Das Ziel des Investors – das Dienstleistungsunternehmen Schauinsland aus Pforzheim – ist es, den eigenen Lebensstil mit der Einbindung in das soziale Gefüge einer Hausgemeinschaft verbinden zu können. Dies soll auf diese Weise optimal umgesetzt werden.

Der Gemeinderat hatte im Dezember 2015 nicht nur den Bauantrag verabschiedet, sondern parallel auch die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans „Ottenbohl III“ auf Kosten des Investors beschlossen. Nachdem bereits im Spätsommer 2016 die Erschließungsarbeiten begonnen hatten, erfolgte der symbolische Spatenstich Ende Januar 2017, das Richtfest im September 2017. „Die Eröffnung ist für Mitte des Jahres geplant, Ende März wird mit der Ausschreibung der Stellen begonnen“, teilte Stefanie Berghofen von Schauinsland mit. Die Übergabe des gesamten Komplexes werde trotz früheren Starts der Pflegeeinheit zum Ende dieses Jahres stattfinden. Nach ihrer Darstellung befinden sich die Räumlichkeiten der südlich angeordneten vier Chalets in Richtung der Landesstraße auf einer Ebene, sodass alle barrierefrei auch mit einem Rollstuhl erreichbar sind. Das Gleiche gelte auch für die Wohneinheiten, die über die Stockwerke mit einem Aufzug verbunden sein werden. Sicherheit, Eigenständigkeit, Zukunftsorientierung und Serviceleistungen seien Bestandteile des Konzeptes. „Jeder findet, das was er braucht oder aber in Zukunft sichergestellt haben möchte. Eigenständigkeit solange wie möglich zu leben oder aber nur die Hilfen zu bekommen, die man wirklich haben möchte, ist oberstes Prinzip des Wohnkonzeptes“, so die Justiziarin. Bei Bedarf könnten Leistungen der Betreuung und Pflege hinzugebucht werden.

Bereits jetzt lässt sich die im Erdgeschoss liegende Cafeteria im Pflegeheim erkennen, die später auch für alle Besucher geöffnet sein wird. Auf drei Etagen entstehen hier ausschließlich Einzelzimmer mit eigenem Bad. „Mehrere Zimmer sind so konzipiert, dass sie durch einen gemeinsamen Vorflur auch für Paare als Wohneinheit genutzt werden können. Auf jeder Ebene befinden sich Räume zur Begegnung. Eine Sonnenterrasse im Obergeschoss steht allen zum Entspannen zur Verfügung“, sagt Stefanie Berghofen. Mit der Anlage der Grünanlage inklusive Teich vor der Cafeteria soll im Frühling begonnen werden. Geplant ist, die Böschung zur Straße zu modellieren, sodass vor den Chalets die Terrassen und Gärten entstehen können. Berghofen: „Dies wird erreicht durch Einsetzen von Findlingen und einer Bepflanzung des Hanges.“ Der Alleecharakter zum nahen Ortskern soll später noch durch eine Baumreihe entlang der Straße unterstrichen werden.

Das Pflegeheim entspricht den Vorgaben der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO). Es leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Schließung der Versorgungslücke, die in der Region bereits deutlich zu spüren ist und sich spätestens 2019 durch das Ende der Übergangsfrist zur Umsetzung der Verordnung verschärfen wird. Der Betreiber wird einen Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen und Sozialhilfeträgern schließen.

„Es läuft bisher alles nach Plan“, sagt Berghofen auch im Hinblick auf die angespannte Lage im Wohnungsbau. Dies gelte für den zeitlichen Fortschritt als auch für die Zusammenarbeit der verschiedenen Gewerke. Lokale und schon seit Jahren für den Bauherrn bekannte Anbieter kämen beim Bau zum Einsatz. So hat das Stadtwerk am See gerade ein großes Blockheizkraftwerk im Seniorenheim installiert. Von dort aus sollen alle Wohneinheiten auf dem Gelände beheizt werden.

Der Wohnpark

Der Wohnpark Uhldingen-Mühlhofen liegt im Ortsteil Mühlhofen neben der ehemaligen evangelischen Kirche. Er soll den kurz- und mittelfristigen Bedarf pflegebedürftiger Menschen decken. Im 53 Meter langen Hauptgebäude im Nordosten sind drei Wohngruppen mit je 15 Pflegeplätzen in Einzelzimmern vorgesehen, insgesamt 45 Pflegeplätze. Zwei kleinere Häuser im Westen beinhalten 24 betreute Zwei-Zimmer-Wohnungen. Im Süden sind vier seniorengerechte eingeschossige Wohnhäuser (Chalets) für jeweils bis zu zwei Personen geplant. (hk)