Mit Smartphone oder Laptop an öffentlichen Plätzen in der Gemeinde kostenfrei surfen: Das soll schon in Kürze möglich sein. Denn der Gemeinderat hat beschlossen, sogenannte WLAN-Hotspots, sprich öffentliche drahtlose Internetzugangspunkte, einzurichten. Die Kosten belaufen sich auf 35 244 Euro mit jährlichen Folgekosten von rund 600 Euro. Das System, das verbaut werden soll, nennt sich Smight. Die Abkürzung steht für smart city light, eine vom Energiekonzern EnBW entwickelte intelligente Straßenbeleuchtung, die eine Ladestation für Elektroautos, WLAN, Notrufmelder, Umwelt- und Verkehrssensoriken sowie weitere Funktionen beinhaltet.

Aufbau auf vorhandene Hotspots

Bereits im Vorjahr war die WLAN-Konzeption vorgestellt worden. Zwischenzeitlich hatte die Gemeindeverwaltung das Energieunternehmen beauftragt, ein Konzept für ein möglichst breit gefächertes öffentliches WLAN-Netz zu erstellen. Dabei wurde auf bereits vorhandene Hotspots aufgebaut und auf eine Verknüpfung mit Ladestationen für Elektroautos geachtet. Des Weiteren wurde die Anschaffung von Veloboxen – Ladestationen für E-Fahrräder – in Erwägung gezogen.

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Hier sollen die Zugangspunkte eingerichtet werden

Christoph Grün von Smight stellte eine Konzeption mit sechs Standorten vor; eine Erweiterung des Konzepts im Zusammenhang mit der Anschaffung weiterer Ladestationen sei jederzeit möglich, sagte er. Ihm zufolge sind Hotspots am Jugendtreff, an der Mehrzweckhalle, am Hafenmeistergebäude, bei der Tourist-Information an der Strandpromenade sowie auf dem Weg von der Tourist-Information bis zur Promenade geplant.

Nicht alle Ratsmitglieder befürworten Pläne

„Wir bieten hier kostenlos etwas an, was der Bürger schon hat“, kritisierte Erwin Marquart (CDU) das Vorhaben und spielte auf Mobilfunkverträge mit Internetflatrate an, die viele Smartphonenutzer haben. Anders sah es Martin Möcking (Junge Bürger): „Das ist absoluter Standard. Gut, dass wir das machen.“ Während Helmut Halbhuber (FW) das Vorhaben als Einstieg sah, um weitere Hotspots zu realisieren, hielt Gabriele Busam (FW) es für sinnvoll, den Oberuhldinger Markplatzes mit WLAN auszustatten.