Gedächtnis der Region: 80er Jahre

Gehen Sie auf Entdeckungstour:
In der Serie „Gedächtnis der Region” blicken wir auf große und kleine Ereignisse in unserer Heimat während der 80er Jahre zurück. Unsere Reporter haben tief in den Archiven gegraben, mit Zeitzeugen gesprochen und so manchen kleinen Schatz gehoben. Wir zeigen, wie sich unsere Heimat und das Leben in den Städten und Gemeinden verändert und entwickelt hat anhand von Zeitzeugen-Berichten und Bildern aus den 80ern und der Gegenwart.
Überlingen So wurde Lippertsreute in den 1980er Jahren „runderneuert“
Eine neue Ortsdurchfahrt, eine Umgehungsstraße, eine sanierte Pfarrkirche: Überlingens Teilort Lippertsreute wurde in den 1980er Jahren grundlegend erneuert. Ortshistoriker Hermann Keller erinnert im Rahmen unserer Serie „Gedächtnis der Region“ an die Maßnahmen.
Der Ortshistoriker Hermann Keller an der Hauptstraße in Lippertsreute. Die Ortsdurchfahrt wurde 1985 komplett erneuert.
Meßkirch Gedächtnis der Region: In den 80er Jahren erkämpfen sich Meßkircher Sportler eine neue Halle
Der Sportstätten-Förderverein setzte sich damals für den Umbau der Stadthalle ein.
Für den Umbau und die Erweiterung der Stadthalle wurde der alte Bestand fast vollkommen abgerissen. Er stammte aus dem Jahr 1956 und genügte aufgrund seiner Länge und seines Bodens seit Langem nicht mehr den Ansprüchen der Sportler. Ein Neubau wäre doppelt so teuer gekommen.
Meßkirch Gedächtnis der Region: Wie drei genossenschaftliche Banken gemeinsam in die Zukunft gingen
Die Fusion der beiden Meßkircher Genossenschaftsbanken – Volksbank und Spar- und Kreditbank – sowie der Raiffeisenbank Innerer Heuberg eG Leibertingen im Jahr 1987 hat eine längere, teilweise turbulente Vorgeschichte. Sie ist der Festschrift „125 Jahre Volksbank in Meßkirch“ aus dem Jahr 1989 zu entnehmen. Als es zur Fusion im Jahr 1987 kommt, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch etliche Jahre auf drei Gebäude verteilt. Erst die Erweiterung und der Umbau des Gebäudes am Saumarkt bietet genügend Raum für die 80 Beschäftigten.
Die Volksbank baute in der Bahnhofstraße 1952 neu. Als die Räumlichkeiten nicht mehr reichten, erweiterte und renovierte sie 1963 das Gebäude. Nach dem Umzug 1975 an den Saumarkt wurde es an Optik Lange verkauft.
Konstanz Konstanz in den 80er Jahren: Von Hausbesetzungen, Schandflecken und der grauen Laube – und wie diese Orte heute aussehen
Mit der Serie „Gedächtnis der Region“ blickte die Lokalredaktion auf Konstanzer Ereignisse aus den 80er Jahren zurück. Zum Abschluss zeigen wir noch einmal Orte, die sich seit dieser Zeit besonders verändert haben, und deren Geschichte in Bildern.
Bad Säckingen Verkehrsberuhigung in den 80er Jahren: Ortsumfahrung und Rückbau der Ortsdurchfahrt sind ein Segen für Wallbach
Das Verkehrsaufkommen war in den 80er Jahren so groß in Wallbach, dass ein Überqueren der Straße nur bei geschlossenen Bahnschranken möglich war. 16.000 Fahrzeuge passierten täglich auf der Bundesstraße 34 den Ort. Heinz Thomann erinnert sich an die damalige Verkehrssituation.
Das ist die heutige Bahntrasse, an dieser Stelle war einst der Bahnübergang.
Eigeltingen Als die Gemeinde einen guten Grund zum Feiern hatte – und das bis heute geblieben ist
Gedächtnis der Region: Die Umgestaltung des Hegauplatzes war ein Meilenstein in der Entwicklung des Orts. Es entstanden Räume für Gewerbe und Wohen – und die Tradition der Dorffeste.
Lange fand das Dorffest wie hier beim ersten Mal in der Hauptstraße statt. Heute ist das zweitägige Dorffest im Wechsel mit dem Schulfest rund um die Schule im Breitle.
Bilder-Story Gedächtnis der Region: Bilder vom Wandel im Eigeltinger Ortskern und dem ersten Dorffest 1984
Nach der Umgestaltung des Eigeltinger Ortskerns Anfang der 80er-Jahre gab es das erste Dorffest. Dies sind Bilder, die zeigen, wie es damals und heute aussieht, sowie Fotos des Dorfests 1984.
Solche freie Plätze wie der Hegauplatz circa im Jahr 1980 gibt es heute kaum noch im Ortskern. Es wurde weiter im Innenbereich verdichtet.
Todtmoos 1987 kehren die Pauliner in den Schwarzwald zurück und gründen ein Kloster in Todtmoos
Wie Pater Roman Brud vor 33 Jahren das Paulinerkloster in Todtmoos gründete.
