Der SÜDKURIER, das ist für viele zunächst einmal die Tageszeitung, die sie beim Frühstück auf dem Tisch liegen haben oder jederzeit auf dem Handy abrufen können. Das Produkt, das sie auf dem Laufenden hält, was vor der eigenen Haustür und in der Welt vor sich geht. Doch der SÜDKURIER ist noch viel mehr: Hinter dieser Marke steckt ein digitales Medien- und Dienstleistungsunternehmen, das 12 Firmen unter seinem Dach vereint. Getragen von Menschen, die rund um die Uhr viel Herzblut in ihre Arbeit stecken.

Wie wichtig es daher ist, die Mitarbeiter als Herzstück eines Betriebs wertzuschätzen, betont Anke Schellenberger, Leiterin der HR-Abteilung (Personalwesen) des SÜDKURIER: „Vom Redakteur über den Drucker bis zum Zusteller: Es geht nicht ohne unsere Mitarbeiter. Mit den Menschen unseres Unternehmens möchten wir die Digitalisierung und Transformation des Medienhauses gestalten. Deshalb bieten wir Freiraum für die Entwicklung neuer Ideen, Chancen zur persönlichen Weiterbildung und den nötigen Rahmen, um den Beruf gut ausüben zu können.“

„Wir sind ein dynamisches Unternehmen, das sich immer wieder neu erfindet“

Ins Konkrete übersetzt heißt das: Übertragung von Verantwortung und die Möglichkeit, eigene Ideen zu entwickeln und einzubringen, diverse Online-Plattformen zur Weiterbildung und flexible Arbeitszeiten. „Wir sind ein dynamisches Unternehmen, das sich immer wieder neu erfindet“, so Schellenberger. „Das ist herausfordernd, aber auch sehr spannend. Unser Ziel ist es, die Mitarbeiter auf ihrem Weg zum eigenverantwortlichen Arbeiten zu begleiten und sie zu fördern, aber nicht zu überfordern. Dafür müssen alle umdenken, weshalb wir Mitarbeiter und Führungskräfte mit Schulungsprogrammen proaktiv begleiten.“

Die Abschlussfeier der Auszubildenden des SÜDKURIER Medienhauses wurde gleichzeitig zum Einstandsfest – alle Lehrlinge wurden übernommen. Links HR-Referentin Silke Görnitz. Bild: Scherrer
Die Abschlussfeier der Auszubildenden des SÜDKURIER Medienhauses wurde gleichzeitig zum Einstandsfest – alle Lehrlinge wurden übernommen. Links HR-Referentin Silke Görnitz. Bild: Scherrer | Bild: Adobe Stock

Auf einer E-Learning-Plattform, die allen Mitarbeitern zur Verfügung steht, können sie unterschiedliche Kurse vom Zeitmanagement über mobiles Arbeiten und Führung bis zu Microsoftschulungen besuchen – und das in der Arbeitszeit, sofern die Inhalte einen beruflichen Bezug haben. „Für die Freizeit stehen jedem Mitarbeiter darüber hinaus alle weiteren Onlineworkshops zur Verfügung, wie zum Beispiel Sprachkurse“, erläutert Anke Schellenberger.

Vertrauen zu den Mitarbeitern

Wertschätzung gegenüber jedem Einzelnen in unserem Unternehmen ist ein wesentlicher Leitgedanke, so dass jeder Mitarbeiter mit Respekt behandelt wird. Berufliche und persönliche Erfolge werden anerkannt und gefeiert. Um bestmöglich auf die Bedürfnisse der Angestellten eingehen zu können, gelten in allen Abteilungen flexible Arbeitszeiten mit Teilzeitgraden von 20 bis 90 Prozent. Dabei ist das mobile Arbeiten außerhalb des Büros, zum Beispiel von zu Hause, genauso möglich wie die vorübergehende Reduzierung der Arbeitszeit, wenn ein Mitarbeiter vermehrt in der Familie gebraucht wird.

„Niemand soll aufgrund der gleichzeitigen Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen und der Verantwortung im Beruf in eine Überforderung geraten“, sagt Anke Schellenberger. Dieses Modell basiert auf einer Vertrauensarbeitszeit – Zeiterfassung per Stempelkarte gibt es nur in wenigen Bereichen wie zum Beispiel in der Druckerei.

Steigerung der Effektivität durch mobiles Arbeiten

Dass immer mehr Arbeit zukünftig außerhalb der Büroräume stattfindet, ist nicht zuletzt eine Folge der Coronapandemie. „Dadurch wurde das mobile Arbeiten deutlich beschleunigt und wir stellen fest, dass wir keinerlei Rückgang der Produktivität haben“, so die HR-Leiterin. Im Gegenteil: Manche Abteilungen meldeten sogar eine Steigerung der Effektivität, wenn Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten. Derzeit erstellt das Medienhaus in Absprache mit der Arbeitnehmervertretung einen Leitfaden zum mobilen Arbeiten, damit die Regeln für alle klar sind.

