Geschichte

Gehen Sie mit uns auf Zeitreise!
Bei SÜDKURIER Geschichte nehmen wir Sie mit in die Vergangenheit: Was hat Südbaden, Deutschland und die Welt in den vergangenen Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten bewegt? Stöbern Sie in unserem umfangreichen Schatz an historischen Dokumenten und Recherchen und erleben Sie Geschichte hautnah.
Geschichten aus der Region
Aisne Hunderte tote Soldaten aus Südbaden liegen seit 100 Jahren in einem Stollen in Frankreich. Werden sie demnächst geborgen?
Vor mehr als 100 Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg in Frankreich, kamen 200 Männer des badischen Reserve-Infanterieregiments 111 bei einem Angriff in einem Stollen ums Leben. Seit Jahren wurde nach dem Eingang zu dem sogenannten Winterberg-Tunnel nahe der Aisne gesucht. Jetzt wurde er gefunden. Franzosen und Deutsche wollen zu den Gefallenen vordringen.
Festgefahrene Front: Soldaten des Reserve-Infanterieregiments 111. aus Südbaden haben sich am Winterberg zum Erinnerungsfoto aufgestellt.
Geschichte Exotische Route: Warum die Zeppeline damals an die Copacabana gefahren sind – und erst später nach New York
Das erste Übersee-Reiseziel der legendären Zeppeline hieß Brasilien. Wie es vor fast 90 Jahren zu diesen Fahrten nach Südamerika kam, erklärt Barbara Waibel, Leiterin des Archivs der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen.
Exotischer geht es kaum: LZ 127 „Graf Zeppelin“ über der Copacabana-Bucht von Rio de Janeiro.
Geschichte Was die Toten von Allensbach uns sagen: Ein Forscher schaut sich die Knochen der Hingerichteten genau an
Im Sommer leisteten die Archäologen neben der Bundesstraße 33 ganze Arbeit. Sie entdeckten nicht nur eine alte Hinrichtungsstätte und legten die Fundamente eines alten Galgens frei, sondern bargen auch die Überreste von 15 Menschen. Sie mussten als Verurteilte hier ihr Leben lassen. Jetzt werden die Reste beim Landesamt für Denkmalpflege vom Fachmann Michael Francken untersucht. Wir waren bei ihm und haben uns die Funde erklären lassen.
Michael Francken ist Anthropologe beim Landesamt für Denkmalpflege und kann aus Skelettknochen wie denen im Hintergrund auf dem Tisch wichtige Informationen herauslesen.
Geschichte Einst reichte das Bistum Konstanz von Stuttgart bis fast nach Mailand. Dann löschte es der Vatikan aus – die Folgen spürt man bis heute
Vor fast 200 Jahren zog der Papst einen bösen Schlussstrich unter die mehr als 1200 Jahre alte Geschichte des Bistums Konstanz. Damit ging auch die große historische Ära der Bodensee-Region zu Ende, meint Museumsleiter Dominik Gügel.
Hoch über dem Bodensee: Im Neuen Schloss in Meersburg residierten von 1750 bis 1803 die Fürstbischofe von Konstanz.
Geschichte Die Toten vom Bodensee: Frühere Richtstätte bei Allensbach gibt ein Dutzend Skelette von Verurteilten frei
Die Arbeit der Archäologen bei Allensbach erregt bundesweit Aufmerksamkeit. Über Jahrhunderte hinweg stand hier der Galgen, an dem zum Tode Verurteilte aufgehängt wurden. Andere Delinquenten wurde der Kopf abgeschlagen. Im Zuge der Bauarbeiten an der neuen B33 wurden nun Skelette freigelegt, die von Wissenschaftlern untersucht werden.
Grabungsleiter und Archäologe Jürgen Hald mit dem Skelett einer mindestens 25 Jahre alten Frau, die auf der Richtstätte bei Allensbach den Tod fand.
75 Jahre Kriegsende Zwischen Niederlage und Befreiung: Fotografien zeigen das Kriegsende in Südbaden
Vor 75 Jahren war mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zuvor war es zwischen Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee teilweise zu heftigen Kampfhandlungen gekommen, viele Häuser lagen in Schutt und Asche. Wir haben für Sie Fotos aus der Region gesammelt. Manche Städte und Dörfer wurden durch US-Bombenangriffe und letzte Gefechte zwischen Wehrmacht und SS auf der einen sowie Franzosen auf der anderen Seite schwer getroffen.

Der Schlagbaum hebt sich: Bei Kriegsende von den Franzosen befreite oder freigelassene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Deutschland können bei Schleitheim (Kanton Schaffhausen) die Grenze zur Schweiz überqueren.
Überlingen Klaus Schultze war einer von Hitlers letzten Soldaten: Am 8. Mai trug er noch die Uniform der Wehrmacht
Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Wie erlebten Menschen aus der Region diese Zeit? Klaus Schultze aus Überlingen war damals 17 Jahre alt – und war am 8. Mai noch im Dienst der deutschen Wehrmacht.
