Vor 25 Jahren

Waldkirch – „Erstmals in der Geschichte des Musikvereins Konkordia Gaiß-Waldkirch liegt die Vereinsführung in den Händen von zwei Frauen“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe vom 14. Januar 1992. „Bei der Hauptversammlung im ,Storchen’ wurden Brunhilde Studinger als 1. und Gabriele Flügel, beide aus dem Waldshuter Ortsteil Schmitzingen, als 2. Vorsitzende einstimmig gewählt. Der bisherige Amtsinhaber Otto Störkle hatte sein Amt aus privaten und beruflichen Gründen zur Verfügung gestellt. Als Beisitzer gehört Störkle jedoch weiter dem Vorstand an. Auch sämtliche übrigen Vorstandsposten wurden einstimmig besetzt. Der Musikverein zeigte große Geschlossenheit an dieser denkwürdigen Hauptversammlung. Im Bereich des Blasmusikverbands Hochrhein, dem 103 Musikvereine angehören, dürfte dies der erste Musikverein mit weiblicher Doppelführung sein. Mitglieder und Gäste wünschten dem Vorstand eine glückliche Hand bei der Leitung des Vereins.“

Kreis Waldshut – „Die Kreisumlage wird nur um 0,5 Prozent auf 22 Prozent erhöht“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 16. Januar 1992. „Landrat Bernhard Wütz hatte im Entwurf mit einem Kreisumlagesatz von 22,5 Prozent gerechnet, gleich 42,5 Millionen DM Einnahmen. Bei 22 Prozent verringert sich der Obolus, den die 32 Kommunen des Landkreises Waldshut beim Kämmerer im Landratsamt abliefern müssen, auf 41,57 Millionen DM. Der Kreishaushalt kann den Verzicht auf 950 000 DM verkraften. Wie CDU-Fraktionssprecher Günther Nufer gestern in der Sitzung des Verwaltungs- und Finanzausschusses auflistete, gibt es unverhofft zwei Millionen DM mehr an Steuereinnahmen.

Eine Million DM mehr erwartet der Landkreis Waldshut aus höheren Zuweisungen des Landes Baden-Württemberg. Die zweite Million an Mehreinnahmen durch Grunderwerbssteuer gibt es aus jetzt erst jetzt bekannt gewordenen Grundstücksgeschäften in Bad Säckingen.“

Vor 50 Jahren

Grafenhausen – Von einer feierlichen Investitur in Grafenhausen berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 17. Januar 1967. Pfarrer Johannes Schey wurde in sein Amt als Seelsorger der katholischen Pfarrgemeinde eingeführt. Anwesend war auch Domkapitular Schäuble, ein Grafenhausener Bürgersohn. Johannes Schey war der Nachfolger von Pfarrer Walleser, der während der Zeitspanne von 27 Jahren die Geschicke der Pfarrei in Grafenhausen geleitet hatte.

Vor 75 Jahren

Kreis Waldshut – „Vorläufig gibt es keine Winter- und Sommerschlussverkäufe mehr“, informierte der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 19. Januar 1942. „Die Frage der Abhaltung von Saisonschlussverkäufen war im Kriege bisher von Fall zu Fall geregelt worden. Der Reichswirtschaftsminister hat nunmehr eine endgültige Regelung in dem Sinne getroffen, dass Verkäufe zur Wende eines Verkaufsabschnitts bis auf Weiteres nicht mehr stattfinden“, heißt es im Bericht des Alb-Bote.

Vor 100 Jahren

Bühl – „Vor vollbesetztem Hause gelangte am Sonntag im ,Rössle’ in Bühl das Theaterstück ,Im Hungerjahr’, ein Volksstück aus dem Jahre 1816/17 in fünf Akten von Dr. Peter Dörfler, zur Aufführung“, berichtete der Alb-Bote in seiner Ausgabe am 11. Januar 1917. „Herr Pfarrer Willmann hätte kaum ein dankbareres und zeitgemäßeres Stück auswählen können. Der Erlös, welcher ein sehr guter zu nennen ist, wird dem ,Badischen Heimatdank’ zugewendet werden. Es wurde also mit der Aufführung des Stückes das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden. Besten Dank allen Darstellern und denen, die zum guten Gelingen beigetragen haben. Das Stück soll auf allgemeines Verlangen der Dorfbewohner am kommenden Sonntag nochmals aufgeführt werden. Wir hoffen wieder auf ein vollbesetztes Haus.“ Mit diesen lobenden Worten beschrieb der Alb-Bote damals die Theateraufführung im „Rössle“. (hff)