„Ein wichtiges Ziel dabei ist, sicherzustellen, dass unsere Beschäftigten zu Hause nicht zu viel arbeiten und die Grenze zum Privaten sich nicht schleichend verschiebt“, sagt Anke Schellenberger. „Die Work-Life-Balance soll gewahrt bleiben.“ Denn auch wenn heute E-Mails rund um die Uhr abrufbar sind, findet sie: „Irgendwann ist Schluss mit Arbeit.“ Der SÜDKURIER will und wird das mobile Arbeiten nicht mehr zurückdrehen, auch wenn dies ein Umdenken bedeutet: Plötzlich sitzt das Team nicht mehr gemeinsam im Büro, Absprachen müssen per Telefon, E-Mail oder Videokonferenz getroffen werden.

Transparenz und Ehrlichkeit als wichtige Prämisse

Für das Verständnis des SÜDKURIER ist es wichtig, dass das Management dem Personal mit einer gewissen Transparenz und Ehrlichkeit entgegentritt, indem offen über Visionen, Zielsetzungen und Strategien gesprochen wird. So entsteht ein kommunikatives Arbeitsumfeld. Dazu findet unter anderem einmal im Monat ein virtueller Austausch der beiden Geschäftsführer mit allen Mitarbeitern statt, die an diesen Treffen teilnehmen möchten. „Ein gutes Betriebsklima ist uns sehr wichtig“, betont Anke Schellenberger. „Bei diesen Online-Meetings besteht für die Beschäftigten die Möglichkeit, Vorschläge zu machen und Rückmeldungen zu geben, Fragen zu stellen und alles loszuwerden, was sie bewegt.“

Flexibilität ist der Baustein zwischen Familie und Beruf

Da aber auch der persönliche Kontakt zwischen den Kollegen wichtig ist, wird niemand zum mobilen Arbeiten gedrängt, der lieber im Büro sein möchte. „Wir wollen einen Rahmen schaffen, der dem Wunsch der Mitarbeiter nachkommt, eine Balance zwischen mobilem Arbeiten und Zeiten im Büro zu finden“, so die Personalchefin. Diese Flexibilität bildet einen Baustein, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Dazu zählt aber noch mehr: „Wir als Unternehmen übernehmen bis zu 10 Tage lang die Entgeltfortzahlung, wenn ein Kind krank ist. Außerdem bieten wir 30 Urlaubstage und gewähren weitere Sonderurlaube zu persönlichen Anlässen.“

Digital transformation, Concept of digitization of business processes and modern technology.
Digital transformation, Concept of digitization of business processes and modern technology. | Bild: Kirill Ivanov

Elternzeit sei auch für Väter kein Problem, genauso wenig wie Frauen in Führungspositionen. „Im Gegenteil: Über beides freuen wir uns“, sagt Anke Schellenberger. Das Medienhaus akzeptiert es aber auch, wenn ein Elternteil nach der Geburt des Kindes drei Jahre lang zu Hause bleiben möchte. Die Wertschätzung gegenüber den Mitarbeitern gilt auch für ihre Gesundheit. So richten sich in der Pandemie alle Maßnahmen des Unternehmens danach aus, die Gesundheit der Mitarbeiter soweit wie möglich zu schützen.

Vorteile für Angestellte des SÜDKURIER

Aber nicht erst seit Corona macht das SÜDKURIER Medienhaus sich Gedanken darüber, wie die Angestellten fit bleiben. Es gibt einen Betriebsarzt genauso wie einen Werksschutz, der regelmäßig die Sicherheit und Gesundheitsbedingungen der Arbeitsplätze überprüft. Großer Beliebtheit erfreut sich das Jobrad: Mitarbeiter können mittels Entgeltumwandlung über den SÜDKURIER ein Fahrrad finanzieren – vom konventionellen Rad bis zum E-Bike. Zudem organisieren sich die Mitarbeiter in verschiedenen Sportgruppen, die das Unternehmen fördert. Und sonst? Wer sich für eine Stelle im SÜDKURIER Medienhaus entscheidet, kann eine attraktive betriebliche Altersvorsorge abschließen.

In der Konstanzer Kantine gibt es täglich ein bezuschusstes Mittagessen – ein nicht zu unterschätzendes Gut im Büroalltag! Mindestens einmal im Jahr wird normalerweise auch gemeinsam geschlemmt, gefeiert und getanzt, sei es bei der Jubilarfeier oder bei einem Weihnachtsessen. „Das machen wir alles wieder, sobald Corona vorbei ist“, so Anke Schellenberger. Sie selbst arbeitet gern in einem Unternehmen, das regional verwurzelt ist und Tradition hat, gleichzeitig Digitalisierung innovativ lebt und somit zukunftsfest ist. „Der SÜDKURIER war noch nie von großem Personalabbau betroffen, da wir auf Sicht fahren“, sagt die Fachfrau. „Wir stellen Personal mit der Verantwortung für die Menschen ein, die zu ans Bord kommen wollen.“