Er hatte Glück und überlebte. Klaus Schultze, heute 92, vor seinem Haus in Überlingen-Goldbach.
Geschichte regional Morgens krank, abends tot: Als die Spanische Grippe im Schwarzwald und am Bodensee wütete
Die Spanische Grippe forderte in den Jahren 1918 und 1919 auch in der Region unzählige Todesopfer. Dabei kam das Virus auch über die Kriegsheimkehrer in die Heimat. In der Folge wurden Schulen geschlossen, es gab Hamsterkäufe und die Behörden riefen dazu auf, Zugfahrten und Versammlungen zu meiden.
Ein Schweizer Zeitungsausschnitt zeigt, wie Menschen sich in London vor der Spanischen Grippe schützten.
Friedrichshafen „Der Druck ist im Kessel“: Neuer Verein treibt den Nachbau des legendären Flugschiffs Do X voran
Die Do X war Claude Dorniers größtes Flugzeug. Jetzt treten Luftfahrt-Begeisterte zum 1:1-Nachbau des Riesen an und haben einen Verein gegründet. Wenn genug Spenden als Startkapital gesammelt sind, soll es losgehen. Bei etwa 25 000 Euro gibt es grünes Licht für das Take Off des spektakulären Nachbaus. Aber wo soll die angedachte „gläserne Fabrik“ für die Replika sein?
Vor 90 Jahren das größte Wasserflugzeug der Welt: Die Do X des berühmten Friedrichshafener Herstellers Dornier.
Tettnang Die unglaubliche Geschichte vom Bodensee-Räuber und seinem Sohn: Wie der aus Tettnang stammende Pfarrer Gebhard Betzle die Hinrichtung seines Vaters verarbeitete
1816 wurde der Tettnanger Landwirt und Verbrecher Michael Betzle wegen Brandstiftung zum Tode verurteilt. Sein Sohn studierte später Theologie und kam zu hohem Ansehen.
Karl Friedrich Lessing: „Der Räuber und sein Kind“ (1832).
Wehr Die Weberei Neflin & Rupp in Wehr ist zwar kleiner als die MBB, aber wächst in den Gründerjahren stetig
Neue Quellen zeichnen ein plastisches Bild der Wehrer Weberei Neflin & Rupp am Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Färber am 15. Februar 1901 (jeweils von links): Hinten Aug. Bader, Tröndle, Ritter, Aug. Berger, Math. Prutscher, Bär; zweite Reihe von hinten: Hefs, Aug. Dede, Genter, Kolb, Aug. Müller, Rud. Dempfle, Albert Ruch; dritte Reihe von hinten: drei Jungen, Kleyling, Schreyer, Ritter, Umber, Genter, ?; Vorn: Luise Leber (Färberei), Rosa Kaiser, Rösch, Müller, Rosa Dede, Luise und Emilie Währer.
Geschichte regional Im Bann der Magie verwunschener Orte: Benjamin Seyfang ist ein Urban Explorer und erkundet verlassene Häuser mit dem Fotoapparat
Man nennt sie „Lost places“ – die teils verwunschenen, teils gruseligen Orte, an denen man direkt in die Vergangenheit eintauchen kann. Diese Orte können alte Wohnhäuser, Hotels oder Fabriken sein, nur eines ist ihnen gemeinsam: Die Spuren ihrer einstigen Bewohner und Nutzer sind alle noch da. Hobbyfotografen wie Benjamin Seyfang erkunden solche Orte – auch in Südbaden.
Als seine die Bewohner eben augebrochen: Wohnzimmer in einem verlassenen Haus eines Sägewerks im Südschwarzwald.
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Mehr Geschichte
Geschichte Ein Gerücht und seine Geschichte: Was steht auf dem Grabstein von Willy Brandt?
„Man hat sich bemüht.“ Diesen Satz hat Willy Brandt einmal gesagt – als Bilanz unter seinem Lebenswerk. Wollte er, dass er auch auf seinem Grabstein eingraviert wird? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.
Der nachdenklichste und pointenreichste Kanzler, den die Deutschen bisher hatten: Willy Brandt, Regierungschef von 1969 bis 1974. Er starb im Herbst 1992.
Stockach Gedächtnis der Region: Als Stockach eine Autobahn bekam
Beim Bau der A 98 in den 1970ern war zunächst umstritten, ob die Stadt Stockach eine oder zwei Anschlussstellen erhält.
Die Autobahn war im Juli 1979 voll im Bau. Die Ab- und Auffahrt Stockach-Ost nimmt auf diesem Bild bereits Form an. Rechts in der Mitte ist der Loreto-Friedhof und ganz rechts Stockach zu sehen.
