Geschichte

Gehen Sie mit uns auf Zeitreise!
Bei SÜDKURIER Geschichte nehmen wir Sie mit in die Vergangenheit: Was hat Südbaden, Deutschland und die Welt in den vergangenen Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten bewegt? Stöbern Sie in unserem umfangreichen Schatz an historischen Dokumenten und Recherchen und erleben Sie Geschichte hautnah.
Geschichten aus der Region
Geschichte Einst reichte das Bistum Konstanz von Stuttgart bis fast nach Mailand. Dann löschte es der Vatikan aus – die Folgen spürt man bis heute
Vor fast 200 Jahren zog der Papst einen bösen Schlussstrich unter die mehr als 1200 Jahre alte Geschichte des Bistums Konstanz. Damit ging auch die große historische Ära der Bodensee-Region zu Ende, meint Museumsleiter Dominik Gügel.
Hoch über dem Bodensee: Im Neuen Schloss in Meersburg residierten von 1750 bis 1803 die Fürstbischofe von Konstanz.
Geschichte Die Toten vom Bodensee: Frühere Richtstätte bei Allensbach gibt ein Dutzend Skelette von Verurteilten frei
Die Arbeit der Archäologen bei Allensbach erregt bundesweit Aufmerksamkeit. Über Jahrhunderte hinweg stand hier der Galgen, an dem zum Tode Verurteilte aufgehängt wurden. Andere Delinquenten wurde der Kopf abgeschlagen. Im Zuge der Bauarbeiten an der neuen B33 wurden nun Skelette freigelegt, die von Wissenschaftlern untersucht werden.
Grabungsleiter und Archäologe Jürgen Hald mit dem Skelett einer mindestens 25 Jahre alten Frau, die auf der Richtstätte bei Allensbach den Tod fand.
75 Jahre Kriegsende Zwischen Niederlage und Befreiung: Fotografien zeigen das Kriegsende in Südbaden
Vor 75 Jahren war mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zuvor war es zwischen Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee teilweise zu heftigen Kampfhandlungen gekommen, viele Häuser lagen in Schutt und Asche. Wir haben für Sie Fotos aus der Region gesammelt. Manche Städte und Dörfer wurden durch US-Bombenangriffe und letzte Gefechte zwischen Wehrmacht und SS auf der einen sowie Franzosen auf der anderen Seite schwer getroffen.

Der Schlagbaum hebt sich: Bei Kriegsende von den Franzosen befreite oder freigelassene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Deutschland können bei Schleitheim (Kanton Schaffhausen) die Grenze zur Schweiz überqueren.
Überlingen Klaus Schultze war einer von Hitlers letzten Soldaten: Am 8. Mai trug er noch die Uniform der Wehrmacht
Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Wie erlebten Menschen aus der Region diese Zeit? Klaus Schultze aus Überlingen war damals 17 Jahre alt – und war am 8. Mai noch im Dienst der deutschen Wehrmacht.
Er hatte Glück und überlebte. Klaus Schultze, heute 92, vor seinem Haus in Überlingen-Goldbach.
Geschichte regional Morgens krank, abends tot: Als die Spanische Grippe im Schwarzwald und am Bodensee wütete
Die Spanische Grippe forderte in den Jahren 1918 und 1919 auch in der Region unzählige Todesopfer. Dabei kam das Virus auch über die Kriegsheimkehrer in die Heimat. In der Folge wurden Schulen geschlossen, es gab Hamsterkäufe und die Behörden riefen dazu auf, Zugfahrten und Versammlungen zu meiden.
Ein Schweizer Zeitungsausschnitt zeigt, wie Menschen sich in London vor der Spanischen Grippe schützten.
Friedrichshafen „Der Druck ist im Kessel“: Neuer Verein treibt den Nachbau des legendären Flugschiffs Do X voran
Die Do X war Claude Dorniers größtes Flugzeug. Jetzt treten Luftfahrt-Begeisterte zum 1:1-Nachbau des Riesen an und haben einen Verein gegründet. Wenn genug Spenden als Startkapital gesammelt sind, soll es losgehen. Bei etwa 25 000 Euro gibt es grünes Licht für das Take Off des spektakulären Nachbaus. Aber wo soll die angedachte „gläserne Fabrik“ für die Replika sein?
Vor 90 Jahren das größte Wasserflugzeug der Welt: Die Do X des berühmten Friedrichshafener Herstellers Dornier.
Tettnang Die unglaubliche Geschichte vom Bodensee-Räuber und seinem Sohn: Wie der aus Tettnang stammende Pfarrer Gebhard Betzle die Hinrichtung seines Vaters verarbeitete
1816 wurde der Tettnanger Landwirt und Verbrecher Michael Betzle wegen Brandstiftung zum Tode verurteilt. Sein Sohn studierte später Theologie und kam zu hohem Ansehen.
Karl Friedrich Lessing: „Der Räuber und sein Kind“ (1832).
