Geschichte

Gehen Sie mit uns auf Zeitreise!
Bei SÜDKURIER Geschichte nehmen wir Sie mit in die Vergangenheit: Was hat Südbaden, Deutschland und die Welt in den vergangenen Jahren, Jahrzehnten und Jahrhunderten bewegt? Stöbern Sie in unserem umfangreichen Schatz an historischen Dokumenten und Recherchen und erleben Sie Geschichte hautnah.
Geschichten aus der Region
Geschichte Vom Bodensee mit dem Zeppelin Richtung Nordpol: Vor 90 Jahren begann eine einzigartige Expedition
Es ist eine Mission unter internationaler Zusammenarbeit, die am 24. Juli 1931 in Friedrichshafen beginnt. Russland und Deutschland sind an der Arktis-Erkundung beteiligt, aber auch Amerika ist in der Gondel von LZ 127 dabei. Es ging dabei um Forschungsfragen, die bis heute relevant sind.
Der LZ 127 beförderte nicht nur Passagiere über den Atlantik, sondern brachte auch Forscher in die Eiswüste am Nordpol.
Geschichte Die Sklavenhändler vom Bodensee: Auch in Konstanz wurde an der Menschenjagd in Afrika gut mitverdient
Kaum begannen vor 500 Jahren die Spanier damit, die Karibik-Inseln und Teile Mittelamerikas zu erobern und zu kolonisieren, stand auch die Konstanzer Familie Ehinger bereit, um Geld in den Menschenhandel zu stecken und damit Profit zu machen. Zwei Wissenschaftlerinnen bringen nun Licht in das Dunkel eines frühen Kapitels deutscher Kolonialgeschichte.
Sklaven aus Afrika in einem Sklavenschiff. Das Bild entstand um 1830. Damals war die Jagd der Europäer auf Bewohner des Schwarzen Kontinents mindestens schon 300 Jahre alt.
Geschichte Als Zwangsarbeiter in Schwaben: Was erlebten die verschleppten Polen im Zweiten Weltkrieg?
Zwei Millionen Menschen wurden damals der Willkür von NS-Beamten, Vorarbeitern oder Bauern ausgesetzt. Die Autorin Elsbeth Schneider zeichnet ihr Schicksal jetzt in einem Roman nach.
Zwangsarbeit an einem Bahnhof in Polen im Juli 1940: Überleben lautete das einzige Ziel.
Geschichte Wie geht es weiter mit dem Winterbergtunnel? Deutsche und französische Politiker fordern Einrichtung eines Gedenk-Ortes
Eine Erklärung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) ebnet den Weg für ein Gedenken an mehr als 200 gefallene Soldaten aus Baden. Der Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordnete Andreas Jung will die Chance zu einem weiteren Schritt gemeinsamer Erinnerungsarbeit nutzen
Ein Beweis, dass sich unter den Soldaten, die hier vermisst werden, Angehörige des badischen Reserve-Infanterieregiments 111 befinden. Die beiden Schulterklappen in der Mitte tragen die Ziffer. Die beiden anderen Klappen gehörten einem Soldaten des Konstanzer Infanterieregiments 114.
Geschichte Nach Abbruch der Bergungsarbeiten: Um die toten badischen Weltkriegsoldaten im Winterbergtunnel wird weiter gekämpft
Nachdem der Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge letzte Woche den Versuch abgebrochen hatte, rund 200 vorwiegend badische Soldaten des Ersten Weltkriegs aus einem Stollen in Frankreich zu holen, will sich nun die Politik um das Thema kümmern. Der Konstanzer CDU-Bundestagsabgeordnete und Vizechef der Unionsfraktion Andreas Jung will sich für ein würdiges Andenken einsetzen.
Ein Mitarbeiter der französischen Kampfmittelbeseitigung im Wald am Winterbergtunnel. Neben ihm stehen zwei Granaten, die nicht explodiert sind.
