Als kleine Attraktion und als Sitzmöglichkeit sind sie gedacht, die vier Liegesteinplatten, die im Rahmen der Uferneugestaltung im Vorjahr an der Promenade in Unteruhldingen angebracht worden sind. Jetzt hat ein Vorfall für Aufsehen gesorgt, der es bis zur Diskussion in den Gemeinderat brachte. Vermutlich aus Gründen der Unachtsamkeit ist ein Besucher gegen eine solche Steinplatte gelaufen und gestolpert. Das hatte dazu geführt, dass die Gemeinde die Platten wie etwa schon beim vorjährigen Hafenfest absperrte und sich mit dem zuständigen Planer Johann Senner aus Überlingen vor Ort traf.

Bürgermeister schlägt Versetzung vor

Bürgermeister Dominik Männle schlug in der ersten Sitzung des Gemeinderates daher vor, zwei der Steine auf die nebenan liegende Terrasse zu versetzen. „Wir sollten sie aus dem Bereich entfernen, in dem Fußgängerverkehr ist“, so der Rathauschef: „Damit könnten wir leben.“ Zudem sei es denkbar, an den beiden anderen Steinen zur besseren Kenntlichkeit im Dunkeln Solarleuchten anzubringen.

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Unterschiedliche Meinungen im Gemeinderat

Dass die Steine nicht bei jedem auf Zustimmung stoßen, wurde während der Aussprache im Rat offenbar. „Eigentlich haben wir den Steinplatten nie zugestimmt“, betonte Meinrad Holstein (FDP). Gefallen an ihnen findet Angelika Lenius (JB), die sich aber für eine bessere Kenntlichkeit aussprach. „Also ich fand sie schön“, bekräftigte sie. „Mir haben die Seine noch nie gefallen“, sagte dagegen Wolfgang Metzler (BuF). Sein Vorschlag: Zwei Steine jeweils aufeinanderzusetzen. „Dann haben sie genau die richtige Sitzhöhe“, sagte er. Nicht einverstanden damit war Männle. „Dann wäre sozusagen jeder Stein doppelt bezahlt, wenn man nur einmal darauf sitzen kann“, antwortete er schmunzelnd. Dabei erinnerte er an Kinder, für die die Steine die richtige Sitzhöhe aufwiesen. Ute Stephan (BuF) konnte sich sogar vorstellen, an die Ecken der beiden anderen Steine kleine Blumenkübel zur besseren Wahrnehmung anzubringen. Und Wolfram Klaar (SPD) machte darauf aufmerksam, dass Solarleuchten im Winter nicht funktionierten.

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Kosten sollen keine entstehen

Das Gremium einigte sich schließlich, die zwei betreffenden Steine aus dem Gehbereich zu entfernen und zu versetzen. Die dann entstehenden offenen Flächen sollen mittels Rorschacher Sandstein geschlossen werden. Kosten entstehen der Gemeinde laut Männle keine.

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