Der schönste Tag im Leben sollte gut vorbereitet sein, damit er zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Um Brautpaaren die Planung zu erleichtern, veranstaltet Renate Weber vom Brautatelier Weber in Salem seit 1994 jährlich eine Hochzeitsmesse mit regionalen Ausstellern. Im Jägerhof in Uhldingen-Mühlhofen zeigten 19 Dienstleister am Dreikönigstag ein vielfältiges Angebot rund um die Traumhochzeit.

Linda Beck und Matthias Thum sind sich noch nicht sicher, wie ihre Trauringe aussehen sollen. Am Stand vom Atelier Zwei Design ließen sie sich von Goldschmiedemeisterin Inge Wiedemann (links) beraten.
Linda Beck und Matthias Thum sind sich noch nicht sicher, wie ihre Trauringe aussehen sollen. Am Stand vom Atelier Zwei Design ließen sie sich von Goldschmiedemeisterin Inge Wiedemann (links) beraten. | Bild: Manuela Klaas

Ringe in Weiß- oder Rotgold, auch in Silber

Reger Andrang herrschte am Stand des Ateliers Zwei Design aus Überlingen. Linda Beck und Matthias Thum, die im Juni heiraten, ließen sich von Goldschmiedemeisterin Inge Wiedemann beraten. Während Linda Beck ein schmaler Ring in Weiß- oder Rotgold vorschwebte, passend zum Verlobungsring, tendierte Matthias Thum im Vorfeld eher zu Silber. „Wenn ich jedoch die Auswahl hier betrachte, so gefällt mir doch eher ein goldener Ring“, stellte Thum fest. „Wir präsentieren auf der Messe unsere eigene Kollektion“, erläuterte Wiedemann, „und fertigen auf Wunsch auch Einzelanfertigungen.“

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Braut-Make-up wird immer dreidimensional geschminkt

Jessica Hernandez aus Pfullendorf wird im August heiraten und testete bei Kosmetikerin Emma Stickel aus Salem-Mimmenhausen das Braut-Make-up. Nachdem Stickel die Grundierung aufgetragen hatte, setzte sie gezielt Schattierungen, um dem Gesicht mehr Kontur zu geben. „Ein Braut-Make-up wird immer dreidimensional geschminkt“, erklärte die Kosmetikerin. „Bei der Auswahl der Farben achte ich immer auf den Hauttyp. Jessica Hernandez ist ein eher exotischer Typ, bei ihr verwende ich Kupfer- und Brauntöne in drei Nuancen.“

Ma Thi Huyen (rechts) heiratet im April standesamtlich im Überlinger Museumssaal. Fürs Make-up holt sie sich vorab Inspirationen bei Kosmetikerin Emma Stickel.
Ma Thi Huyen (rechts) heiratet im April standesamtlich im Überlinger Museumssaal. Fürs Make-up holt sie sich vorab Inspirationen bei Kosmetikerin Emma Stickel. | Bild: Manuela Klaas

Stickels Make-up erfreute sich großer Beliebtheit. Nach Jessica Hernandez nahm die 33-jährige Ma Thi Huyen auf dem Schminkstuhl Platz. „Das Make-up ist wichtig“, sagt sie. „Es darf keineswegs verlaufen. Ich heirate im April standesamtlich im Überlinger Museumssaal. Trotz des sprichwörtlichen wechselhaften Aprilwetters hoffen wir auf einen wunderschönen Tag.“

Kleider mit tiefen Rückenausschnitten und zarten Spitzenträgern

Höhepunkt der Messe waren die Modeschauen des Brautateliers Weber. Die Models Lisa Hepp, Chiara Herzog, Marina Schmid und Angelika Filonenko, alle geschminkt und frisiert von Stylistin Daniela Reichle aus Salem-Rickenbach, präsentierten sich in weich fließenden Stoffen mit tiefen Rückenausschnitten und zarten Trägern aus Spitze.