Geschichte Sophie und Hans Scholl: Auf den Spuren der NS-Widerstandskämpfer durch Ulm
Am 9. Mai wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden. Vor ihrem Studium lebten Sophie und ihr Bruder Hans in Ulm. In einer Kirche vervielfältigten sie die Flugblätter, die sie schließlich das Leben kosteten. Das Verhältnis der Ulmer zu ihnen ist bis heute ambivalent.
Hans Scholl und Sophie Scholl, Mitglieder der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Die Mitglieder der Widerstandsgruppe an der Münchner Universität wurden nach einer Flugblattaktion gegen die Herrschaft des NS-Regimes verhaftet und vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt.
Geschichte Großes Digitalisierungsprojekt: Historische Zeitungen aus der Region kann man bald daheim lesen
„Hegauer Erzähler“, „Nellenburger Bote“, „Singener Volkswille“ oder „Freie Stimme“: Klingende Zeitungstitel, die heute nur noch Experten kennen. Das soll sich ändern. Eine große Digitalisierungsoffensive von Stadtarchiven der Region stellt die alten Titel ins Netz. Im Sommer soll es soweit sein: Dann kann man online kostenlos in alten Bänden schmökern.
Die „Konstanzer Zeitung“ meldet am 10. März 1888 den Tod von Kaiser Wilhelm I. Wer den Beitrag dazu lesen will, muss sich in ein Archiv bemühen. Künftig kann man sich den Weg sparen. Die Seite kann man bald auch auf dem Tablet lesen.
Geschichte Vor 150 Jahren wurde das Deutsche Reich gegründet – wie kam das damals in Baden an und welche Auswirkungen hatte es?
Die Historikerin Hedwig Richter gehört zu den meistgelesenen Fachleuten, was die jüngere deutsche Geschichte angeht. Im Interview hebt sie die fortschrittlichen Züge der Kaiserzeit hervor – und erklärt, mit welcher Skepsis die Reichsgründung in Baden und Württemberg aufgenommen wurde.
Vor dem Schloss in Donaueschingen (von links): Fürstin Irma und Fürst Max Egon II. von Fürstenberg, Graf Zeppelin und Kaiser Wilhelm II.
Aisne Hunderte tote Soldaten aus Südbaden liegen seit 100 Jahren in einem Stollen in Frankreich. Werden sie demnächst geborgen?
Vor mehr als 100 Jahren, mitten im Ersten Weltkrieg in Frankreich, kamen 200 Männer des badischen Reserve-Infanterieregiments 111 bei einem Angriff in einem Stollen ums Leben. Seit Jahren wurde nach dem Eingang zu dem sogenannten Winterberg-Tunnel nahe der Aisne gesucht. Jetzt wurde er gefunden. Franzosen und Deutsche wollen zu den Gefallenen vordringen.
Teils in lässiger Uniformierung: Deutsche Soldaten – vermutlich Angehörige des Reserve-Infanterieregiments 111 – vor ihren Stellungen am Winterberg in einer Kampfpause.
Geschichte Exotische Route: Warum die Zeppeline damals an die Copacabana gefahren sind – und erst später nach New York
Das erste Übersee-Reiseziel der legendären Zeppeline hieß Brasilien. Wie es vor fast 90 Jahren zu diesen Fahrten nach Südamerika kam, erklärt Barbara Waibel, Leiterin des Archivs der Luftschiffbau Zeppelin GmbH in Friedrichshafen.
Exotischer geht es kaum: LZ 127 „Graf Zeppelin“ über der Copacabana-Bucht von Rio de Janeiro.
Geschichte Was die Toten von Allensbach uns sagen: Ein Forscher schaut sich die Knochen der Hingerichteten genau an
Im Sommer leisteten die Archäologen neben der Bundesstraße 33 ganze Arbeit. Sie entdeckten nicht nur eine alte Hinrichtungsstätte und legten die Fundamente eines alten Galgens frei, sondern bargen auch die Überreste von 15 Menschen. Sie mussten als Verurteilte hier ihr Leben lassen. Jetzt werden die Reste beim Landesamt für Denkmalpflege vom Fachmann Michael Francken untersucht. Wir waren bei ihm und haben uns die Funde erklären lassen.
