Die Projektleitung für die Ortskernsanierung hatte Roland Hecker vom Freiburger Planungsbüro KE (Kommunale Entwicklung), der in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats persönlich anwesend war, um Bilanz zu ziehen. Er erinnerte an die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die mit der Schaffung eines neuen Ortskernes im Kernort Albbruck begann.

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Dazu gehörten der Bau des neuen Rathausplatzes, die Fußgängerbrücke zum Bahnhofsareal, der Ausbau und die Neugestaltung der Schulstraße und der Eisenbahnstraße und die Sanierung und der behindertengerechte Ausbau des Rathauses. Auch das Bahnhofsareal mit dem neuen Seniorenwohnheim wurde neu gestaltet. Dass auch in Unteralpfen, einem ländlichen Ortsteil, eine städtebauliche Erneuerung genehmigt und bezuschusst wurde, bezeichnete Hecker als großen Erfolg.

Städtebauliche Erneuerung

Schon 2009 wurden seitens der Gemeinde erste Überlegungen angestellt, den Bereich Unteralpfen West mit seiner zentralen Infrastruktur, Mehrzweckhalle, Kindergarten und Feuerwehr sowie die anliegenden Straßenbereiche in ein Programm der städtebaulichen Erneuerung aufzunehmen. Dann wurden die Anträge zur Aufnahme in das Landessanierungsprogramm (LSP) gestellt, und im März 2011 erfolgte die Zusage des Regierungspräsidiums Freiburg.

Dem damaligen Antrag lagen zuwendungsfähige Kosten in Höhe von 1,4 Millionen Euro zugrunde. Aufgrund des erforderlichen Investitionsaufwandes, dazu gehörte die Sanierung und Erweiterung der Mehrzweckhalle, der Ausbau des Außenbereiches mit neuen Parkplätzen und die Neugestaltung der Straßenbereiche, wurden in den Folgejahren weitere Zuschussanträge gestellt, so dass insgesamt 1,05 Millionen Euro an Landesbeihilfen gewährt wurden. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 1,8 Millionen Euro.

Umsetzung folgender Maßnahmen

Im Einzelnen wurden die folgenden Maßnahmen umgesetzt: Modernisierung der Mehrzweckhalle, Stärkung und Sicherung der örtlichen Infrastruktur, energetische Sanierung von Wohngebäuden, die Schließung von Wohnbaulücken und die Erneuerung der Straßenräume. Fördermittel gab es auch für private Investitionen, etwa für Sanierungsmaßnahmen an Gebäuden. Insgesamt wurden in dieser Zeit einige Baulücken geschlossen und vier Neubaumaßnahmen realisiert, so dass auch nach außen hin ein homogenes Ortsbild entstand. Im gleichen Zuge wurden Straßenabschnitte in den Bereichen Tröndlinweg, Auf der Fluhe und Görwihler Weg ausgebaut.

Im Zuge der Ortskernsanierung „Unteralpfen West“ wurden auch die anliegenden Straßenbereiche nue gestaltet. Im Bild der Tröndlinweg im Bereich der Leiterbachhalle.
Im Zuge der Ortskernsanierung „Unteralpfen West“ wurden auch die anliegenden Straßenbereiche nue gestaltet. Im Bild der Tröndlinweg im Bereich der Leiterbachhalle. | Bild: Manfred Dinort

Außerdem wurde die Straßenbeleuchtung erneuert und mit LED Lampen ausgerüstet. „Das Endergebnis kann sich sehen lassen“, so bilanzierte auch Bürgermeister Stefan Kaiser, „mit den durchgeführten Maßnahmen hat der Ortsbereich Unteralpfen West eine deutliche Aufwertung erfahren“.