Erster Weltkrieg

Geschichte Als Deutschland seine Luftschiffe an die Sieger abgeben musste: Zeppelin LZ 126 fährt vom Bodensee nach Amerika – und wird zum Star
Im Ersten Weltkrieg hatten sie bei Bombenangriffen Angst und Schrecken verbreitet – die Luftschiffe des Grafen Zeppelin. Deutschland, der Kriegsverlierer, musste diese Riesen einigen Siegerstaaten als Reparationsleistung überlassen. Aber LZ 126 wurde neu gebaut. Er wurde als "Amerikaluftschiff" gefeiert und trug zur späteren deutsch-amerikanischen Partnerschaft bei. Der Zeppelin machte Politik
Er sollte Furore machen: LZ 126 im Jahr 1924 auf dem Flugfeld in Friedrichshafen-Löwental vor seiner Fahrt über den Atlantik. Als Reparationsleistung und "Amerikaluftschiff" wurde er zum bisher erfolgreichsten amerikanischen Luftschiff.
Panorama Jetzt tönt wieder die Musik: Wie die Schwarzwälder Phonoindustrie in St. Georgen nach dem Krieg von Rüstung auf Unterhaltung umschaltete
Im Ersten Weltkrieg produzierten auch kleine Firmen in Südbaden fürs Militär. Dazu gehörten die Phono-Betriebe "Perpetuum" und die spätere Firma Dual in St. Georgen, deren Spezialität eigentlich Musik war
Sie bauen das Herz des Grammophons: Beschäftigte von Perpetuum in St. Georgen Anfang der 20er-Jahre zwischen den Federlaufwerken, die den Plattenteller antreiben.
Geschichte Revolution zwischen Herd und Heuernte: Vor hundert Jahren wurde das Frauenwahlrecht eingeführt
Der verlorene Krieg veränderte Deutschland. Frauen erhielten das Wahlrecht. Das war der Auftakt für die Emanzipation, in deren Zeichen das noch neue Jahrhundert stand.
Während des Ersten Weltkriegs sprangen viele Frauen für die Männer ein, die an der Front waren. Auch diese Arbeiterinnen der Firma Fahr in Stockach 1917.
Geschichte Frauen zwischen Bauernhof und Großfabrik. Wie der Erste Weltkrieg in Südbaden den Arbeitsalltag veränderte
Der Erste Weltkrieg wurde nicht nur an der Front, sondern auch in der Heimat ausgefochten. Dort standen Frauen ihren Mann – und übernahmen in Fabriken und auf den Höfen die Aufgaben von Männern. Auch im Hegau und am Bodensee, wo für die Rüstung produziert wurde.
Alle Stühle besetzt in der Kantine von Maggi in Singen. Das Bild entstand in den frühen 20er-Jahren. Die Herstellung von Suppen-, Soßen- und Fleischbrühwürfeln, die bei Maggi zwischen 1900 und 1908 eingeführt wurde, war personalintensiv. Mehrere hundert Frauen verdienten hier ihr Geld.
Geschichte Hunderttausende Kriegsversehrte kamen aus dem Weltkrieg schwer gezeichnet nach Hause. In Singen konnte ein berühmter Chirurg helfen
Männer, die ein oder mehrere Gliedmaßen verloren hatten und an Krücken gingen oder Prothesen trugen – sie waren Opfer des ersten industrialisierten und totalen Krieges der Weltgeschichte, der auch in Südbaden seine Spuren hinterließ.
Als Invalide kamen zu aus dem Krieg nach Hause: Vier beinamputierte Soldaten auf dem Konstanzer Bahnhof während des Ersten Weltkriegs.
Geschichte "Man hätte die Monarchie erhalten können": Der Historiker Lothar Machtan über Wilhelm II, Max von Baden und Errungenschaften der Revolution
Vor 100 Jahren stürzten die Titanen über den verlorenen Krieg. Der Kaiser dankte ab, ein gelernter Sattler wurde Reichskanzler, der badische Prinz Max spielte eine Schlüsselrolle. Ein Interview mit dem Historiker Lothar Machtan
Kaiser Wilhelm II. (stehend) mit Gattin Auguste Victoria im Kreis seiner Familie, aufgenommen zum 25-jährigen Thronjubiläum im Juni 1913.
Geschichte Heimkehr nach Südbaden: Was die Soldaten nach vier Jahren Krieg in der Heimat erwartete
Wer noch lebte, keinen Arm, kein Bein verloren hatte, konnte sich glücklich schätzen. Fast zwei Millionen deutsche Soldaten verloren im Ersten Weltkrieg ihr Leben. Der Rest fand zuhause eine oft veränderte Welt vor. Wir zeigen in Bildern aus der Region, wie die Heimkehrer bei uns empfangen wurden.
