Das Albbrucker Kirchenkonzert ist der jährlich wiederkehrende Höhepunkt des Blasorchesters Albbruck. Für Pfarrer Klaus Fietz sei es das Kirchenkonzert immer wieder ein besonderes Geschenk am dritten Adventssonntag, das ein schöner Akzent vor Weihnachten sei.

Im 160. Jahr des Bestehens bot das Blasorchester Albbruck den Besuchern in der voll besetzten St.-Josef-Kirche ein besonders eindrucksvolles musikalisches Erlebnis. Für viele Musikfreunde gehört das seit über 40 Jahren immer wiederkehrende Kirchenkonzert zur Einstimmung auf die kommenden Festtage, aber auch, um innezuhalten und den Blick auf andere zu richten, denen solch entspannende Momente wegen großer Beschwernisse vorenthalten sind.

Wie recht hatte doch Bürgermeister Stefan Kaiser, als er neben den schönen Tagen auch an schwierige Situationen in der 160-jährigen Vereinsgeschichte erinnert und bewusst machte, dass nur in gemeinsamer Hoffnung und mit viel Anstrengung Friede in Zukunft erreicht werden könne. Optimistisch könne das Blasorchester dank der großen Anzahl an jungen Vereinsmitgliedern, engagierten Vorständen und ausgezeichneten Dirigenten in die Zukunft blicken, so Kaiser.

Den Komponisten, die um das Gründungsjahr des Albbrucker Blasorchesters gelebt hatten, war das Programm gewidmet, durch das Irene Hofmann geführt hatte. Grandios war die Leistung, die von den Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Dirigent Thomas Zumsteg erbracht wurde. Schon der voluminöse Auftakt mit dem „Einzugsmarsch“ aus Schwanensee ließ den weiteren Konzertverlauf erahnen.

„Teuflisch schwer und teuflisch schnell“ empfanden die Musiker das aus der Feder von J. Hellmesberger stammende „Danse Diabolique“, dessen Wiedergabe beim Konzertpublikum tiefen Eindruck hinterließ.

Orientalisches im Gotteshaus

Marschähnliche Musik und orientalische Klänge erfüllten das Gotteshaus in „Orient et Occident“ und nach „Panis Angelicus“ einem geistlichen Werk wurde mit „Nabucco“ der offizielle Schlusspunkt hinter das großartige Konzert gesetzt. Bis dahin erklang zwischen den einzelnen Kompositionen der „Slawische Tanz“ op. 46 Nr. 4, 6 und 7.

Alle zusätzliche Mühe für Dirigent und Orchester hatte sich in der bewiesenen Höchstleistung gelohnt und im gegenseitigen wie auch im stehenden Applaus des Publikums ausgedrückt. Nach den geforderten Zugaben und dem traditionellen „Stille Nacht“ verabschiedete sich das Blasorchester Albbruck in seinem Jubiläumsjahr.