Pater Roman am 15. August 2020 (Maria Himmelfahrt): Vor 33 Jahren wurde er Abt des Paulinerklosters und Seelsorger der Pfarrei. Seit Anfang September ist er wieder Abt. Im 1733 erbauten Pfarrhaus (links) verbrachten die St. Blasianischen Äbte ihre Sommerfrische.
Pfullendorf Gedächtnis der Region: Lange umstritten war der Bau der Pfullendorfer Stadthalle
Ende der 70er Jahre wurde der Bau einer Stadthalle im Gemeinderat diskutiert. Die Diskussionen über Standort, Umfang und Ausstattung gingen hin und her. Schließlich begann der Bau erst 1983. Zum Richtfest 1984 kam Bürgermeister Hans Ruck ohne politische Prominenz und feierte mit den Bauarbeitern. 1985 wurde die Stadthalle eingeweiht.
1984: Zwei Firmen waren am Bau der neuen Stadthalle beteiligt. Stocker baute den Veranstaltungsbereich und Walk den Sportbereich. Der Baubeginn verzögerte sich, weil ein Anwohner Widerspuch beim Verwaltungsgerichtshof in Mannheim gegen das Vorhaben eingelegt hatte. Der Widerspruch wurde zurückgewiesen.
Bermatingen-Ahausen Aus der Fasnacht nicht mehr wegzudenken: Äpfel und Birnen sind einfach unvergleichlich
Gedächtnis der Region: 1987 gründet sich der Narrenverein Moschtobst in Ahausen auf Anstoß von René Cadouot. Seitdem hat er sich zu einer sehr bekannten Zunft in der Fasnacht in der Region entwickelt.
2000: Der damalige Zunftmeister René Cadout mit „Frischobst“ bei einem Umzug in der Region.
Konstanz Die Konstanzer, denen New York zujubelte: Vom Lauftreff im Lorettowald zum Marathon im Big Apple
Gedächtnis der Region: In den 80er-Jahren wird der Marathon zum Volkssport. 1983 ist die Konzilstadt Konstanz bei einem Weltereignis vertreten. Sechs Underdogs vom See beißen sich beim New York Marathon durch, während die Zuschauer sie anfeuern: „Go, go, go on, looking good.“ Während einer der Konstanzer fluchte: „Nix looking good. Scheiße looking!“
Im Lorettowald trainierte die Gruppe, die nicht vereinsmäßig organisiert war und keinen Vorstand oder dergleichen hatte, für den großen Lauf in New York.
Wehr Duelle gegen Fußballstars fanden in den 80er Jahren in Wehr statt
Hans-Peter Schlageter und Martin Brugger erinnern sich, wie 1983 der FC Bayern München und die WM-Elf von 1974 in Wehr aufspielten.
Das mit 2:1 gegen die Niederlande gewonnene Finale fand am 7. Juli 1974 in München statt – am 30. Geburtstag Jürgen Grabowskis (rechts), sein letztes Länderspiel. In Wehr zog er nochmals seine Fußballschuhe an und zeigte den Hochrhein-Kickern seine Klasse.
Hegau 100 Bauernbetriebe alleine in Weiterdingen: Erinnerungen an das Landleben von einst
Gedächtnis der Region: Als die Neuzeit in die Landwirtschaft eindrang und die Maschinen immer größer und teurer wurden. Wir blicken zurück auf das Hegauer Landleben der Achtziger.
Zu Beginn des Jahrzehnts hat Engelbert Dreher noch einen Mähdrescher des Gottmadinger Landmaschinenherstellers Fahr genutzt.
Überlingen Start für eine Liaison mit Chantilly: Wie die Partnerschaft nach Frankreich entstand und wo sie bis heute tragfähig ist
Gedächtnis der Region: „Die Städtepartnerschaft wieder auf Trab bringen“, davon war 2019 die Rede, als das 30-jährige Bestehen der Partnerschaft mit Chantilly mit zweijähriger Verspätung in Frankreich nachgefeiert wurde. Die Wortwahl war passend für einen Ort, an dem der Pferdesport eine lange Tradition hat und auch heute noch eine große Rolle spielt. Passend zum Event war, dass ein für Überlingen an den Start gehendes Pferd als Sieger durchs Ziel ging.
Beim Festakt zur Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunde mit Chantilly im Jahr 1987: Überlingens damaliger Bürgermeister Reinhard Ebersbach (rechts) und sein französischer Kollege Philippe Courboin, der 2001 starb. Links in der Mitte der Initiator und wichtiger Motor, der Wirtschaftsjournalist Léon Dutrieux.
Waldshut-Tiengen Als Waldshut sein Waldschloss verlor
Gedächtnis der Region: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion vom 17. auf den 18. Oktober 1980 sind die Bagger einer Abrissfirma angerollt, um das Waldschloss oberhalb des Ochsenbuckels abzureißen, um Platz für das Landratsamt zu schaffen.
Bernhard Wütz vor dem Landratsamt in Waldshut, wo noch bis 1980 das Waldschloss stand. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion hat er damals als Landrat nach einem Kreistagsbeschluss das Gebäude abreißen lassen.