Ohne Startschuss, Zeitabnahme, Startgebühr oder Streckenkontrollen – der Silvesterlauf der Lauf- und Walkingabteilung des TSV Mühlhofen, verläuft ganz entspannt. In seinem Wohlfühltempo kann jeder die vorgegebenen Strecken bewältigen. Entlang der Seefelder Aach, bis zum Schloss Maurach zurück über den Sportboothafen Unteruhldingen, wieder bis an den Startpunkt auf dem Parkplatz der Volksbank Oberuhldingen.

Das Teilnehmerfeld startet in lockerer Formation.
Das Teilnehmerfeld startet in lockerer Formation. | Bild: Lorna Komm

„Wer schneller ist, kann weiter laufen, wer will, kann abkürzen, Ziel ist es in einer Stunde wieder hier zu sein“, gibt Karl Duck, Leiter der Laufabteilung, den Teilnehmern zum gemeinsamen Gruppenstart mit. Rund 40 Erwachsene aller Altersklassen – sowie zwei Hunde – machen sich joggend oder mit den Nordic-Walking-Stöcken auf den Weg, um die fünf oder acht Kilometer langen Strecken zu absolvieren. Die meisten von ihnen, der Witterung angepasst mit langer Funktionsbekleidung, Mützen und Handschuhen.

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Kurze Hose mit langarmigem Shirt

Anders der 21-jährige Simon Schuler und seine Laufpartnerin aus Ulm. In kurzer Hose und langarmigen Shirt gingen sie an den Start. „Wenn man läuft, dann wird es warm“, sagt der Meersburger bei seiner Ankunft im Ziel. „Wir machen beide viel Sport“, erzählt Schuler, deshalb wären sie die Bewegung gewohnt und könnten trotzdem entspannt ins Neue Jahr feiern, antwortet er auf die Frage, ob er nach dem Lauf nicht zu kaputt sei für eine Silvesterparty.

„Bewegung hält warm“, meint Simon Schuler (links) beim Silvesterlauf des TSV Mühlhofen in kurzer Hose. Schuler ist einer von 40 Läufern.
„Bewegung hält warm“, meint Simon Schuler (links) beim Silvesterlauf des TSV Mühlhofen in kurzer Hose. Schuler ist einer von 40 Läufern. | Bild: Lorna Komm

Ganz entspannt kam auch die älteste Teilnehmerin zurück. „Es hat Spaß gemacht, ich bin zufrieden“, sagte Waltraud Henninger. Seit mehr als 30 Jahren würde sie schon regelmäßig laufen, wenn es die Zeit zulasse. Zwei bis drei Mal die Woche, erzählt die weit über 70-Jährige, die ihr genaues Alter nicht im SÜDKURIER lesen möchte.

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„Es ist Bewegung für den ganzen Körper“, „Es ist super für die Knie“, „Laufen schüttelt so durch“, antwortet ein Nordic-Walking-Quartett, auf die Frage, warum sie sich für diese Sportart entschieden haben. Konrad Fischer ist einer der wenigen Männer, der mit den Stöcken unterwegs war. Warum sich so wenige seiner Geschlechtsgenossen für diese Art der Bewegung begeistern, kann er auch nicht wirklich erklären. Gutgelaunt und mit Seitenblick auf die Laufkolleginnen meint er humorvoll: „Das viele Schwätzen dabei ist wohl nicht so toll für uns Männer.“

Das Meersburger Ehepaar Keller und Hund Janosch sind regelmäßige Teilnehmer beim Uhldinger Silvesterlauf
Das Meersburger Ehepaar Keller und Hund Janosch sind regelmäßige Teilnehmer beim Uhldinger Silvesterlauf | Bild: Lorna Komm

Neue Trainer erwünscht

Zufrieden war auch Organisator Duck. „Wenn ich nicht alleine starten muss und alle unverletzt ins Ziel kommen, dann passt es.“ Für das neue Jahr würde er sich mehr Übungsleiter für den TSV wünschen. Bedarf herrsche an jungen Leuten und Menschen mit neuen Ideen. „Der Verein übernimmt die finanzielle Unterstützung für die Ausbildung, inklusive der Fahrtkosten“, sagt Duck. Zudem würden die Übungsleiter über das Jahr hinweg eine Aufwandsentschädigung von bis zu 600 Euro erhalten. „Es muss nur die Freizeit investiert werden“, wirbt er für neue Trainer. Auch im Vorstand würden immer wieder Mitglieder gebraucht. Ab Mitte Januar starte die Laufabteilung wieder mit den Vorbereitungen für den Halbmarathon, alle Interessenten sind dazu eingeladen.