Die Runde der Nominierungsversammlungen für die Kommunalwahlen der Gemeinde Albbruck eröffneten die Freien Wähler, die sich im Gasthaus "Kranz" in Schachen trafen. Vorsitzender Lothar Schlageter freute sich, 20 Kandidaten begrüßen zu können, sieben weitere hatten sich entschuldigt. Schlageter: "Um gute Kommunalpolitik umzusetzen, braucht es keine landes- oder bundesweiten Kompetenzen." Im Gemeinderat Albbruck sind die Freien Wähler mit sechs Sitzen vertreten.

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Bei der Auswahl der Kandidaten sei es gelungen, einen Querschnitt durch alle Altersklassen und Berufe zu erhalten. Man sei auch bemüht gewesen, junge Leute mit ins Boot zu bekommen, "damit wir uns erneuern und regenerieren können", so Schlageter. Demokratie funktioniere nicht ohne Ehrenamt und persönliches Engagement.

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In der Vorstellungsrunde sagte Hubert Fehrenbacher aus Unteralpfen: "Bisher war ich politisch noch nicht engagiert. Jetzt will ich es doch einmal versuchen, ob ich mit meiner Kandidatur etwas mitgestalten kann." Hans-Jürgen Sill wohnt erst seit 2016 in Albbruck. Trotzdem hat er sich bereits engagiert: Er ist Vorsitzender des Fördervereins für das Schwimmbad Albbruck. Katja Holwegler aus Albbruck erklärte: "Ich bin neugierig, ob ich da was bewegen kann."

"Es ist noch viel Luft nach oben"

Stefan Späth, Sprecher der Bürgerinitiative Kiesenbach, besucht regelmäßig die Sitzungen des Gemeinderates. Dabei sei sein Eindruck gewesen, "da ist noch viel Luft nach ob drin". Gemeinderat Helmut Pfeiffer sagte, er habe sich schon immer für kommunalpolitische Themen interessiert, er wäre gerne nochmals dabei. Hubert Rossa aus Unteralpfen erklärte: "Ich finde es wichtig, dass es eine partei- und politikunabhängige Gruppierung gibt." Franz Brüstle aus Schachen war bereits zwei Mal im Gemeinderat. Jetzt, nach zehnjähriger Pause, freue er sich darauf, vielleicht wieder eine aktive Rolle in der Kommunalpolitik übernehmen zu können.

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Das Wahlprogramm der Freien Wähler

  • Arbeit und Umwelt: Förderung zukunftsorientierter und umweltfreundlicher Betriebe und die Schaffung nachhaltiger Arbeitsplätze, Förderung kleiner Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, Stärkung und Erhalt der heimischen Landschaft, Ausbau des Albsteigs auf der historischen Kanaltrasse, Bau eines ausreichend groß konzipierten Zentralkrankenhauses
  • Infrastruktur: vorgezogener Bau der Abfahrt Hauenstein mittels Tunnellösung, Bau einer leistungsfähigen Ost-West-Verbindung im Abschnitt Hauenstein-Tiengen, Erhöhung der Verkehrssicherheit in den vom Durchgangsverkehr betroffenen Dörfern und Wohngebieten, Lärmschutzmaßnahmen entlang der B 34, Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Barrierefreiheit, Breitbandausbau
  • Wohnen und Leben: Weiterentwicklung der Albbrucker Schule und Erhalt der Grundschule Buch, Erhalt der Kindergärten in den Bergdörfern, Schaffung von preisgünstigen und familienfreundlichen Wohnraum, Förderung der soazialen Einrichtungen in der Gemeinde, keine weiteren Atomkraftwerke und kein Schweizer Endlager in Grenznähe.