Wenn am Wochenende eine größere Besuchergruppe aus Albbruck in Carmignano di Brenta weilt, dann wird man gemeinsam sich der Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde vor 60 Jahren erinnern. Vieles hat sich seit damals verändert, geblieben ist aber der Rhythmus der Jubiläumsfeierlichkeiten der im Jahr 2020 exakt sechs Jahrzehnten nach der Jumelage in Albbruck eine Neuauflage des partnerschaftlichen Versprechens vorsieht.

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Wenn die sich die Albbrucker mit dem Bus auf den Weg nach Carmignano di Brenta machen, dann sind neben Bürgermeister Stefan Kaiser und Mitgliedern des Freundeskreises Albbruck-Carmignano di Brenta auch Gäste mit dabei, deren Kontakte zu den italienischen Freunden die Partnerschaft bis heute aufrecht erhalten haben. Dann wird es auch zu Begegnungen kommen, die vor vielen Jahren ihren Anfang in Albbruck nahmen.

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In einer Zeit in der in Italien die wirtschaftlichen Verhältnisse nicht gerade rosig waren, fanden Männer wie Frauen in der Albbrucker Papierfabrik teilweise über viele Jahre hinweg einen Arbeitsplatz. Damals war das Wort „Integration“ längst nicht in aller Munde. Praktiziert wurde diese aber vor allem im Fußballverein.

Junge Italiener fühlten sich in den Mannschaften des SV Albbruck recht wohl. Spätere Gegenbesuche in Italien ließen wie letztmals vor zwei Jahren im „Stadion“ von Carmignano di Brenta echte Länderspielatmosphäre aufkommen.

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Viele Jahre wurden auch zwischen dem Blasorchester Albbruck und dem „Coro Gam“ enge Kontakte gepflegt. Waren die Italiener von der deutschen Blasmusik begeistert, so beeindruckte der Chor der Bergfreunde bei seinen Auftritten in Albbruck das Publikum. Beeinflusst von dem Wechsel der Jugendlichen auf weiterführende Schulen außerhalb der beiden Gemeinden litt das Interesse an einem lebendigen Schüleraustausch immer mehr, was eine Begegnung der Jugend untereinander sehr erschwerte.

Dafür sorgten die italienischen Freunde mit ihrer alljährlichen Teilnahme am Albbrucker Dorffest für eine neue Tradition. Hier wurden auch die Kontakte mit den heutigen Fußballern geknüpft und der Besuch italienischer Gruppen am diesjährigen Albbrucker Narrentreffen ausgemacht.

Alle, die jetzt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten mitfahren, erwartet ein abwechslungsreiches Programm, dass bald nach der Ankunft seinen Lauf nimmt und bis zum Abschied von den Gastfamilien am Sonntag auch der Besuch historischer Stätten vorsieht.