Bedenken wurden in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Albbruck beim Tagespunkt acht geäußert, dem „Beteiligungsverfahren zur Fortschreibung des Teilregionalplans Oberflächennahe Rohstoffe für die Region Hochrhein-Bodensee“. Ziel ist, auch längerfristig eine Rohstoffsicherung zu gewährleisten.

Der Planentwurf wurde in einer Versammlung des Regionalverbands Hochrhein-Bodensee am 6. November beraten. Gleichzeitig wurde die Durchführung eines Beteiligungsverfahrens für die betroffenen Gemeinden beschlossen, verbunden mit der Aufforderung, bis zum 4. März eine Stellungnahme abzugeben. Auch die Gemeinde Albbruck ist betroffen, da es um die Erweiterung der beiden Steinbrüche im Albtal geht, die unter „Tiefensteiner Granitwerke GmbH“ geführt werden.

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Bürgermeister Stefan Kaiser befürwortete die Planung mit der Begründung, dass es sich um eine langfristige Rohstoffsicherung für die Region handle. Das sahen aber einige Gemeinderäte anders. So bezeichnete Helga Dietenberger (SPD) die Planung als „Ausverkauf unserer schönen Natur“. Parteikollege Rolf Rüttnauer merkte an, dass die erforderlichen Sprengungen sich möglicherweise auf die Stabilität in den Hangbereichen entlang der Albtalstraße auswirken könnten.

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Lothar Schlageter (Freie Wähler) verwies auf die Größe der Flächen, die in der Planung neu ausgewiesen wurden. Auch Reiner Brutsche (Die Grünen) beklagte den Eingriff in die Natur. „Wir haben doch schon einen Steinbruch, wozu brauchen wir noch einen zweiten?“, fragte er. Claus Schlachter (CDU) beschwichtigte: „Wir sind ganz am Anfang des Verfahrens.“ Jedenfalls sei es aus seiner Sicht positiv, „dass wir diesen hochwertigen Granit vor Ort haben und von den kurzen Wegen profitieren“. Bei zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen stimmte der Gemeinderat der Fortschreibung des Regionalplans zu.

Die Steinbrüche im Albtal, die „Tiefensteiner Granitwerke GmbH“, werden von der Weber-Bau GmbH Laufenburg genutzt. Aktuell betrieben wird nur der erste Steinbruch im Bereich Tiefenstein auf der westlichen Talseite, gegenüber der gesperrten Albtalstrecke. Ein zweiter Steinbruch liegt etwa zwei Kilometer weiter nördlich auf der östlichen Talseite. Hier ruht der Betrieb. Das könnte sich ändern, wenn es zum Weiterbau der A 98 oder zum Ausbau der Bahntrasse käme.