„Supergut war es“, befand Max aus Uhldingen. Gemeinsam mit seinem Bruder Tim hat er am Schnuppertauchen im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde teilgenommen. Beiden hat das so großen Spaß gemacht, dass sie allein am Samstag zwei Mal da waren. Am Vormittag und am späten Nachmittag. Die Aktion fand am Wochenende am Hafengelände statt, wo in einem großen Tauchbecken geübt wurde.

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Betreuer helfen beim Anlegen der Ausrüstung

Los ging es für die jungen Tauchschüler mit der Suche nach einem passenden Neoprenanzug, einer Taucherbrille und Flossen. Dank der Hilfe der Vereinsmitglieder des Motor-Schiffer-Clubs Unteruhldingen, die die Veranstaltung organisiert hatten, fand sich schnell die passende Ausrüstung. Dann ging es hinauf auf die Leiter des großen Tauchbeckens. Die Flossen wurden angezogen und die Tauchermaske mit einer Flüssigkeit besprüht, damit die sie nicht beschlägt. Im Wasser wartete bereits einer der vielen Betreuer – Patrick, Dominique, Lucas, Konrad, Irma, Christian, Sascha oder auch Horst vom Tauch-Sport-Club Friedrichshafen – mit einem sogenannten Jacket. Dabei handelt es sich um eine Art Rucksack, ausgestattet mit einer Sauerstoffflasche.

Die Helferinnen des Veranstalters Motor-Schiffer-Club Unteruhldingen beim Schnuppertauchen in Uhldingen: Lydia Knobel, Karin Frey, Tanja Trinks, Anke Petersen, Gitta Schrick und Rieke Petersen (von links).
Die Helferinnen des Veranstalters Motor-Schiffer-Club Unteruhldingen beim Schnuppertauchen in Uhldingen: Lydia Knobel, Karin Frey, Tanja Trinks, Anke Petersen, Gitta Schrick und Rieke Petersen (von links). | Bild: Petra Hofmann

Jedes Kind wird von einem Tauchexperten betreut

Jedes Kind wurde von einem Tauchexperten betreut. Erst wenn das Jacket richtig saß, wurde der nächste Schritt besprochen. „Gut, dann nimm jetzt das Mundstück in den Mund. Hierüber atmest du. Das ist wie beim Schnorcheln.“ Die Kinder nickten, ja, das haben viele schon einmal gemacht. „Fein. Geh jetzt mal kurz mit dem Kopf unter Wasser und atme ein paar Mal ein und aus.“ Während die Tauchschüler den Anweisungen folgten, stand der Betreuer direkt daneben und stellte sicher, dass alles klappt. Weiter ging es mit zwei Druckknöpfen: „Darüber kann man die Luft rein- oder rauslassen. Probier es mal aus“, lautete die Anweisung. Eifrig drückten die Kinder abwechselnd den roten und blauen Knopf. „Super, jetzt kann es fast schon losgehen.“

Konzentriert setzt Annalena die Anweisungen des Betreuers um.
Konzentriert setzt Annalena die Anweisungen des Betreuers um. | Bild: Petra Hofmann

Kinder werden immer mutiger

Der Betreuer formte mit Zeigefinger und Daumen einen Kreis. „Unter Wasser können wir uns schlecht unterhalten. Aber das Zeichen hier kannst du unter Wasser sehen. Wenn alles in Ordnung ist, gibst du mir dieses Zeichen zurück. Alles klar?“ Dann sollte das Abenteuer Tauchen endlich beginnen. Die Kinder tauchten ab, machten die ersten Schwimmbewegungen unter Wasser, tauchten wieder auf und strahlten. Mit der Zeit wurden die Tauchphasen der Kinder immer länger. Sie wurden sicherer, schwammen durch einen Reifen oder tauchten nach den am Boden liegenden Ringen und Bällen.

Im Schwimmbecken werden die ersten Taucherfahrungen gesammelt.
Im Schwimmbecken werden die ersten Taucherfahrungen gesammelt. | Bild: Petra Hofmann

Eltern schauen vom Beckenrand aus zu

Am Rand des Beckens standen die Eltern und schauten ihrem Nachwuchs zu. Darunter war auch Gesa Gruber, die Mutter von Annalena und Julian. „Hat es Spaß gemacht?“, wollte sie wissen, als Annalena wieder auftauchte. „Ja“, lautete die Antwort des Mädchens. Von Julian dagegen sah man eine ganze Weile lang nichts. Scheinbar ganz in seinem Element, schwamm er den Boden des Beckens ab, fischte nach einem Wasserball und glitt anmutig wie ein Fisch durch das Wasser. „Na das kann heiter werden“, meinte seine Mutter. „Jetzt hat er wohl ein neues Hobby.“