Deutshe Soldaten überqueren auf einer Behefsbrücke den Rhein bei Koblenz. Im Hintergrund das Schloss
Geschichte Deutschland im November 1918: Wie sich die Revolution zwischen Hochrhein und Bodensee sanft vollzog
War es wirklich eine Revolution, was sich im Herbst 1918 im Deutschen Reich vollzog? Schaut man auf die Abdankung des Kaisers, der Könige und Fürsten in den Ländern, dann waren die Ereignisse zweifellos revolutionär. Abseits der großen Zentren stand dagegen eines obenan: Ruhe und Ordnung schützen und aufpassen, dass keine Steine geworfen werden
Kriegs-Heimkehrer in der Fürst-Wilhelm-Straße vor dem Rathaus in Sigmaringen.
Politik Plötzlich herrscht Ruhe: Wie der Überlinger Zeichner Viktor Mezger den Waffenstillstand erlebte
So hatten sich die Deutschen das Kriegsende nicht vorgestellt. Gedemütigt mussten sie am 11. November einen Waffenstillstand unterschreiben, der einer Kapitulation gleichkam. Der Frontsoldat und Zeichner Viktor Mezger aus Überlingen machte sich auch seine Gedanken dazu
Trauer um die Gefallenen. Zeichnung des Überlingers Viktor Mezger, der Soldat an der Westfront war.
Überlingen Als das Geld bunte Blüten trieb: Vor Ende des Ersten Weltkriegs wurde auch am Bodensee Notgeld erforderlich
Im Oktober 1918 beschloss der Überlinger Gemeinderat, eigene Scheine herauszugeben. Denn: Not macht erfinderisch. Und in der größten Not druckten die Städte ihr Geld mit staatlicher Genehmigung eben selbst.
Zu Zeiten der galoppierenden Infaltion wurden die Scheine nur schnell überdruckt: Aus Eintausend Mark wurde eine Milliarde Mark.
Radolfzell SÜDKURIER-Sonderheft macht Weltgeschehen anschaulich
Das Sonderheft „1914-1918. So war das bei uns“ wird auch im Unterricht genutzt. Besuche im Friedrich-Hecker-Gymnasium Radolfzell und in der Hermann-Hesse-Schule Gaienhofen.
rax_weltkrieg_titel
Eilmeldung Erster Weltkrieg: 700 Fotos zeigen Orte aus Jüngers Stahlgewitter
Heinrich Schall hat im Nachlass seines Vaters über 700 Bilder aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt. Das Spannende: Sie zeigen die Orte, die auch Ernst Jünger in seinem Roman Stahlgewitter beschreibt. Einen Eindruck von den Bildern können Interessierte auch bei einem Vortrag am Freitag, 5. Dezember bekommen.
Der junge Karl Schall, circa 1917 im Ersten Weltkrieg.
Singen Briefe und Gedichte spiegeln Schlachtfeld-Realität wider
Erster Weltkrieg in Singen: Geschichtsstudenten haben die Zeit zwischen 1914 und 1918 in der Hegaustadt zusammengetragen. Heute geht es um die Poesie.
Der Singener Max Porzig schrieb das Gedicht „Nie wieder Krieg“.
Singen Sportler kamen sofort an die Front
Erster Weltkrieg in Singen: Der Turnverein sah sich trotz aller Opfer als Vorbildungsstätte für künftige Soldaten.
Stolz und selbstbewusst posieren Mitglieder des Turnvereins Singen im Jahr nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges.
Stockach Erster Weltkrieg: Vom kurzen Leben des Ernst Futterknecht
Nach der Ausbildung in der Konstanzer Kaserne wurde Ernst Futterknecht aus Heudorf an der Weltkriegsfront schwer verletzt und erlag 1917 den Verletzungen
Die „herzlichen Grüße“, die Karl Kraft (im Bild angekreuzt) seinem „lieben Freund Futterknecht“ am 25. April 1917 samt einem Korporalschaftsbild vom Gruppenführer-Ausbildungskurs auf dem Heuberg schickte, erreichten Ernst Futterknecht in Heudorf gerade noch. Wenig später war er seinen Anfang des ersten Weltkrieges erlittenen schweren Verwundungen erlegen.
Eilmeldung Die Sehnsucht nach Frieden wächst
Der Erste Weltkrieg in Singen: Konstanzer Studenten haben sich mit dem Leben im Hegau zwischen 1914 und 1918 beschäftigt und die Ergebnisse dokumentiert
Der Wunsch nach Frieden nimmt mit fortschreitendem Weltkrieg bei den Soldaten an der Front zu. Mit diesem Foto grüßen sie Weihnachten 1917 ihre Lieben in Singen.
Überlingen Zwei Überlinger im Ersten Weltkrieg
Alte Fotos erinnern an die Familiengeschichte zweier Männer aus Überlingen, die im Ersten Weltkrieg kämpften. Regina und Thomas Forberg bewahren das Andenken an ihre Vorfahren Paul Hoch und Max Kohler.
Max Kohler schoss das Foto von Paul Hoch, das heute noch ganz zentral in der Wohnung von Familie Forberg in Überlingen hängt.