Wehr Die Weberei Neflin & Rupp in Wehr ist zwar kleiner als die MBB, aber wächst in den Gründerjahren stetig
Neue Quellen zeichnen ein plastisches Bild der Wehrer Weberei Neflin & Rupp am Ende des 19. Jahrhunderts.
Die Färber am 15. Februar 1901 (jeweils von links): Hinten Aug. Bader, Tröndle, Ritter, Aug. Berger, Math. Prutscher, Bär; zweite Reihe von hinten: Hefs, Aug. Dede, Genter, Kolb, Aug. Müller, Rud. Dempfle, Albert Ruch; dritte Reihe von hinten: drei Jungen, Kleyling, Schreyer, Ritter, Umber, Genter, ?; Vorn: Luise Leber (Färberei), Rosa Kaiser, Rösch, Müller, Rosa Dede, Luise und Emilie Währer.
Geschichte regional Im Bann der Magie verwunschener Orte: Benjamin Seyfang ist ein Urban Explorer und erkundet verlassene Häuser mit dem Fotoapparat
Man nennt sie „Lost places“ – die teils verwunschenen, teils gruseligen Orte, an denen man direkt in die Vergangenheit eintauchen kann. Diese Orte können alte Wohnhäuser, Hotels oder Fabriken sein, nur eines ist ihnen gemeinsam: Die Spuren ihrer einstigen Bewohner und Nutzer sind alle noch da. Hobbyfotografen wie Benjamin Seyfang erkunden solche Orte – auch in Südbaden.
Als seine die Bewohner eben augebrochen: Wohnzimmer in einem verlassenen Haus eines Sägewerks im Südschwarzwald.
Geschichte Ein Mann aus Ulm sucht El Dorado
  • Ambrosius Alfinger als Glücksritter in Südamerika
  • Er war der erste Gouverneur im heutigen Venezuela
  • Expedition vor 500 Jahren fädelte ein Konstanzer ein
So sah ein späterer Künstler den Ulmer Am-brosius Alfinger bei seiner Ankunft an der Küste Venezuelas. Vor allem die Gier nach Gold trieb ihn und seine Soldaten ins Landesinnere.
Bodenseekreis Als der Bodensee erstarrte: Wie die Seegfrörne von 1963 die Bodenseeschifffahrt zum Erliegen brachte und Menschenleben kostete
Die Bodensee-Gfrörne von 1963 gehört zum kollektiven Gedächtnis unserer Region. Doch welche Folgen hatte das Jahrhundertereignis damals für die hiesige Schifffahrt? Wann fuhr die letzte Fähre über den See? Wie hoch war der finanzielle Verlust für die Branche? Wir haben im Häfler Stadtarchiv nach Antworten gesucht und alte SÜDKURIER-Artikel hervorgekramt. Dabei sind wir auch auf die Schattenseiten der Seegfrörne gestoßen: auf Menschen, die im Eis ihr Leben verloren haben.
Blumberg Ein Trick half der Sauschwänzle-Museumsbahn zum Start
Gedächtnis der Region: Die Väter der Sauschwänzlebahn ernten zunächst viel Spott. Heute ist die Bahn weltweit bekannt. Dabei hat auch eine List geholfen.
Nach über 20-jähriger Pause startet am 19. Mai 1977 endlich der erste Museumszug. Gezogen von einer kleinen C-gekuppelten Lok mit dem charmanten Namen „Chanderli“ (pr T3, ehemals Südwestdeutsche Verkehrs AG) geht es mit einer fröhlichen Reisegruppe auf die Strecke. Bild: Archiv Bernhard Prillwitz/Dietrich Reimer
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Der Mensch verklärt gern Vergangenes. Das ist auch im Umgang mit der DDR nicht anders, wie folgende Mythen zeigen.
Eine Grenzsäule der DDR ist im Grenzmuseum Sorge zu sehen.
Geschichte Die Berliner Mauer fiel, andere Sperranlagen sind neu: Grenzen und Mauern auf der Welt
Bis zu ihrem Fall trennte die Berliner Mauer fast 30 Jahre lang Ost und West mit Beton und Stacheldraht. Die innerdeutsche Grenze ist längst Geschichte, doch auch an anderen Orten der Welt gab und gibt es massive Grenz- und Sperranlagen. Ein Überblick:
Mauer mit Stacheldraht und Wachturm: Die Grenzlinie zwischen Israel und dem Westjordanland, der „Westbank“.
Geschichte 30 Jahre Mauerfall: So hat sich Berlin seit der Wiedervereinigung verändert
Berlin war jahrzehntelang eine geteilte Stadt. In den 30 Jahren seit dem Fall der innerdeutschen Mauer haben viele bekannte Orte ihr Gesicht verändert: Wo früher Panzer rollten und sich Grenzbeamte gegenüber standen flanieren heute Menschen, wo Mauern und Zäune den Blick versperrten herrscht heute freie Sicht. Kommen Sie mit auf eine Entdeckungstour, wie sich das Gesicht Berlins seit der Wiedervereinigung verändert hat:
Im Wandel der Zeit: Einst patrouillierten Grenzpolizisten vor der Mauer am Brandenburger Tor, heute kommen Besucher aus der ganzen Welt zu dem Triumphbogen im Herzen Berlins.