Engen Gedächtnis der Region: Die Engener kennen ihr Pappenheimer
In der Serie „Gedächtnis der Region“ erinnern wir daran, wie das historische Pappenheimer Gebäude in der Engener Altstadt beinahe einem großen Parkplatz hätte weichen müssen, und was bis heute an dieses Vorhaben erinnert.
Der Eingang zur Altstadt am Maxenbuck vor der Sanierung. Bild: Stadt Engen
Singen Gedächtnis der Region: Wie sich das Landesgartenschaugelände gewandelt hat
Bevor der heutige Eichenhain Schauplatz für Gartenschau und Weinfest wurde, war er Heimat des Bauhofs und – heute kaum noch vorstellbar – der Feuerwehr. Ein Besuch auf einem wandlungsfähigen Gelände.
1979, am Fuße des Hohentwiel: Bis Ende der 70er-Jahre waren Feuerwehr und der städtische Bauhof unweit des Rathauses mitten im heutigen Landesgartenschau-Gelände untergebracht.
Orsingen-Nenzingen Gedächtnis der Region: So sahen Orsingen und Nenzingen in der 70ern aus der Luft aus
Das alte Rathaus aus der Luft, später den Neubau und verschiedene Ansichten wie es sie heute nicht mehr gibt, zeigen Luftbilder aus den 1970ern von Orsingen-Nenzingen aus dem SÜDKURIER-Archiv.
Juni 1975: In der Mitte ist St. Ulrich in Nenzingen zu sehen. Rechts kommt die Straße von Stockach und die Bahnschienen verlaufen dort.
Singen Ein Hallenbad für den ganzen Hegau
Gedächtnis der Region: Seit 1972 können die Singener auch im Winter schwimmen. Ein Segen für den Schwimmsport. Fortan stieg die Zahl der Medaillen rasant.
Beim Singener Hallenbad scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Seit 1972 hat sich das äußere und auch das innere Erscheinungsbild überhaupt nicht verändert, wie das Schwarz-Weiß-Foto aus dem Foto-Atelier Ott-Albrecht zeigt.Am äußeren Erscheinungsbild des Singener Hallenbades hat sich seit 1972 nichts verändert. Die Bäume und Sträucher im Außenbereich sind allerdings so hoch gewachsen, dass man vom Gebäude nichts mehr sehen kann, wenn man vom gleichen Standpunkt fotografieren möchte, wie der Fotograf 1972 ihn gewählt hat.
Pfullendorf Fußball und Tennis sind aus Pfullendorf nicht wegzudenken
Gedächtnis der Region: Pfullendorf ist nicht nur Industriestandort, sondern auch eine Stadt des Sports.
Beim Aufstieg in die 1. Amateurliga war die Mannschaft noch klein. Stehend von links: Trainer Rolf Gailfuß, Dimitri, Gerd Neuhaus, Wolfgang Gans, Eduard Allweier, Karl Thannheimer, Roland Sauter, Bruno Perlack, Walter Hofmann und Manager Hans-Hermann Krane. Sitzend von links: Masseur Joachim Oppel, Hans Kessler, Erich Koch, Eugen Fischer, Klaus Hißleiter, Wilfried Ritter und Siegfried Keller.
Bad Säckingen-Harpolingen Harpolingen kämpft 1972 für seine Eigenständigkeit und gegen die Eingemeindung zur Stadt Säckingen
Gedächtnis der Region: Harpolingen wehrt sich ein Jahr lang gegen die Eingemeindung zur Stadt Säckingen, die 1973 aber doch kommt. Die Bevölkerung stimmt zu, um der zwangsweisen Eingemeindung zu entgehen.
Mit den Berliner Wirtsleuten Elli und August Grabowski erlebt das Gasthaus „Adler“ eine Glanzzeit. Sie renovieren und bauen den „Adler“ um, sodass es im Ort wieder ein Lokal gibt, in dem sich Einheimische und viele Feriengäste aus ihrer alten Heimat Berlin wohl fühlen. Das Bild oben zeigt den Umbau des Gasthauses „Adler“ im Jahr 1970 von der Dorfstraße aus gesehen.
Markdorf Mit dem Ärztehaus wurde in Markdorf Neuland betreten
Gedächtnis der Region: Viele Ärzte unter einem Dach und die Idee zur Zusammenarbeit: Als das Markdorfer Ärztehaus 1975 eröffnet wurde, gab es bundesweit nur wenige Vorbilder.
Das Markdorfer Ärztehaus in den 1970er Jahren.
St. Georgen Ein Meilenstein in der Stadtentwicklung: Wie die Neubauten auf dem Roßberg das Gesicht der Stadt veränderten
Gedächtnis der Region: Ab 1973 entstehen Hallenbad, Bildungszentrum und Stadthalle auf dem Roßberg. Für St. Georgen ist die Entscheidung wegweisend.
So sieht es heute aus: Die Sporthalle neben dem Bildungszentrum in der Mitte und der Stadthalle rechts oben.