Zum 38. Mal steigt an diesem Wochenende das Hafenfest: Drei Tage lang, vom 20. bis 22. Juli, verwandelt sich das Areal zwischen Kronenplatz, Hafenanliegestelle und Pfahlbauten in einen großen Festplatz mit Attraktionen. Nach offizieller Eröffnung am Samstag gegen 15 Uhr mit Fassanstich durch Bürgermeister Edgar Lamm und Böllerschüssen der Feuerwehr Uhldingen-Mühlhofen wird bis zum Sonntagabend Spaß und Unterhaltung am laufenden Band geboten. Mehrere tausend Besucher werden wieder erwartet. „Wer Lust auf ein kühles Bier oder eine Grillwurst hat, ist bereits am Freitagabend ab 18 Uhr zu einem Feierabendhock eingeladen“, sagt Laura Dilger von der Tourist-Information, die das Fest gemeinsam mit den Vereinen organisiert hat.

Aushängeschild ist nach wie vor die Schrottregatta, bei der Freizeitkapitäne mit ihren Gefährten aller Art ihr Glück versuchen: Alles, was meint, schwimmen zu können, geht am Samstag ab 17 Uhr auf die 400 Meter lange Regattastrecke rund um den Hafen. Bei dieser Regatta steht die Originalität im Vordergrund. "Hier erfüllen sich mutige Hobbykapitäne den Traum, selbst einmal am Steuerrad zu stehen – zumindest versuchen sie es“, sagt Dilger. Um die zehn Boote haben sich bisher angemeldet. Nach der Regatta erleuchtet gegen 22.15 Uhr das See-Feuerwerk den Himmel über dem Hafen. Wer das Feuerwerk aus nächster Nähe genießen möchte, kann das bei einer Rundfahrt an Bord der MS Uhldingen tun.

Am Samstag gegen 15 Uhr schießt die Freiwillige Feuerwehr das Fest an.
Am Samstag gegen 15 Uhr schießt die Freiwillige Feuerwehr das Fest an. | Bild: Kleinstück, Holger

Der Sonntag wird zum Familientag und beginnt mit dem Festgottesdienst um 10 Uhr. Insbesondere den jüngsten Festbesuchern wird jede Menge geboten: an der Schießbude oder beim Handball- und Torwandschießen kann die Treffsicherheit unter Beweis gestellt, beim Angelspiel die Geduld geprüft werden und das Bungee-Trampolin und Kinderkarussell sollen für Spaß sorgen. Bei der Hafenfest-Tombola gibt es Preise zu gewinnen.

Am Samstag verkehren zusätzliche Busse. Das Eintrittsbändel, das am Samstag ab 16 Uhr für 4 Euro verpflichtend ist, gilt als Fahrschein. Mit dem RAB-Nachtbus der Seelinie 7395 für die Fahrten in Richtung Friedrichshafen um 22.22 Uhr, 23.28 Uhr, 23.47 Uhr und 1.17 Uhr; in Richtung Überlingen um 22.28 Uhr, 23.29 Uhr, 00.39 Uhr und 01.37 Uhr. Außerdem ist ein Bus-Shuttle Richtung Meersburg, Daisendorf, Mühlhofen und Salem-Neufrach um 0 Uhr, 1 Uhr, 2 Uhr und 2.45 Uhr eingerichtet. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre bezahlen keinen Eintritt, am Freitag und Sonntag ist der Eintritt für alle frei. Außerdem gibt es wieder den Ansteckpin „I mag’s Uhldinger Hafenfescht“ für 1 Euro in der Tourist-Information oder an den Vereinsständen – solange der Vorrat reicht.

Den Fassanstich zur offiziellen Festeröffnung übernimmt am Samstag um 15 Uhr Bürgermeister Edgar Lamm (links).
Den Fassanstich zur offiziellen Festeröffnung übernimmt am Samstag um 15 Uhr Bürgermeister Edgar Lamm (links). | Bild: Kleinstück, Holger

Im Vorfeld hatten die erweiterten Sicherheitsauflagen für die Vereine für Ärger gesorgt. Laut Fanfarenzug Unteruhldingen überlegen manche Gruppen, ob sie künftig überhaupt noch am Hafenfest teilnehmen wollen. Denn am Ende könnte sich das Fest für sie nicht mehr rechnen. Das Sicherheitskonzept habe aufgrund der Erfahrung mit dem Unwetter überarbeitet und angepasst werden müssen, erklärte Dilger. Daraus sei eine konsequente Überprüfung der Stände erfolgt. „Die Auflagen waren schon immer da, werden nur jetzt mehr überprüft.“ Diese seien nicht übertrieben, sondern leicht umsetzbar. Dilger nannte als Beispiel die nicht erlaubte Bevorratung von Gasflaschen. Sie gab zu, dass es für die Organisatoren auch einen Spagat darstelle, schließlich solle die Ausrichtung des Festes durch die Auflagen nicht in Gefahr geraten.

Festbändel gibt es im Vorverkauf für 3 Euro bis zum 20. Juli in der Tourist-Information.