Der Verein "Zukunft für Ritschow" versucht seit Jahren mit aller Kraft und mit verschiedenen Aktionen, die Verhältnisse für arme und unterstützungswürdige Familien in Ritschow und Umgebung zu verbessern. Auch künftig soll der Erholungsaufenthalt der Kinder aus dem von der Tschernobyl-Katastrophe heimgesuchten Gebiet möglich sein.

Dafür braucht es aber weiterhin Familien, die in diesem Jahr vom 16. Juli bis zum 12. August bereit sind, ein oder zwei Jungen oder Mädchen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren oder deren Betreuer bei sich aufzunehmen. Außer der Aufnahme in den Familien entsteht kein finanzieller Aufwand. In dieser Zeit werden auch Gemeinschaftsaktionen angeboten. Wie sich in der Vergangenheit gezeigt hat, profitieren die Kinder gesundheitlich und mental von diesem Aufenthalt. Sie lernen dabei eine andere Kultur und andere Lebensweisen kennen, die sich dann daheim vor allem auch auf den schulischen Alltag und die damit verbundenen Leistungen auswirke, wie die belarussischen Lehrer mehrfach berichteten.

Vor allem aber auch vor Ort schaffen die Vereinsvorsitzende Hedi Müller und ihr Team an engagierten Helfern immer wieder Verbesserungen wie sie bei uns zum gewöhnlichen Alltag gehören. Ohne den "Verein für Ritschow" wären die Verhältnisse in der dortigen Dorfschule mit der heutigen Situation nicht zu vergleichen.

Neben der dringend notwendigen Hilfe für das dortige Krankenhaus ist auch die Unterstützung des Gymnasiums im benachbarten Shitkowitschi eine große Zukunftsaufgabe, für deren Lösung sich vor allem auf dem Weg für die Mittelbeschaffung aus deutscher Entwicklungshilfe und hierfür gedachten Geldtöpfen die stellvertretende Vereinsvorsitzende Elena Denisova-Schmidt stark macht.

Von ihren regelmäßigen und aus eigenen Mitteln finanzierten Aufenthalten in Ritschow und Umgebung kennt Hedi Müller die Situation der Menschen in Weißrussland. Deren Leben habe sich in all den Jahren durch die hohe Teuerungsrate und desolate Wirtschaft immer stärker verschlechtert. Viele Familien könnten kaum den täglichen Bedarf decken und schon gar nicht auf gesunde Ernährung achten. Vielfach fehlten auch die Möglichkeiten ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Vereinsvorsitzende hofft, dass es auch in diesem Jahr möglich sein wird, die Aufenthalte in den Familien zu ermöglichen.

Kontakte: Wer Interesse an einer Unterbringung hat, meldet sich bei Hedi Müller, Kehlweg 6a, 79774 Albbruck-Birndorf, Telefonnummern: 07753/923 00 (privat) oder 07741/967 61 70 (geschäftlich), oder per E-Mail (hedi.mueller@ritschow.de).