zurück an die Bewohner dieser Einrichtung und an alle, die sich um deren Wohl bemühen. „Ich hatte mich schnell eingelebt und reiche Erfahrungen im Kontakt mit den dortigen Menschen und deren Lebensumständen gemacht“, versicherte Elias Binkert.

Weg der kleinen Schritte

Wenn der „ehrenamtliche Entwicklungshelfer“ über seinen Aufenthalt erzählt, dann wird seine Begeisterung spürbar, sich zu engagieren und auch auf dem Weg der kleinen Schritte etwas Positives zu bewirken. „Ich konnte alle meine Vorhaben umsetzen und denke, dass die dortigen Menschen, die auf alle ehrenamtlichen Helfer immer neue Hoffnungen setzen, von mir nicht enttäuscht waren.“ Froh ist Elias Binkert, dass er ohne Folgeschäden die Malaria nach wenigen Tagen überstanden hat. Kurz vor Weihnachten ist der junge Birndorfer wieder gesund in die Heimat zurück gekehrt.

Trinkwasserversorgung als Schwerpunkt

Schwerpunkte bei dem jüngsten Hilfseinsatz waren die Trinkwasserversorgung, die Verbesserung des Bewässerungs-Systems und vor allem der Anschluss an die öffentliche Wasserleitung. Vielfach sei Spontanität und Improvisationsgabe die richtige Lösung für Probleme. Dank der Spenden konnte Elias Binkert die Verhältnisse im Lebenshaus und darüber hinaus verbessern. Mit seinem handwerklichen Geschick und einem Teil der mitgebrachten Spenden entwickelte der engagierte Birndorfer ein Stecksystem für Stockbetten. Mit ihm ist es möglich, dass selbst in der kleinsten Unterkunft“ Kinder eine Schlafstätte finden können.

Dank der mitgebrachten Spenden war es Elias Binkert möglich nach dem selbst entwickelten System Betten für die Kinder zu bauen. Bilder: privat
Dank der mitgebrachten Spenden war es Elias Binkert möglich nach dem selbst entwickelten System Betten für die Kinder zu bauen. | Bild: privat

„Wenn es passt, werde ich den Aufenthalt im Lebenshaus nochmals wiederholen“, ist sich Elias Binkert sicher, der ab Februar in einem Birndorfer Unternehmen als Techniker eine Arbeitsstelle antreten wird. Er, der nebenberuflich als Fachkraft für Landwirtschaft tätig ist, musste während seines Einsatzes in Uganda rasch feststellen, dass bei entsprechender Bewirtschaftung auch höhere Erträge zu erreichen wären.

Aber Fachkenntnisse zu vermitteln, sei ein sehr schwieriges Unterfangen. „Die Einheimischen vertreten einfach den Standpunkt, Heute ist Heute und Morgen ist Morgen“, so die Erfahrung des 24-Jährigen aus Birndorf. „Diese Menschen leben aus der momentanen Fülle. Lebens- und Futtermittel zu konservieren, ist den Einheimischen völlig fremd.“ Dies sei mit ein Grund, dass während der langen Trockenheitszeiten und Dürreperioden die Versorgungslage in dem Land katastrophal ist.