Michael Francken ist Anthropologe beim Landesamt für Denkmalpflege und kann aus Skelettknochen wie denen im Hintergrund auf dem Tisch wichtige Informationen herauslesen.
Geschichte Einst reichte das Bistum Konstanz von Stuttgart bis fast nach Mailand. Dann löschte es der Vatikan aus – die Folgen spürt man bis heute
Vor fast 200 Jahren zog der Papst einen bösen Schlussstrich unter die mehr als 1200 Jahre alte Geschichte des Bistums Konstanz. Damit ging auch die große historische Ära der Bodensee-Region zu Ende, meint Museumsleiter Dominik Gügel.
Hoch über dem Bodensee: Im Neuen Schloss in Meersburg residierten von 1750 bis 1803 die Fürstbischofe von Konstanz.
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Mehr Geschichte
Geschichte Der Mythos des Kreuzes Jesu: Warum es so viele Reliquien von ihm gibt und wie diese zu bewerten sind
Ostern ist das Fest des Heiligen Kreuzes. Von diesem werden Überreste in zahlreichen Reliquien verehrt, die heute noch tausende Menschen anlocken. Wir haben darüber mit dem Professor und Reliquien-Experten Holger Klein gesprochen.
Das Reliquiar von Denkendorf: Es ist als byzantinisches Doppelkreuz gestaltet und besteht aus einem Holzkern, der mit vergoldetem Silberblech überzogen ist. Der Jerusalem-Pilger Bertold übergab es nach 1120 an das Chorherrenstift Denkendorf bei Esslingen. Das Kreuz ist 23,5 Zentimeter hoch.
Geschichte Die Toten vom Bodensee: Frühere Richtstätte bei Allensbach gibt ein Dutzend Skelette von Verurteilten frei
Die Arbeit der Archäologen bei Allensbach erregt bundesweit Aufmerksamkeit. Über Jahrhunderte hinweg stand hier der Galgen, an dem zum Tode Verurteilte aufgehängt wurden. Andere Delinquenten wurde der Kopf abgeschlagen. Im Zuge der Bauarbeiten an der neuen B33 wurden nun Skelette freigelegt, die von Wissenschaftlern untersucht werden.
Grabungsleiter und Archäologe Jürgen Hald mit dem Skelett einer mindestens 25 Jahre alten Frau, die auf der Richtstätte bei Allensbach den Tod fand.
Überlingen Klaus Schultze war einer von Hitlers letzten Soldaten: Am 8. Mai trug er noch die Uniform der Wehrmacht
Vor 75 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Wie erlebten Menschen aus der Region diese Zeit? Klaus Schultze aus Überlingen war damals 17 Jahre alt – und war am 8. Mai noch im Dienst der deutschen Wehrmacht.
Er hatte Glück und überlebte. Klaus Schultze, heute 92, vor seinem Haus in Überlingen-Goldbach.
75 Jahre Kriegsende Zwischen Niederlage und Befreiung: Fotografien zeigen das Kriegsende in Südbaden
Vor 75 Jahren war mit der Kapitulation der deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg in Europa beendet. Zuvor war es zwischen Schwarzwald, Hochrhein und Bodensee teilweise zu heftigen Kampfhandlungen gekommen, viele Häuser lagen in Schutt und Asche. Wir haben für Sie Fotos aus der Region gesammelt. Manche Städte und Dörfer wurden durch US-Bombenangriffe und letzte Gefechte zwischen Wehrmacht und SS auf der einen sowie Franzosen auf der anderen Seite schwer getroffen.

Der Schlagbaum hebt sich: Bei Kriegsende von den Franzosen befreite oder freigelassene Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus Deutschland können bei Schleitheim (Kanton Schaffhausen) die Grenze zur Schweiz überqueren.
