Erneut darf die Blaue Flagge als Auszeichnung für besondere Leistungen über dem Sportboothafen in Unteruhldingen wehen. Hafenmeister Robert Schwarz und sein Stellvertreter Franz-Josef Speth freuen sich, das Umweltsymbol, mit dem die Touristbetriebe zum 26. Mal ausgezeichnet wurden, wieder hissen zu dürfen. „Uns ist es wichtig, dass unser Hafen ordentlich aussieht, dass die sanitären Anlagen und die Bootsstege gepflegt sind und die Mülltrennung funktioniert“, sagt Schwarz. „Der Gesamteindruck muss stimmen.“

Vergeben wird die Flagge von der Foundation for Environmental Education (Stiftung für Umwelterziehung). In Deutschland wird sie vertreten durch die Deutsche Gesellschaft für Umwelterziehung. Das Umweltsymbol wird nur für eine Saison verliehen und darf nur dann wehen, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind: Für Sportboothäfen sind das insbesondere die Umweltkommunikation, das Umweltmanagement, die umweltgerechte Infrastruktur sowie die Sicherheit und Servicequalität im Hafen. Außerdem müssen ausreichend Entsorgungsbereiche für Abfälle und Abwasser bereit stehen sowie Sicherheitsaspekte beachtet werden.

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Wie Speth informierte, müsse man sich jedes Jahr erneut um die Flagge bemühen. Eine internationale Jury bewerte die Bewerbungen anhand eines umfangreichen Fragenkatalogs. Da der Sportboothafen schon seit vielen Jahren mit der Flagge ausgezeichnet werde, erhalte man nur die abgespeckte Version mit 38 Fragen, zu denen man auch Bilddokumentationen anfertigen müsse, wie der stellvertretende Hafenmeister erläuterte. Rund eine Woche dauere es, den Fragenkatalog zu beantworten. Da dies im Sommergeschäft undenkbar sei, fülle man den Antrag erst im Herbst und Winter aus, „wenn es bei uns ruhiger ist“, sagte Speth.

Der Fragenkatalog umfasse insbesondere umweltschutzrelevante Themen. Dabei werde Rücksicht sowohl auf das benachbarte Naturschutzgebiet Seefelder Aachmündung als auch auf umweltgerechte Reinigungsmittel in der Dusch- und Toilettenanlage genommen. Das Sportboothafenwasser müsse sauber sein, ohne Merkmale von Verschmutzungen wie etwa Öl, Müll, Toilettenabwasser oder andere Verunreinigungen. Nachweisen müsse man außerdem einen Reinigungs- und Notfallplan mit verantwortlichen Personen. Die Jury behalte sich vor, die Verleihung der Flagge zu verweigern oder diese wieder einzuziehen, wenn der Hafenbetreiber gegen die Ziele und den Geist der Blauen Flagge verstoße.