Geschichte Der Bonner Machtwechsel und der SÜDKURIER 1969: Der frühere Chefredakteur Gerd Appenzeller erinnert sich an eine turbulente Zeit
Als sich nach der Bundestagswahl im September 1969 eine Koalition zwischen SPD und FDP abzeichnete, war auch die Redaktion des SÜDKURIER überrascht. Die von Willy Brandt als Kanzler betriebene neue Ostpolitik, die bis dahin umstrittene Grenzen zu Polen anerkannte, führte zu heftigen Debatten in der Redaktion. Der Journalist Gerd Appenzeller, damals 26, war als junger Politik-Redakteur dabei und erinnert sich.
Auftakt zur ersten sozialliberalen Koalition in der Bundesrepublik: SPD-Chef Willy Brandt (li.) gibt dem FDP-Vorsitzenden Walter Scheel vor Beginn der Koalitionsgespräche die Hand.
Geschichte Der Bundeskanzler als Papa: Schauspieler Matthias Brandt erzählt in Kindheitsgeschichten von seinem Vater
Willy Brandt war bereits fast 50, als 1961 sein Sohn Matthias geboren wurde. In den 60er-Jahren konnte Brandt in der SPD durchstarten. Er regierte erst Berlin, wurde dann Außenminister und Vizekanzler in Bonn. Für Familie blieb da kaum Zeit. Wenn der Papa aber mal zuhause war, konnte es sehr nett mit ihm werden.
Willy Brandt 1967 mit Sohn Matthias in Berlin. Dort verbrachte Matthias, geboren 1961, seine ersten Lebensjahre, da Brandt Regierender Bürgermeister der geteilten Stadt war. 1966 wurde der SPD-Politiker Vizekanzler und Außenminister der ersten Großen Koalition in Bonn.
Politik Willy Brandt – ein deutsches Leben
Das Leben Willy Brandts, erster SPD-Kanzler nach dem Krieg, ist ein Spiegel der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts. „Mehr Demokratie wagen“, an Visionen glauben, dafür stand Brandt. Die SPD verehrt ihn – und vermisst ihn sehr.
Willy Brandt auf einem Portraitfoto von 1965. Er zählt zu den herausragenden Staatsmännern des 20. Jahrhunderts. Der Sozialdemokrat hat die Politik in Deutschland, Europa und letztlich der Welt wesentlich mitgeprägt.
Geschichte Machen Sie mit uns eine Zeitreise zu Willy Brandt! In unseren Sonderdrucken erwarten Sie Original-Seiten des SÜDKURIER, zum Beispiel zur Bundestagswahl 1969
Mit dem SÜDKURIER können Sie Geschichte erleben. Die Zeitmaschine haben wir zwar noch nicht erfunden. Aber in unserem Paket „SÜDKURIER Geschichte“ hat unsere Redaktion aus historisch wertvollen SÜDKURIER-Ausgaben sechs Themen-Sonderdrucke zusammengestellt. Jetzt ist der fünfte Sonderdruck erschienen. Er widmet sich der Kanzlerschaft Willy Brandts. Hier finden Sie eine kleine Vorschau.
1. Oktober 1969: Der SPD-Vorsitzende Willy Brandt (l) gibt dem FDP-Vorsitzenden Walter Scheel vor Beginn der Koalitionsgespräche in Bonn zur Begrüßung die Hand. Die Bundestagswahl 1969 besiegelte das Ende der Großen Koalition, die seit 1966 von Kurt Georg Kiesinger geleitet wurde.
Geschichte Ein Gerücht und seine Geschichte: Was steht auf dem Grabstein von Willy Brandt?
„Man hat sich bemüht.“ Diesen Satz hat Willy Brandt einmal gesagt – als Bilanz unter seinem Lebenswerk. Wollte er, dass er auch auf seinem Grabstein eingraviert wird? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.
Der nachdenklichste und pointenreichste Kanzler, den die Deutschen bisher hatten: Willy Brandt, Regierungschef von 1969 bis 1974. Er starb im Herbst 1992.
Stockach Gedächtnis der Region: Als Stockach eine Autobahn bekam
Beim Bau der A 98 in den 1970ern war zunächst umstritten, ob die Stadt Stockach eine oder zwei Anschlussstellen erhält.
Die Autobahn war im Juli 1979 voll im Bau. Die Ab- und Auffahrt Stockach-Ost nimmt auf diesem Bild bereits Form an. Rechts in der Mitte ist der Loreto-Friedhof und ganz rechts Stockach zu sehen.
Engen Gedächtnis der Region: Die Engener kennen ihr Pappenheimer
In der Serie „Gedächtnis der Region“ erinnern wir daran, wie das historische Pappenheimer Gebäude in der Engener Altstadt beinahe einem großen Parkplatz hätte weichen müssen, und was bis heute an dieses Vorhaben erinnert.
Der Eingang zur Altstadt am Maxenbuck vor der Sanierung. Bild: Stadt Engen