In der Sitzung im April hatte Gemeinderat Wolfgang Metzler (BuF) angefragt, wie der Zeitplan für die Neufassung der Richtlinien sei. Er hatte vorgeschlagen, im Gremium vorab zu entscheiden und sich dafür ausgesprochen, keine Bootsgemeinschaften mehr bis zur Neugestaltung der Richtlinien zu genehmigen. „Der Andrang im Hafen ist riesengroß und wir sollten den Leuten auf der Warteliste eine Chance geben. Wenn es so weitergeht, dann wird es immer schlimmer“, befürchtete er.

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Kämmerin Gabriele Bentele sagte jetzt im Gemeinderat, im November 2019 sei eine Hafenkommission aus aus Vertretern der Wassersportvereine, Verwaltung und Gemeinderat gebildet worden. Ihre Aufgabe ist es, mehr Transparenz bei der Vergabe der Liegeplätze zu schaffen.

Diese Regelungen gelten momentan noch

Die Kommission habe erstmals Ende September 2020 getagt. „Hier wurde von allen Seiten die Notwendigkeit priorisiert, die Bildung von Bootsgemeinschaften neu zu organisieren“, sagte Bentele. Derzeit könnten die Liegeplatzinhaber jederzeit Bootsgemeinschaften mit von ihnen ausgewählten Personen eingehen. Die Gemeinschaften müssten nur bei der Gemeinde angezeigt und die Zulassungs- und Versicherungspapiere des Bootes vorgelegt werden. Bentele fügte an: „Damit ist es möglich, ganz legal zu einem Liegeplatz zu kommen – an der Warteliste vorbei.“

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Coronabedingt habe in den zurückliegenden Monaten keine weitere Sitzung der Hafenkommission einberufen werden können. Aus dem Grund verzögere sich die Umgestaltung der Richtlinien noch etwas. Mittlerweile habe sich herumgesprochen, dass die Gemeinde die Vergaberichtlinien insbesondere bei den Gemeinschaften ändern wolle. „Es ist damit zu rechnen, dass dadurch vermehrt Anträge auf Eintragung von Bootsgemeinschaften gestellt werden“, erläuterte die Kämmerin. Sie schlug vor, einen Antragstopp für Bootsgemeinschaften bis zum Beschluss über die geänderten Vergaberichtlinien auszusprechen. Dem Vorschlag folgten alle Ratsmitglieder.