Ein buchstäblich „internationales Konzert“ gab es am Freitagabend im Foyer der Lichtenbergschule. Und dazu noch eine musikalische Qualität, die aufhorchen ließ. „Lake Brass“, das sind nicht nur ein paar Hornisten rund um den Bodensee, die sich qualitätsvoller Blasmusik verschrieben haben. Die 2007 entstandene Formation wird mittlerweile durch Musiker aus Europa und Übersee verstärkt.

Szabolcs Galanthay, den Musikfreunden als langjähriger Leiter und Dirigent der Knabenmusik Meersburg und städtischer Musikdirektor bekannt, gibt sich bescheiden, wenn der Applaus aufbrandet, dabei dürften der Erfolg und die hohe Qualität von „Lake Brass“ zu einem nicht geringen Teil auf sein Konto gehen. Die immer wieder wechselnde Besetzung, von den Musikerinnen und Musikern absolut problemlos und unaufgeregt gemeistert, die wechselnden Stilformen, von Gabrieli aus dem 16. Jahrhundert über den Altmeister Johann Sebastian Bach bis zur Filmmusik der Neuzeit – das braucht eine Hand am Dirigentenstab, die führen kann.

Ein Hornkonzert ist zwar von der Lautstärke her nicht unbedingt eine kleine Nachtmusik. Aber wenn die Bläser nicht zu einem Einheitsbrei verschmelzen, sondern ihre eigenen Konturen zeigen, wenn man sieht, mit welcher Konzentration hier sowohl Profimusiker als auch Amateure bei der Sache sind, und dann das Ergebnis hört, dann muss man sagen: Wer bislang noch kein Freund von Hornmusik war, dem sei ein Konzertbesuch bei „Lake Brass“ empfohlen. Das Ergebnis ist dann eindeutig.