Wir zeigen der Angst unsere Gesichter

Schweißgebadet, laut kreischend oder stumm vor Angst. Ja, wir haben Angst. Und trotzdem legen wir uns eine Schlange um den Hals, kriechen in einer dunklen Höhle herum oder gehen zur Blutspende. Begleiten Sie uns bei unserem Kampf gegen die Angst.
Wiebke Wetschera

Lieber Leser,

das Thema Angst liegt eigentlich auf der Hand. Angst kennt jeder von uns, sie ist ein ständiger Begleiter. Sie ist auf dem Heimweg im Dunkeln dabei, sie sitzt auf dem Flug in den Urlaub neben uns oder wenn wir an unseren eigenen Tod denken.

Die Angst ist da, doch den Reiz bietet die Konfrontation. Deshalb haben wir Volontäre beim SÜDKURIER uns unseren Ängsten gestellt, sind Achterbahn gefahren und haben uns dabei die Seele aus dem Leib geschrien, in einem Ultraleichtflugzeug geschwitzt und uns im Schlaflabor verkabeln lassen. Es hat uns eine ordentliche Portion Überwindung gekostet, unseren Ängsten direkt ins Auge zu sehen. Aber es ist möglich.

Angst hat viele Facetten, hat viele Gesichter - die Geschichten des Voloprojekts "Gesichter der Angst" sind unsere. Wir wissen, dass wir mit unseren Ängsten nicht allein sind. Vielleicht haben Sie auch Angst vor dunklen Seen, vielleicht ist es Ihr Nachbar, Ihre Cousine oder Ihre beste Freundin. Mit unseren Texten sollen Sie, lieber Leser, Ihrer eigenen Angst ein Stückchen näher kommen. Trauen Sie sich?

Ihre Wiebke Wetschera, Leiterin des Voloprojekts