Eine 65-Jährige wurde laut Polizeiangaben am Freitagmittag gegen 12.30 Uhr in der Brandenburger Straße im Bereich eines Einkaufsmarkts auf offener Straße von einer unbekannten Frau angesprochen, die angab, eine "Heilerin" zu sein. Nach einem Gespräch, in dem die 65-Jährige der fremden Frau ihre Probleme schilderte, diagnostizierte die selbsternannte Heilerin, dass die Probleme von den Ersparnissen der 65-Jährigen kommen würden: Auf dem angesparten Geld liege ein Fluch, den sie brechen könne.

Die 65-Jährige ließ sich überzeugen, das Geld in Begleitung einer weiteren Frau von einer Bank in Baienfurt abzuheben. Nachdem sie ihre Ersparnisse in Höhe von über 20.000 Euro abgehoben hatte, fuhren die beiden Frauen wieder zu der vermeintlichen Heilerin in die Brandenburger Straße. Dort nähte die falsche Heilerin das Geld in ein Handtuch ein, sprach Gebete und händigte das in ein Handtuch eingenähte Geldpaket wieder an die 65-jährige Frau aus. Dabei kam es offenbar zu einem Austausch des Geldpakets, denn als die Geschädigte das Paket zuhause öffnete, fand sie darin nur Papierreste.

Die Täterin wird als etwa 170 Zentimeter groß mit blondem langen, hochgestecktem Haar beschrieben. Sie trug einen knielangen beigefarbenen Mantel und ein Halstuch. Die Komplizin der Frau war etwa 157 Zentimeter groß und stabil gebaut. Sie trug eine schwarze Steppjacke und eine schwarze Hose. Ihre schwarzen Haare waren ebenfalls hochgesteckt.

Alle Gespräche erfolgten in russischer Sprache. Da sich das Gespräch zwischen der Täterin und der Geschädigten sowie der Austausch der Geldpakete durchgehend auf der Brandenburger Straße im Bereich der Einmündung zur Danziger Straße abspielte, hofft die Polizei, dass Zeugen das Geschehen beobachtet haben.

Zeugen, die sachdienliche Angaben machen können, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier in Weingarten, Telefon 0751/803-6666, in Verbindung zu setzen.