Dirndl liegen voll im Trend. Franziska Straub (links) von der Trachtenscheune aus Ernatsreute und Ramona Grünbacher zeigten bei den Modenschauen zwei pastellfarbene Modelle.
Dirndl liegen voll im Trend. Franziska Straub (links) von der Trachtenscheune aus Ernatsreute und Ramona Grünbacher zeigten bei den Modenschauen zwei pastellfarbene Modelle. | Bild: Manuela Klaas

Auch wer in Tracht heiraten will, findet sein Traumkleid

Wer in Tracht heiraten will, war am Stand der Trachtenscheune aus Überlingen-Ernatsreute richtig. Franziska Straub und Ramona Grünbacher zeigten sich bei der Modenschau im pastellfarbenen Dirndl mit eingearbeiteter Spitze. „Für die Herren gibt es den klassischen Anzug mit Weste im Landhausstil oder aber die zünftige Lederhose“, erklärte Straub.

Farbe Blau bei Hochzeitsanzügen stark gefragt

Trends für den Bräutigam hielten auch Birgit Kallweit und Stephanie Abraham vom Konstanzer Herrenausstatter Massnahme bereit: „Bei der Auswahl des Hochzeitsanzugs spielt zunehmend das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle. Viele wählen einen Anzug in der Farbe Blau, weil man ihn auch nach der Hochzeit noch tragen kann.“

Wer einen Maßanzug möchte, sollte zwei bis drei Monate Zeit einplanen

Kallweit erläuterte, dass der Anzug meist schlicht gehalten sei und mit einer Weste und Accessoires in Szene gesetzt werde. „Wir besprechen jedes Detail, bevor der Kunde vermessen wird“, versicherte die Storemanagerin. „Damit genügend Zeit für die Anfertigung zur Verfügung steht, sollte der Termin zwei bis drei Monate vor der Hochzeit stattfinden.“

Kleider werden auch verliehen

„Die Hochzeitsmesse bietet Mode zum Anfassen“, sagte Organisatorin Renate Weber. „Schließlich wollen sich Braut und Bräutigam an diesem besonderen Tag rundum wohlfühlen. Natürlich gehen wir auch auf das Budget der Kunden ein, indem wir die Kleider nicht nur zum Kauf anbieten, sondern auch verleihen. Immer wieder gibt es Aktionskleider, die günstiger sind.“

Wer will, kann Hobbys auf Hochzeitsbildern verewigen

Der Salemer Fotografenmeister Klaus Faaber hält die schönsten Momente für die Ewigkeit fest. An seinem Stand lagen diverse Fotoalben. Leonie Girolstein und Patrik Fröhlich aus Radolfzell waren begeistert von den Bildern. „Die Fotos sehen toll aus. Wir können uns gut vorstellen, dass wir Klaus Faaber für unsere Hochzeit im August buchen werden.“

After-Wedding-Fotoshootings sind wesentlich entspannter

Faaber geht auf die Wünsche seiner Kunden ein. „Manche wollen ihre Hobbys wie Reiten, Stand-Up-Paddeln oder Motorradfahren auf den Hochzeitsbildern verewigt sehen. Inzwischen haben wir immer mehr After-Wedding-Shootings, bei denen sich solche Vorstellungen problemlos realisieren lassen. Nach der Hochzeit ist das Paar zudem wesentlich entspannter und obendrein lässt sich das perfekte Wetter einplanen.“

Anja Martin (Zweite von links) möchte ihre Hochzeit im Jägerhof feiern. Sie nutzte die Messe, um mit ihrer Trauzeugin Rebecca Rauch (links) sowie Restaurantleiter Alexander Santl (rechts) und Bankettoberkellnerin Corinna Arndt (Zweite von rechts) die Details zu planen.
Anja Martin (Zweite von links) möchte ihre Hochzeit im Jägerhof feiern. Sie nutzte die Messe, um mit ihrer Trauzeugin Rebecca Rauch (links) sowie Restaurantleiter Alexander Santl (rechts) und Bankettoberkellnerin Corinna Arndt (Zweite von rechts) die Details zu planen. | Bild: Manuela Klaas

Auch Eltern, Trauzeugen und Freundinnen der Braut informieren sich

Anja Martin möchte ihre Hochzeit im Jägerhof feiern. „Die Location ist schon lange gebucht“, erzählte die zukünftige Braut lachend. Die Messe nutzte sie gemeinsam mit ihrer Trauzeugin Rebecca Rauch sowie Restaurantleiter Alexander Santl und Bankettoberkellnerin Corinna Arndt für die Detailplanung. Renate Weber bestätigt, dass sich an den Ständen oft intensive Gespräche ergeben. „Und es sind nicht allein Brautpaare, die sich informieren, sondern auch Eltern, Trauzeugen und natürlich die beste Freundin der Braut.“