2019 weist die Kriminalitätsstatistik gegenüber 2018 ein Plus von 43 auf insgesamt 291 Straftaten auf. Doch bei der Häufigkeitszahl der Straftaten, die die Anzahl der Straftaten gerechnet auf 100 000 Einwohner wiedergibt, liegt Uhldingen-Mühlhofen mit 3504 deutlich unter dem Durchschnitt aller Gemeinden im Bodenseekreis mit einem Wert von 4618. „Das ist sehr gut“, sagte Hornstein über die Zahl, die eine Aussage über die individuelle Kriminalitätsbelastung einer Gemeinde und damit das subjektive Sicherheitsgefühl zulasse.

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Die Aufklärungsquote der in Uhldingen-Mühlhofen angezeigten Straftaten liegt bei 60,5 Prozent und damit leicht über dem Durchschnitt des Bodenseekreises (60,1 Prozent), allerdings auch unter der vorjährigen Aufklärungsquote, die 71,4 Prozent betrug. Die aufgeklärten Delikte verübten 144 Tatverdächtige, 13 weniger als im Jahr zuvor. Davon waren 33 weiblich und 42 nichtdeutscher Herkunft. Die Zahl der Delikte, die von unter 21-Jährigen verübt wurden, sank von 31 auf 14. „Die Jugendarbeit in Uhldingen-Mühlhofen funktioniert“, schloss Hornstein daraus. Als ebenso „ganz positive Entwicklung“ im Fünf-Jahres-Vergleich stellte der Polizeirevierleiter den weiteren Rückgang bei den Diebstählen heraus: 2019 waren es 42 gegenüber 48 im Jahr 2018 und 87 im Jahr 2017. Damit liege die Gemeinde in diesem Deliktsbereich in der Fünf-Jahres-Betrachtung, die durchschnittlich 74 Diebstähle pro Jahr aufweist, auf einem absoluten Tiefstand. Die deutliche Reduzierung der Fahrraddiebstähle könne man darauf zurückführen, dass die Menschen zunehmend hochwertige Räder kauften und entsprechend auch in Sicherheitsmaßnahmen investierten.

Polizei leistet viel Präventionsarbeit

Die acht Wohnungseinbruchdiebstähle – zwei mehr als im Vorjahr – ansprechend, sagte der Beamte, die dabei entstehende psychische Belastung sei für Betroffene meist schwerwiegender als der materielle Schaden. In dieser Hinsicht habe die Polizei viel Präventionsarbeit geleistet. Gleichzeitig appellierte er an die Bevölkerung, dass jeder Maßnahmen zur Prävention ergreifen könne. Er riet beispielsweise, bei längerer Abwesenheit nicht die Rollläden zu schließen. Zudem sollte man seinen Briefkasten leeren lassen.

Die Vermögens- und Betrugsdelikte, deren Zahl von 51 auf 65 gestiegen ist, bereiten Hornstein Sorgen. Gefährlich seien vor allem falsche Gewinnversprechen, der Enkeltrick, falsche Polizeibeamte oder der sorglose Umgang von Bürgern mit ihren persönlichen Daten im Internet. Obwohl man diesbezüglich viel Aufklärungsarbeit betrieben habe, „ist es erstaunlich“, so Hornstein, „dass immer noch so viele Menschen auf diese Tricks hereinfallen“.

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Leicht gesunken ist die Anzahl der Rauschgiftdelikte. 2019 waren es 18, 2018 zählte man 25. Diese Zahlen seien allerdings mit Vorsicht zu genießen, weil sich die Szene immer mehr ins Internet verlagere. „Es gibt aber sicherlich in Uhldingen-Mühlhofen keine Rauschgiftszene“, betonte Günter Hornstein, was auch von Egon Haak bestätigt wurde. „Bei uns gibt es keine Besonderheiten.“ Die Aufklärungsquote betrage in diesem Bereich 88 Prozent.