Uhldingen-Mühlhofen – Gleich zu Beginn des Puperballs bescherte Narrenpräsident Johannes Sulger dem närrischen Publikum einen Schrecken: "I derf eu hot Obend zu unserem allerletzte Puperball begrüße." Schnell klärte sich auf, dass sich keinesfalls der Narrenverein auflöse, sondern dass das närrische Treiben zum letzten Mal auf der Bühne des ehemaligen Haus des Gastes stattfand. "Hoff i jedenfalls", so Sulger mit leicht resigniertem Unterton. Eigentlich hätte der Puperball bereits in diesem Jahr im neuen Welterbesaal stattfinden sollen: "Aber in des Geigekäschtle hond mir einfach no it neiderfe." Brandschutz, fehlender Wand- und Bodenschutz verhinderten die närrische Premiere. Seinen Ärger über die Absage machte sich der Verein im Laufe des Programms Luft.

Eröffnet wurde der Puperball vom Fanfarenzug, der im waschechten Uhldi-Look auftrat. Auch der Elfer hatte sich in das alte Puper-Häs geschmissen und zeigte dem Publikum einen rasanten steinzeitlichen Stocktanz. Das "Weltkulturerbesaal-Assembl'e" ließ die alten Pfahlbauer auf der Bühne auferstehen. In einer rasanten Choreografie kämpften die Männer mit urzeitlichen Rufen und üppiger Haarpracht gegeneinander.

Ihr tänzerisches Talent stellten nicht nur die Pupermädels als Cowgirls unter Beweis, sondern auch der Pupernachwuchs zeigte sein Können. Zunächst wirbelten die Minis mit Regenschirmen über die Bühne, bevor Ole Bühler gemeinsam mit seinen Tänzerinnen mit dem Hit "Wir lieben den Bodensee" von Papi's Pumpels für Begeisterung beim Publikum sorgte. Im "Duell um die Fledermaus" trat Bürgermeister Edgar Lamm gemeinsam mit Uwe Poisel gegen Johannes Sulger und Fridolin Aierstock, Schatzmeister des Allemanischen Narrenrings, an. Gemäß seiner Trump-Verkleidung und seinem Leitspruch "Make Uhldingen great again" brillierte Lamm mit Fachwissen rund um den Narrenverein Puper. Am Ende musste er sich jedoch dem Team Sulger geschlagen geben.

Im Meckerbüro der Fanfarenzugmädels konnten sich die Uhldinger bei Frau Schantal (Chiara Herzog) ihren Frust von der Seele reden. In das Büro des ehemaligen Bauamtsleiters und designierten Meersburger Bürgermeisters Robert Scherer ist eine Sorgenbeauftragte eingezogen. Neben so manchem delikaten Eheproblem gab auch das Birnauer Weinfest Grund zur Klage. "Der Feuerwehr ist der Wein ausgegangen und deshalb findet das Birnauer Weinfest in diesem Jahr nicht statt." Natürlich bekamen auch die Mühlhofener ihr Fett weg. "Wir sollten aufhören, auf den Mühlhofenern rumzureiten, aber wir haben halt keine Sipplinger", befand Sonja Knoblauch.

Der Fanfarenzug sorgte sich um das Häs zum Funkensamstag. "Wir sollten statt dem Uhldi einen Tai-Chi-Anzug anziehen", scherzte Bille Trunz über den kurzfristigen Ortswechsel des Puperballs. Bürgermeister Edgar Lamm bekam den Zorn der Puper zu spüren und wurde kurzerhand zum Opferlamm. Als Strafe musste er versprechen, dass er verkleidet als Uhldi den Fanfarenzug beim Gemeinschaftsumzug in Mühlhofen anführt. "Das ist kein Spaß", versicherte Sonja Knoblauch. Direkt auf der Bühne fand eine erste Anprobe der steinzeitlichen Verkleidung statt. "Ich werde pünktlich sein", versprach Lamm.

Akteure

  • Moderation: Johannes Sulger, Dominik Hübner, Günther Schmitz, Heike Schmitz, Christian Gäng, Markus Maag, Dominik Hübner, Birgit Hübner, Carolin Heißner, Sibylle Truntz, Sonja Knoblauch
  • Puperminis: Ole Bühler, Nele Bühler, Lina-Sofie Brink, Marie-Luisa Brink, Ann-Kathrin Brink, Malia-Ina Hübner
  • Duell um die Fledermaus: Anja Kourkhoun
  • Pupermädels: Caro Heißner, Manuela Tullo, Stefanie Rau, Alexandrea Maag
  • FZ-Mädels (Meckerbüro): Sonja Knoblauch, Silvi Schmidt, Chiara Herzog, Bille Trunz, Anneliese Himpel
  • Hannes und der Bürgermeister: Johannes Sulger, Hans Einhart
  • Elfer: Herbert Unger, Christian Wild, Norbert Knoblauch, Patrick Blumenstein, Matthias Sulger, Dennis Schlösser, David Eckstein, Philipp Knoblauch

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