Geschichte Nur Mut! Vier vergangene Krisen, die beweisen, dass auf schlimme Zeiten immer wieder gute Zeiten folgen
Das Coronavirus hat die Welt in eine Krise gestürzt, die einigen Menschen die Hoffnung raubt. Die Geschichte zeigt: Dazu besteht kein Anlass. Es gab schon schlimmere Krisen – und selbst die hatten positive Folgen.
Einst eine Warnung: Pestkreuze bei von Emmingen-Liptingen im Hegau.
Geschichte regional Morgens krank, abends tot: Als die Spanische Grippe im Schwarzwald und am Bodensee wütete
Die Spanische Grippe forderte in den Jahren 1918 und 1919 auch in der Region unzählige Todesopfer. Dabei kam das Virus auch über die Kriegsheimkehrer in die Heimat. In der Folge wurden Schulen geschlossen, es gab Hamsterkäufe und die Behörden riefen dazu auf, Zugfahrten und Versammlungen zu meiden.
Ein Schweizer Zeitungsausschnitt zeigt, wie Menschen sich in London vor der Spanischen Grippe schützten.
Geschichte überregional „Die Katastrophe im Schatten der Katastrophe“: Vor 100 Jahren forderte die Spanische Grippe Millionen Todesopfer
Die Welt zittert vor dem Coronavirus. Doch 1918/19 war die Lage viel dramatischer. Die Spanische Grippe überzog den Globus und traf auf Massen durch den Ersten Weltkrieg geschwächter Menschen. Der Freiburger Historiker Jörn Leonhard erklärt, warum diese Pandemie so viele Opfer fand.
Diese Soldaten haben alle die Grippe: Blick ins Notfallkrankenhaus im Camp Funston der Militärbasis Fort Riley in Kansas (USA) 1918. Von hier ging die Pandemie vermutlich aus.
Visual Story Besuch im trauten Heim des alten Kanzlers: Enkel Konrad Adenauer erzählt von seinem Großvater
Wer die alte Villa von Altbundeskanzler Konrad Adenauer in Rhöndorf bei Bonn besichtigt, vergisst dieses Erlebnis nie wieder. Auch, weil alles, was den „Alten“ umgab, noch an seinem Platz ist. Nun erzählt der gleichnamige Enkel Konrad Adenauers, wie das Verhältnis zum Opa so war.
Konrad Adenauer, Enkel des ehemaligen, gleichnamigen Bundeskanzlers, steht im Adenauerhaus in Rhöndorf am Schreibtisch seines Großvaters im Arbeitszimmer.
Geschichte 75 Jahre nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg: Der Kampf um Dresden geht weiter
Am 13. und 14. Februar 1945 erlebte Dresden sein Inferno. Hunderte von britischen Bombern legten die Stadt in Schutt und Asche. Die Nazi-Propaganda frisierte die Zahl von 25 000 Toten und sprach von 200 000 Opfern. Diese Lüge hält sich bei Rechten noch heute hartnäckig. Historiker und Dresdens Bürgermeister halten dagegen.
Die Dresdner Altstadt nach der Zerstörung: Blick vom Dach der Katholischen Hofkirche über die Ruinenlandschaft. Das Foto stammt von 1950.
Geschichte Gruppenvergewaltigungen wie die in Freiburg und Ulm sind keine Folge neuer Migration: Auch Nachkriegskinder standen im Bann sexueller Gewalt
Seit 2015 ist es mindestens in zwei Fällen zu Gruppenvergewaltigungen gekommen, an denen in der Mehrzahl Flüchtlinge aus dem nahen und mittleren Osten beteiligt waren. Aber solche Übergriffe sind in Deutschland nicht wirklich neu. Die Konstanzer Historikerin Miriam Gebhardt erklärt, warum es schon vor 70 Jahren in Deutschland zu diesen Taten kam
Trümmerjahre: Die durch den Zweiten Weltkrieg ausgelösten Verwerfungen setzten sich in den Familien fort. Kinder erlebten Gewalt und übten Gewalt aus.