Die Abfahrt Hauenstein und die A 98 waren Themen der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Am 31. Januar will sich Bürgermeister Stefan Kaiser, zusammen mit anderen Amtskollegen und Politikern, auf den Weg nach Stuttgart machen, um mit Verkehrsminister Winfried Hermann zu verhandeln und Klarheit darüber schaffen, ob die Landesregierung die Entschärfung der Abfahrt Hauenstein noch vorrangig behandeln will.

Das Treffen, eine Initiative des Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger (SPD), Lörrach, wird im Foyer des Landtags stattfinden. Eingeladen sind die beiden Bürgermeister Ulrich Krieger aus Laufenburg und Stefan Kaiser aus Albbruck, der Albbrucker Gemeinderat und Petent Lothar Schlageter, Landrat Martin Kistler, Regionalverbandsdirektor Karl Heinz Hoffmann-Bohner, Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller (CDU) und Stickelberger selbst.

Von Priorität keine Rede mehr

"Die Abfahrt Hauenstein beschäftigt uns seit Jahren", so Stefan Kaiser im Gemeinderat, "und immer wieder wurde uns versprochen, das Projekt vorzuziehen, unabhängig vom Planungsverlauf der A 98". Jetzt, seit die Deges die Federführung übernommen habe, sei keine Rede mehr davon. "Neu ist", so Stefan Kaiser, "dass die Abschnitte 8 und 9 der A 98, zwischen Hauenstein und Waldshut, in einem Zug realisiert werden sollen", aber von einer Priorität der Abfahrt Hauenstein sei keine Rede mehr. Trotzdem habe er den Eindruck, die Planung komme in Fahrt, "ich hoffe, dass wir irgendwann einen verlässlichen Zeitplan bekommen." Im Übrigen sei er froh, dass die Planung in den Händen der Deges liege, "denn eigentlich kann es nur noch besser werden."

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2015 wurden im Rahmen zweier Info-Veranstaltungen mögliche Varianten vorgestellt, "aber seitdem ist nichts mehr gegangen", klagte Kaiser. Als positives Signal wertete er, dass die Abschnitte 8 und 9 gleichzeitig mit dem Abschnitt 6 geplant werden sollen, "ich hoffe, dass wir dann eine große Lösung hinbekommen, auch wenn das zu Lasten der Abfahrt Hauenstein geht". Stellung bezog auch Lothar Schlageter, der sich ebenfalls seit Jahren in der Sache engagiert. "Es braucht alles seine Zeit, das muss man einfach realistisch sehen", sagte er. Andrerseits sei von den Vertretern des Verkehrsministeriums immer wieder bekräftigt worden, die Abfahrt Hauenstein vorrangig zu behandeln. Jetzt, so sein Eindruck, käme die Option ins Spiel, gar nichts zu machen, "das wäre dann wohl der Supergau, wenn man die A 98 baut und die Abfahrt Hauenstein zumacht." Er habe inzwischen den Verdacht, dass die ursprünglichen Beschlüsse zur Abfahrt Hauenstein gar nicht an die Deges übermittelt wurde, "nur so kann ich mir erklären, dass das Thema von der Planungsgesellschaft noch nicht aufgegriffen wurde".

Schlageter: "Ich hoffe, dass wir in Stuttgart darauf eine Antwort bekommen". Seinen Ärger über die "endlosen Verzögerungen und Hinhaltetaktik" äußerte der ehemalige Gemeinderat Manfred Ebner in der Bürgerfragestunde. "Sind wir denn Menschen zweiter Klasse? Was im Bereich Murg möglich gewesen ist, muss doch auch bei uns möglich sein. Wie lange müssen wir uns eigentlich noch an der Nase herumführen lassen?"