„Nicht nur Hochschulen können schön weiterbilden“, freute sich IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Jany: „Dies hier ist der Stein gewordene Ausdruck der Hauptaufgabe unserer IHK.“ Illustre Gäste aus Wirtschaft und Politik waren am Freitag nach Weingarten gekommen, um den modernen Anbau in der Lindenstraße in Weingarten in Augenschein zu nehmen. Die Hauptgeschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer Bodensee-Oberschwaben wächst damit um rund 2800 Quadratmeter Nutzfläche, um neue Büros, Schulungsräume und 180 neue Parkplätze.

20 Monate wurde gebaut, jetzt steht das neue Weiterbildungshaus, drei helle Stockwerke hoch. An der Nahtstelle im Rundbau führt ein neuer Haupteingang in die IHK; ein großzügiges Treppenhaus geht in die beiden oberen Etagen. Ein edles neues Bistro-Casino mit Außenfläche und modernem Selbstbedienungstresen wertet den ganzen IHK-Komplex noch weiter auf. Die neuen Seminar- und Schulungsräume sind teil- und erweiterbar – und damit sehr flexibel einzusetzen. In rund 20 Monaten Bauzeit wurde der neue Komplex fertiggestellt. Von den 9,3 Millionen Euro Baukosten wurden über zwei Drittel von Bund und Land getragen; den Rest finanzierte die IHK aus eigenen Mitteln. Dabei wurde nicht nur der Kostenrahmen eingehalten: Die IHK habe weder Schulden aufnehmen müssen noch eine Sonderumlage bei ihren Mitgliedsunternehmen aufnehmen müssen, sagte IHK-Präsident Heinrich Grieshaber. Nach mehreren Jahren der Enge habe die IHK nun eine gute Basis, um das für die Wirtschaft in der Region so wichtige Thema Weiterbildung nochmals weiterzuentwickeln und auszubauen.

Investition in Know-how sei die Zukunftssicherung schlechthin. Großunternehmen könnten dafür eigenen Strukturen aufbauen; Mittelständler dagegen kämen hier an eine kritische Größe und bräuchten die IHK als Bildungsträger.

Viel Lob für die „Vorzeigeregion“ gab’s von Nicole Hoffmeister-Kraut, Landesministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau: Der Bereich der IHK Bodensee-Oberschwaben sei eine „starke und unverzichtbare Säule der baden-württembergischen Wirtschaft“. Da passe der Neubau perfekt, denn die Nachfrage nach Weiterbildung steige in so einer wirtschaftlich starken Region immer weiter an: „Unsere Köpfe, Tüftler und Denker waren schon immer unsere Stärke.“ Das fand auch Boris Petschulat. Ministerialdirigent im Bundes-Wirtschaftsministerium: „Geld, das in den Südwesten fließt, ist immer gut angelegt, denn hier brummt die Wirtschaft.“

Bei einem Tag der offenen Tür am Samstag, 8. Oktober, kann der neue Weiterbildungsanbau der IHK besichtigt werden. Von 10 bis 17 Uhr gibt es eine Mischung aus Information, Schnuppertrainings, Kurzvorträgen, Erkundung des Gebäudes und viel Unterhaltung. Highlight der Veranstaltung sind zwei interaktive und unterhaltsame Workshop-Vorträge „Magie des Lernens“ von Gregor Staub aus Liechtenstein.
 

Zahlen und Fakten

Architekt: Schlude Ströhle Richter, Stuttgart

Baukosten: 9,3 Millionen Euro

Förderung: Vom Bund mit 39,7 Prozent und vom Land mit 26,5 Prozent

Bauzeit: 20 Monate

Fläche gesamt: 2800 Quadratmeter

Sieben Schulungsräume, zusammen 570 Quadratmeter

Drei Räume für extra Lernbereiche im 1. OG) mit 105 Quadratmetern

Fläche Bistro (EG): 160 Quadratmeter

Fläche Büros: 240 Quadratmeter

Drei Beratungsräume

Parkplätze: 180