Wie viele andere Gastgeber in der Region steht auch das Platzwartwartpaar Heike und Werner Stuber vom Uhldinger Campingplatz „Birnau-Maurach“ in den Startlöchern, wenn sie ab Montag, 18. Mai, wieder Gäste auf ihrem idyllischen Platz am See empfangen dürfen. Der Rasen ist gemäht, die Hecken sind gestutzt, Desinfektionsmittel steht bereit und an der Rezeption wurde eine schützende Plexiglasscheibe montiert.

Zur Erläuterung sind die geltenden Vorschriften gut sichtbar ausgehängt.
Zur Erläuterung sind die geltenden Vorschriften gut sichtbar ausgehängt. | Bild: Lorna Komm (lko)

„Alles soll sauber und einladend sein, wenn die Camper kommen“, sagt Werner Stuber. Vorerst dürfen sie nur autarke Wohnmobile reinlassen, also Campingmobile, die zumindest eigene Toilette an Bord haben, denn die Gemeinschaftsräume müssen laut Verordnung noch geschlossen bleiben. Doch das sei zumindest ein Anfang, freut sich das Betreiberpaar.

„Seit Bekanntwerden der Lockerungen, klingelt das Telefon annähernd pausenlos“, erzählt Heike Stuber, „die Leute dürsten nach Urlaub.“ Reservierungen für die nächsten Tage gingen ebenso ein wie Urlaubsbuchungen für die Sommermonate. „Pfingsten haben haben wir schon so gut wie voll“, sagt die Platzwartin. Dabei wüssten sie noch gar nicht genau, welche Regelungen in der zweiten Phase der Lockerungen gelten würden. Ein Hygienekonzept werde demnächst erarbeitet. „Aber wir sind hier eh gut aufgestellt“, meint Werner Stuber. „Die Waschräume sind sowieso schon sehr gut abgetrennt.“ Eine Sperrung jedes zweiten Waschbeckens wäre sowohl in den Sanitäranlagen als auch in der Spülküche schnell zu realisieren. Doch bis Pfingsten dürfen diese nicht genutzt werden, was schade sei, meint Heike Stuber, denn so ist Zelten zur Zeit nicht möglich.

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Auch für die Dauercamper, die keine Toilette in ihrem Wohnwagen haben, besteht zur Zeit keine Möglichkeit ihr Freizeitdomizil zu nutzen. Die meisten der über die komplette Saison genutzten Wohnwagen konnten Anfang März aufgestellt werden. „Nur die Vorzelte durften noch nicht aufgebaut werden“, erzählt Heike Stuber, „und bewohnt werden konnten sie ebenfalls noch nicht.“ Regelmäßig seien auch Polizei und Ordnungsamt am Campingplatz vorbeigefahren und hätten die Einhaltung der Auflagen kontrolliert, erzählt sie weiterhin. Nun freue sie sich schon auf die neuen Gäste und darauf, die langjährigen Bekannten wieder zu treffen. Abstand halten sei dabei kein Problem. „Die meisten Dauercamper gehören der älteren Generation an, diese sind – oft aus Gesundheitsgründen – generell vorsichtiger“, so Stuber. „Und bei den großzügigen Flächen unserer Parzellen ergibt sich der Abstand von allein“, fügt ihr Mann an. Wobei er an den letzten schönen Wochenenden am See beobachtet habe, dass die Menschen im Allgemeinen sehr diszipliniert seien und Abstand halten würden.

Bis zum 18. Mai sind die Wohnmobil-Stellplätze, wie hier in Meersburg noch gesperrt. In Vorbereitung für die Öffnung wurden einzelne Parzellen bereits abgetrennt. Das Toilettenhäuschen auf dem Stellplatz neben der Feuerwehr wird aber weiterhin vorerst geschlossen bleiben.
Bis zum 18. Mai sind die Wohnmobil-Stellplätze, wie hier in Meersburg noch gesperrt. In Vorbereitung für die Öffnung wurden einzelne Parzellen bereits abgetrennt. Das Toilettenhäuschen auf dem Stellplatz neben der Feuerwehr wird aber weiterhin vorerst geschlossen bleiben. | Bild: Lorna Komm (lko)

Auch für das leibliche Wohl der Camper sei gesorgt. „Wir bieten ab dem ersten Tag das volle Programm, inklusive Brötchenservice“, betont der Platzwart. Das Camping-Restaurant „Im Vorbei“ darf ebenfalls beschränkt öffnen. Nach Essen zum Mitnehmen hätten bereits viele Anrufer gefragt, da die gemeinschaftliche Spülküche noch nicht nutzbar sei, verrät seine Frau. Doch trotz der Freude sei eins klar, so Werner Stuber: „Die Verluste der letzten zwei Monate, mit den Höhepunkten Osterferien und 1.Mai-Wochende, werden wir nicht mehr einholen.“ Unklar sei ebenso, ob die gebuchten Jugendzeltlager durchgeführt werden könnten.

Pfosten und Flatterbänder markieren die einzelnen Parzellen, damit die Abstände eingehalten werden.
Pfosten und Flatterbänder markieren die einzelnen Parzellen, damit die Abstände eingehalten werden. | Bild: Lorna Komm (lko)

In Vorbereitung auf die Öffnung am Montag sorgen seit Donnerstag auf den Meersburger Wohnmobilstellplätzen im Allmendweg Pfosten und Flatterbänder für die Einhaltung der Abstände. Während auf dem dritten Stellplatz „Ergeten“ von Beginn an liegende Baumstämme die Parzellen markieren, herrschte bei den Plätzen neben der Feuerwehr freie Platzwahl. Im Zuge der Corona-Maßnahmen begrenzen dort nun die provisorischen Mittel die Parkflächen. Öffentliche Toiletten und Duschen bleiben auf allen Plätzen bis auf Weiteres verschlossen. Mehrere Aushänge verweisen auf die geltenden Vorschriften.

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