Die Albbrucker Gemeindefläche ist in fünf Jagdbögen aufgeteilt: Albbruck-Schachen, Buch, Birkingen, Birndorf und Unteralpfen. Jetzt erneuerte der Gemeinderat die Vereinbarungen mit den Jagdpächtern für weitere drei Jahre. Wichtigstes Ziel ist, den Wildbestand so zu gestalten, dass sich die Verbiss-Schäden für die Land- und Forstwirtschaft in zumutbaren Grenzen halten.

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Ein wichtiges Indiz in der Rehwildbejagung ist der Wildverbiss bei jungen Bäumen, der bei den jährlich durchgeführten Rundgang mit dem Revierförster ins Visier genommen wird. Das heißt, dass durch eine gezielte Bejagung die Voraussetzungen geschaffen werden müssen, dass sich die Hauptbaumarten ohne besondere Schutzmaßnahmen natürlich verjüngen können. Der Einzelschutz soll bei besonders verbissgefährdeten Baumarten, wie etwa Eiche und Tanne, eher die Ausnahme bleiben, so Revierförster Wolfgang Walz.

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"Wenn ein verstärkter Verbiss festgestellt wird, dann gehen wir raus und schauen uns das an", erklärte Wolfgang Walz. "Muss dann die Abschussrate erhöht werden?" wollte Gitta Wehrle-Maier wissen. "Das muss vor Ort entschieden werden", so Walz. Daneben können zusätzliche Maßnahmen vereinbart werden, um eine ungestörte waldbauliche Entwicklung zu ermöglichen. Falls es trotzdem zu starken Verbissschäden bei den Hauptbaumarten kommen sollte, so der Hinweis in der Vereinbarung, können finanzielle Entschädigungen fällig werden. Die Bejagung soll vor allem im Herbst und zu Beginn des Winters intensiv erfolgen, damit frühzeitig ein hohes Abschussniveau erreicht wird und mit Beginn des neuen Jahres der Jagddruck erheblich minimiert werden kann. Grundsätzlich gilt: Auf eine zahlenmäßige Vorgabe zur Rehwildbejagung wird weiterhin verzichtet.

Sorge um Schwarzwildbestände

Besondere Sorge bereiten die hohen Schwarzwildbestände. Um die Problematik in den Griff zu bekommen, sei eine gute Zusammenarbeit mit Landwirten und Waldbesitzern eine Grundbedingung, zumal eine Bestandregulierung nur revierübergreifend erfolgen kann. Aufgrund des hohen Reproduktionspotenzials der Schwarzkittel darf auch in Jahren mit geringem Bestand, so heißt es in der Vereinbarung, mit der Bejagungsintensität nicht nachgelassen werden. Der zunehmende Anbau von Mais habe außerdem dazu geführt, dass sich die Schwarzwildbestände weiter vermehrt hätten.